Long Stay Manchester Airport Car Park
Also, hört mal, ich muss euch was erzählen. Es geht um Parken. Ja, ich weiß, klingt erstmal so aufregend wie eine Briefmarkensammlung. Aber wartet ab! Es geht ums Parken am Manchester Airport, und zwar ums Langzeitparken. Genauer gesagt, um das Langzeitparken, wo man sein Auto quasi in den Urlaub schickt und hofft, dass es nicht anfängt, Cocktails zu schlürfen und am Pool rumzuliegen, während man selbst versucht, eine einigermaßen akzeptable Bräune zu bekommen.
Ich meine, wer hat sich das eigentlich ausgedacht? "Langzeitparken"? Klingt wie ein Programm für Autos, die ihren 30. Geburtstag feiern. Stellt euch vor: "Herzlichen Glückwunsch, Herr Müller! Ihr Golf hat jetzt die Berechtigung zum Langzeitparken! Hier ist seine Senioren-Parkausweis und eine Dose Rostlöser!"
Jedenfalls, ich war neulich am Manchester Airport und brauchte einen Parkplatz für… sagen wir mal eine etwas längere Reise. Ich rede von "Ich-habe-schon-fast-vergessen-wie-mein-Auto-aussieht"-lang. Also, ab zum Langzeitparken.
Das Abenteuer beginnt!
Schon die Anfahrt war ein Highlight. Man fährt da so lang, immer tiefer und tiefer in dieses scheinbar endlose Areal. Irgendwann dachte ich, ich lande im Narnia der Parkplätze. Ich war ernsthaft kurz davor, nach einem sprechenden Bieber zu fragen, der mir den Weg weisen könnte.
Und dann, plötzlich, taucht es auf: das Langzeitparken Manchester Airport. Ein Meer aus Autos, glänzend in der Sonne (oder auch nicht, je nach Wetterlage, wir sind ja schließlich in England). Es ist wie ein riesiges, blechernes Tetris-Spiel, nur dass die Autos sich nicht von selbst anordnen. Schade eigentlich.
Die Suche nach einem freien Platz war… interessant. Es ist ein bisschen wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, nur dass die Nadel ein 2 Tonnen schweres Auto ist und der Heuhaufen aus anderen 2 Tonnen schweren Autos besteht. Man fährt im Schneckentempo durch die Reihen, immer in der Hoffnung, dass da vorne, am Ende der Welt, vielleicht doch noch eine Lücke ist. Spoiler-Alarm: Meistens nicht.
Ich habe dann aber doch einen Parkplatz gefunden! Ganz hinten in der Ecke, in der Nähe eines verlassenen Einkaufswagens und eines Strauches, der verdächtig nach einem Schlafplatz für Wildtiere aussah. Perfekt! Es fühlte sich an, als hätte ich einen Schatz gefunden.
Kleiner Tipp: Merkt euch, wo ihr parkt! Macht ein Foto vom Parkplatzschild, notiert euch die Reihe und die Nummer. Sonst steht ihr nach eurem Urlaub da und fragt euch, ob euer Auto vielleicht beschlossen hat, ein neues Leben als Taxi in Thailand anzufangen.
Der Shuttle-Service: Eine Achterbahnfahrt der Gefühle
Jetzt kommt der Shuttle-Bus! Der Shuttle-Bus ist das Tor zur Zivilisation, die Verbindung zwischen dem abgelegenen Parkplatz und dem Terminal. Und, ich muss sagen, es ist eine Erfahrung für sich.
Der Busfahrer war… sagen wir mal, ein Charakter. Er hatte eine Stimme wie eine Mischung aus Tom Waits und einem startenden Düsenjet und fuhr, als ob er an einem Formel-1-Rennen teilnehmen würde. Ich habe mich kurz gefragt, ob ich meinen Sitzplatz wirklich richtig angeschnallt habe.
Und dann die Mitfahrer! Eine bunte Mischung aus gestressten Familien, aufgeregten Urlaubern und Geschäftsleuten, die aussahen, als ob sie seit drei Tagen nicht mehr geschlafen hätten. Es ist wie eine Mini-Version der UN, nur ohne Dolmetscher und mit mehr Handgepäck.
Die Fahrt selbst ist ein bisschen wie eine Achterbahnfahrt. Man wird von links nach rechts geschleudert, während der Busfahrer mit Engelszungen (und gelegentlichen lauten Hupkonzerten) versucht, sich durch den Verkehr zu kämpfen. Aber hey, immerhin kommt man am Terminal an, lebend und mehr oder weniger unversehrt.
Das Fazit
Also, ist das Langzeitparken am Manchester Airport empfehlenswert? Ja, absolut! Es ist praktisch, es ist (relativ) sicher und es ist auf jeden Fall eine Geschichte wert, die man erzählen kann. ABER: Plant genug Zeit ein, merkt euch euren Parkplatz und haltet euch gut fest im Shuttle-Bus!
Und noch ein kleiner Fun Fact: Wusstet ihr, dass der Manchester Airport einer der verkehrsreichsten Flughäfen Großbritanniens ist? Wahnsinn, oder? Das erklärt vielleicht auch die Parkplatzsituation... und den Shuttle-Busfahrer.
Also, packt eure Koffer, bucht euren Flug und bereitet euch auf das Abenteuer Langzeitparken vor! Es wird… unvergesslich. Im besten Fall.
Und denkt dran: Falls ihr euren sprechenden Bieber findet, sagt ihm, er soll mir Bescheid geben, wo der beste Parkplatz ist. Danke!
