Flight From Frankfurt To Kuala Lumpur
Also, setzt euch mal gemütlich hin, bestellt euch einen Kaffee (oder gleich einen doppelten Espresso, ihr werdet ihn brauchen), denn ich erzähl euch jetzt von meinem Trip von Frankfurt nach Kuala Lumpur. Und glaubt mir, der war... sagen wir mal, *interessant*.
Fangen wir an. Frankfurt Flughafen, die Hölle auf Erden, oder wie ich es nenne: "Die Schlange, die niemals endet". Ihr kennt das ja: Sicherheitsschlangen, die sich anfühlen, als würde man eine neue Spezies von Bakterien im Mikroskop studieren, Leute, die anscheinend noch nie von Flüssigkeitsbeschränkungen gehört haben (sorry, Oma, dein selbstgemachter Apfelsaft ist nicht erlaubt!), und überall dieses ohrenbetäubende Gemurmel. Ich schwöre, ich hab einen Typen gesehen, der versucht hat, einen ganzen Döner durch die Kontrolle zu schmuggeln. Respekt für den Einsatz, aber...
Endlich am Gate! Ich hatte mir extra einen Fensterplatz gesichert. Warum? Weil ich dachte, ich könnte ein Nickerchen machen und die Wolken zählen. Naive Annahme! Neben mir sass nämlich ein kleiner, aber unermüdlicher Ninja. Er hatte ungefähr die Energie eines Atomkraftwerks und entschied sich, meine Armlehne als sein persönliches Turngerät zu betrachten. Ich versuchte, ihn mit einem freundlichen Lächeln und dem Hinweis auf seine Mutter zu stoppen, aber er blickte mich nur an, als hätte ich ihn gefragt, was denn bitte "Ruhe" bedeutet.
Der Flug selbst? Nun ja, 13 Stunden in einem fliegenden Sardinenkäfig. Ich übertreibe nicht! Die Beinfreiheit war so grosszügig bemessen, dass ich fast meinen Koffer darin parken konnte… fast! Ich hab mir geschworen, beim nächsten Mal buche ich Business Class. Oder ich miete mir gleich ein ganzes Privatflugzeug. Träumen darf man ja, oder?
Das Essen. Oh Gott, das Essen. "Chicken or Pasta?", fragte die Flugbegleiterin. Ich entschied mich für "Chicken", in der Hoffnung, dass es sich zumindest entfernt nach Hühnchen anfühlte. Was ich bekam, war etwas, das aussah, als hätte jemand ein Huhn mit einem Staubsauger zerkleinert und dann mit einer undefinierbaren, beigen Sosse übergossen. Ich habe es tapfer probiert. Tapfer und mit viel Ketchup. Vielleicht sollte ich mich beim nächsten Mal für "Pasta" entscheiden, dachte ich mir... oder vielleicht doch nur für ein paar Erdnüsse.
Unterhaltung an Bord: Ein bunter Mix
Das Inflight Entertainment war... naja, vorhanden. Die Filme waren entweder so alt, dass ich sie schon als Kind im Kino gesehen hatte, oder so neu, dass ich sie in den nächsten Monaten garantiert auf Netflix finden würde. Also entschied ich mich für die Flugkarte. Faszinierend, wie langsam sich ein Flugzeug bewegen kann, wenn man es ständig beobachtet!
Aber hey, es gab auch positive Aspekte! Ich hab einen Marathon in Strümpfen hingelegt (die Gänge rauf und runter, um meine Beine nicht komplett zu vergessen), ich hab mir gefühlte 100 Mal die Hände desinfiziert (Grippe-Alarm!), und ich hab versucht, mit meinem Ninja-Nachbarn ein Gespräch zu beginnen. Er hat mir immerhin seine Playmobil-Figur gezeigt. Ein kleiner Sieg!
Wusstet ihr eigentlich, dass die Luft in Flugzeugen trockener ist als in der Sahara? Deshalb sehen wir alle nach 13 Stunden Flug aus wie Rosinen. Ich hab mir literweise Wasser einverleibt und trotzdem fühlte sich meine Haut an, als könnte man damit einen Wüstenkrieg gewinnen.
Ankunft in Kuala Lumpur: Die Erlösung
Endlich! Die Landung in Kuala Lumpur. Ich hab geklatscht. Ja, ich war einer von *denen*. Aber nach 13 Stunden im Flieger war mir alles egal. Ich wollte einfach nur raus!
Kuala Lumpur begrüsste mich mit einer Hitze und Luftfeuchtigkeit, die sich anfühlte, als würde man in ein Dampfbad laufen. Aber egal! Ich war da! Ich hab meine Koffer eingesammelt (und festgestellt, dass einer davon fehlte... aber das ist eine andere Geschichte!), hab ein Taxi gerufen und bin ins Hotel gefahren.
Das erste, was ich gemacht habe? Eine eiskalte Dusche genommen und mich danach in ein Bett fallen lassen, das sich anfühlte wie eine Wolke. Und dann… hab ich 12 Stunden geschlafen.
Würde ich die Reise wieder machen? Auf jeden Fall! Denn trotz aller Widrigkeiten ist Kuala Lumpur eine fantastische Stadt. Und irgendwann vergisst man auch die Tortur im Flugzeug und erinnert sich nur noch an die tollen Erlebnisse.
Also, wenn ihr mal plant, von Frankfurt nach Kuala Lumpur zu fliegen: Packt viel Feuchtigkeitscreme ein, nehmt Oropax mit, und übt euch im Ignorieren von kleinen Ninjas. Und vor allem: Vergesst nicht, den Humor nicht zu verlieren! Denn mit einem Lachen geht alles leichter. Gute Reise! Selamat jalan!
