Günstig Parken Berlin Tegel Flughafen
Berlin, du verrückte Nudel! Selbst beim Parken am Flughafen Tegel, inzwischen ja ein herrlicher Ort für Zukunftsvisionen und grüne Träumereien, gab es Möglichkeiten für echte Schnäppchen. Wer hätte das gedacht? Zwischen Flugangst und Kofferträgern verbarg sich ein kleiner Schatz, der das Portemonnaie schonte.
Klar, die Parkhäuser direkt vor dem Terminal waren keine Option für den schmalen Geldbeutel. Da lachte der Parkautomat und man weinte innerlich. Aber es gab sie, die geheimen Tipps, die in den Tiefen des Internets und im Flüsterton unter Berlinern kursierten.
Einer dieser Geheimtipps führte oft zu Parkplätzen etwas außerhalb des direkten Flughafengeländes. "Park and Ride" hieß das Zauberwort. Man parkte sein Auto auf einem bewachten Parkplatz, der oft von findigen Privatunternehmern betrieben wurde, und wurde dann mit einem Shuttlebus zum Terminal gefahren. Eine kleine Reise im Reisebus, bevor die große Reise überhaupt begann! Manchmal waren die Busse etwas... abenteuerlich. Da klapperte es an allen Ecken und Enden, und der Fahrer hatte den Charme eines Berliner Taxifahrers im Feierabendverkehr. Aber hey, man sparte Geld!
Ich erinnere mich an eine Geschichte von meiner Tante Erna. Erna, die Sparfuchs-Queen von Reinickendorf, hatte mal wieder einen dieser günstigen Parkplätze ergattert. Der Shuttlebus, der sie zum Flughafen bringen sollte, entpuppte sich als alter VW-Bus, dessen beste Tage schon lange hinter ihm lagen. Während der Fahrt begann es plötzlich aus allen Ritzen zu qualmen. Erna, die schon Schlimmeres erlebt hatte, blieb cool und meinte nur trocken: "Na, der will uns wohl ordentlich einheizen, damit wir nicht frieren!" Der Fahrer, sichtlich peinlich berührt, brachte die Fahrgäste dann aber doch noch pünktlich zum Terminal. Und Erna? Die hatte eine Anekdote mehr für den nächsten Kaffeeklatsch.
Die Kunst der Parkplatz-Kombination
Manchmal musste man auch kreativ werden, um am Flughafen Tegel günstig zu parken. Einige clevere Reisende parkten ihr Auto einfach in den umliegenden Wohngebieten und nahmen dann den Bus oder die U-Bahn zum Flughafen. Natürlich immer mit dem Risiko, einen Strafzettel zu bekommen. Aber das war für einige der Nervenkitzel, der das Abenteuer "Urlaub" schon vor dem eigentlichen Abflug begann.
Ein Freund von mir, nennen wir ihn mal Klaus, war ein Meister der Parkplatz-Kombination. Er parkte sein Auto grundsätzlich in einer Seitenstraße, die gefühlt eine Stunde Fußweg vom Flughafen entfernt war. Dann marschierte er mit seinem Rollkoffer los, immer mit dem Blick auf die Uhr. Einmal, so erzählte er mir, verpasste er fast seinen Flug, weil er sich in einer Gasse verlaufen hatte und dann auch noch von einem freilaufenden Dackel verfolgt wurde. Aber Klaus meinte nur: "Was tut man nicht alles für ein paar Euro mehr in der Urlaubskasse!"
Das Ende einer Ära
Mit der Schließung des Flughafens Tegel ist natürlich auch die Ära des günstigen Parkens in seiner unmittelbaren Umgebung zu Ende gegangen. Die kreativen Parkplatz-Strategien, die abenteuerlichen Shuttlebusfahrten und die kleinen Dramen auf dem Weg zum Terminal sind nun Geschichte. Aber die Erinnerungen daran bleiben.
Trotzdem, wer weiß, vielleicht entstehen ja auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens neue, innovative Parkmöglichkeiten. Vielleicht gibt es ja bald Parkhäuser mit Solaranlage auf dem Dach und Ladestationen für Elektroautos. Oder vielleicht werden die alten Start- und Landebahnen zu riesigen Parkplätzen umfunktioniert. Die Zukunft ist offen! Und wer weiß, vielleicht gibt es ja auch dann wieder Möglichkeiten, ein paar Euro beim Parken zu sparen. Die Berliner sind ja schließlich erfinderisch, wenn es ums Sparen geht. Und der Geist von Tegel lebt ja weiter, auch wenn die Flugzeuge nicht mehr starten und landen.
Ich persönlich werde die Zeiten des günstigen Parkens am Flughafen Tegel in guter Erinnerung behalten. Es war ein kleiner Teil des Berliner Lebensgefühls, ein bisschen chaotisch, ein bisschen improvisiert, aber immer mit viel Herz. Und wer weiß, vielleicht finde ich ja auch am neuen Flughafen BER einen geheimen Parkplatz-Tipp. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!
