P29 Terminal 1 Short-term Parking Flughafen Frankfurt Frankfurt Am Main
Okay, lasst uns über etwas reden, das so alltäglich ist wie der Stau auf der A3 am Freitagnachmittag, aber trotzdem irgendwie jedes Mal ein kleines Abenteuer darstellt: Das P29 Kurzzeitparken am Terminal 1 des Frankfurter Flughafens. Ja, genau DER Parkplatz. Der, der entweder der Retter in der Not ist, oder der Ort, an dem man sich fragt, ob man vielleicht doch ein Taxi hätte nehmen sollen.
Kennt ihr das? Ihr müsst jemanden abholen. Nicht irgendwen, sondern jemanden, der absolut pünktlich abgeholt werden MUSS. Oma Erna mit ihrem Rollkoffer voller selbstgemachter Marmelade, der Geschäftspartner mit dem wichtigen Meeting oder – Gott bewahre – der Schwiegervater mit den kritischen Blicken. Da kommt der Gedanke: "Kurz parken, easy going, bin ja gleich wieder weg!" Und dann beginnt das Spiel.
Die Anfahrt: Ein Hindernisparcours
Die Anfahrt zum P29 ist oft schon die erste Prüfung. Gefühlt leiten einen 17 verschiedene Schilder in 23 verschiedene Richtungen. Man muss sich entscheiden: Folge ich dem Navi, das mich in eine Zone führt, in der angeblich Bauarbeiten sind, oder vertraue ich meinem Instinkt, der mir sagt, dass ich einfach dem Strom der Autos folgen soll? Meistens endet es damit, dass man im Kreis fährt und sich fragt, ob man sich nicht doch verirrt hat.
Dann, endlich, die Einfahrt! Die Schranke öffnet sich (hoffentlich), und man taucht ein in ein Labyrinth aus Beton und blinkenden Rücklichtern. Die Parkplatzsuche beginnt. Es ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, nur dass die Nadel ein freier Parkplatz ist und der Heuhaufen aus SUVs besteht.
Manchmal hat man Glück und findet einen Parkplatz direkt am Ausgang. Meistens parkt man aber irgendwo im gefühlten Niemandsland, so weit weg, dass man sich fragt, ob man nicht besser gleich am Hauptbahnhof parken sollte.
Die Kurzzeit-Lüge
"Kurzzeitparken" ist sowieso ein Euphemismus. Sagen wir es, wie es ist: Es ist Im-Idealfall-Kurzzeitparken. Die Realität sieht oft anders aus. Der Flieger hat Verspätung. Die Gepäckausgabe ist langsamer als eine Schnecke im Zuckerguss. Und Oma Erna hat natürlich noch ihren Rollkoffer im Sperrgepäck aufgegeben.
Die Uhr tickt. Man schaut panisch auf die Parkuhr-App (oder, noch schlimmer, auf das altmodische Ticket). Jede Minute kostet gefühlt ein Vermögen. Man überlegt fieberhaft, ob man nicht einfach schnell in den Duty-Free-Shop rennen und sich mit Parfüm eindecken sollte, um die Parkgebühren zu rechtfertigen. "Ach, das neue Eau de Toilette brauche ich doch schon lange!"
Und dann, endlich, das erlösende Klingeln! Oma Erna ist da! Oder der Geschäftspartner! Oder der Schwiegervater! Man sprintet los, hilft beim Gepäck und versucht, so schnell wie möglich aus diesem Betonlabyrinth zu entkommen.
Die Bezahlung: Der Moment der Wahrheit
Die Bezahlung am Kassenautomaten ist dann der letzte Akt des Dramas. Man tippt nervös die Parkscheinnummer ein und hofft, dass man nicht versehentlich eine Null vergessen hat. Dann kommt die Rechnung. Und man fragt sich, ob man für das Geld nicht lieber einen Hubschrauber hätte mieten sollen.
Apropos Geld... Ich habe schon Leute gesehen, die am Parkautomaten standen und ihr ganzes Kleingeld zusammengekratzt haben. Andere wiederum haben geflucht, weil der Automat keine Scheine annimmt. Es ist wie ein Roulette-Spiel, bei dem man hofft, dass man mit heiler Haut (und einem halbwegs intakten Bankkonto) davonkommt.
Und dann, endlich, die Ausfahrt! Die Schranke öffnet sich (hoffentlich wieder), und man ist frei! Man atmet tief durch und schwört sich, das nächste Mal ein Taxi zu nehmen. Oder Oma Erna einfach am Bahnhof abzuholen.
Aber mal ehrlich: Irgendwann stehen wir doch alle wieder da. Vor dem P29 am Terminal 1. Bereit für das nächste kleine Abenteuer im Kurzzeitparken-Wahnsinn.
