Auf Den Spuren Von Marco Polo Anleitung
Okay, Leute. Mal ehrlich: Wer hat wirklich *alles* in Auf den Spuren von Marco Polo verstanden? Ich meine, die Regeln sind ja irgendwie da, aber dann doch auch wieder nicht. Und die Anleitung? Ein Gedicht in Hieroglyphen, würde ich sagen.
Ich habe da so meine ganz eigene Theorie. Die Anleitung ist absichtlich kompliziert. Ja, ich sage es! Das Spiel soll ja herausfordernd sein, klar. Aber ich glaube, die Macher hatten einfach Spaß daran, uns ein bisschen zu verwirren. Quasi so ein kleines "Wer-checkt-es-als-Erstes"-Spiel innerhalb des Spiels. Oder vielleicht haben sie einfach Marco Polo selbst gefragt, wie das Ganze funktioniert. Und der hat geantwortet: "Äh... irgendwie so?".
Also, fangen wir mal an. Die Kamele. Was machen die eigentlich? Transportieren sie Waren? Essen sie Karten? Sind sie nur Deko? Die Anleitung schweigt sich aus. Manchmal glaube ich, die Kamele sind einfach nur da, um uns ein schlechtes Gewissen zu machen, weil wir nicht öfter in den Zoo gehen.
Die Städte... ein Ratespiel!
Dann die Städte! Gefühlt gibt es mehr Städte als Sandkörner in der Wüste Gobi. Und jede Stadt hat ihre eigenen, mysteriösen Regeln. Ist das jetzt ein Bonuspunkt? Oder verliere ich meine ganze Karawane? Ich habe schon Nächte damit verbracht, Stadtpläne zu studieren, nur um dann festzustellen, dass ich die falsche Version der Anleitung habe. Es gibt doch bestimmt verschiedene Versionen, oder? Sagt mir, dass es verschiedene Versionen gibt!
Und die Waren! Seide, Gewürze, Jade... Klingt ja alles super exotisch und spannend. Aber am Ende des Tages sind es doch nur bunte Holzklötzchen, die man hin und her schiebt. Und wer bitte kann sich merken, welche Ware in welcher Stadt am wertvollsten ist? Das ist doch unmöglich! Ich habe mir schon Zettel geschrieben, Spickzettel in der Hosentasche versteckt... und trotzdem vergesse ich es jedes Mal.
Ich habe so meine eigene Strategie entwickelt. Einfach würfeln und hoffen. Ja, richtig gehört. Ich überlasse meinen Erfolg dem Zufall. Ist wahrscheinlich genauso effektiv wie die Anleitung zu befolgen. Vielleicht sogar effektiver!
Die Sonderkarten... oder das Chaos perfekt machen!
Ach ja, die Sonderkarten! Die machen das Ganze natürlich noch etwas... sagen wir mal... "interessanter". Eine Karte lässt mich teleportieren? Eine andere lässt meinen Gegner alle Waren verlieren? Das ist ja fast wie Mensch ärgere Dich nicht, nur mit Kamelen und mittelalterlicher Geographie. Ich finde, man sollte vor dem Spiel einen Psychologen bereitstellen. Für die Verlierer. Und die Gewinner, die sich fragen, wie sie das geschafft haben.
Wisst ihr, was ich wirklich nicht verstehe? Warum ist es so wichtig, als Erster in Peking anzukommen? Peking ist doch auch nur eine Stadt! Gibt es dort kostenloses Mittagessen für den Sieger? Oder eine Medaille? Ich habe noch nie jemanden gesehen, der sich übermäßig über seinen Sieg in Auf den Spuren von Marco Polo gefreut hat. Eher Erleichterung, dass es endlich vorbei ist.
Ich will das Spiel ja nicht schlechtreden. Es macht ja schon irgendwie Spaß. Aber die Anleitung... die Anleitung ist ein Mysterium. Ein Rätsel. Ein Fall für Sherlock Holmes. Ich glaube, selbst Marco Polo würde die Anleitung nicht verstehen.
Vielleicht sollten wir alle einfach unsere eigene Version der Regeln erfinden. Eine, die Sinn ergibt. Eine, die Spaß macht. Eine, die man versteht, ohne einen Doktortitel in Spieltheorie zu haben. Ich nenne es dann "Auf den Spuren von Marco Polo – Die Spaßversion". Wer ist dabei?
Und mal ganz ehrlich: wer hat eigentlich jemals alle Siegpunkte gezählt? Ich tippe einfach irgendwas und hoffe das Beste.
Ich glaube, das wahre Abenteuer ist nicht die Reise nach Peking, sondern das Entschlüsseln der Spielregeln.
Also, lasst uns das Spiel spielen. Lasst uns lachen. Lasst uns verzweifeln. Und lasst uns vor allem die Anleitung ignorieren. Denn am Ende des Tages geht es doch nur darum, Spaß zu haben. Oder nicht?
