P9 Terminal 2 Parking - Flughafen Frankfurt Frankfurt Am Main
Habt ihr euch jemals gefragt, was in diesen riesigen Parkhäusern am Frankfurter Flughafen, speziell dem P9 Terminal 2, so vor sich geht, während ihr gemütlich im Flieger sitzt, auf dem Weg zu eurem wohlverdienten Urlaub? Ich meine, da stehen Tausende Autos, friedlich nebeneinander, wie in einem riesigen, metallfarbenen Schlaflager. Aber was passiert wirklich zwischen den Abflügen und Ankünften?
Ich stelle mir das gerne so vor: Nachts, wenn die letzten Putzkolonnen durchgezogen sind und die Leuchtreklamen der Mietwagenfirmen nur noch schwach flackern, erwachen die Autos zum Leben. Okay, nicht im "Cars"-Disney-Film-Sinne, aber doch irgendwie. Sie tauschen Geschichten aus, über ihre Fahrer, über die Länder, die sie besucht haben. Der schnittige Porsche prahlt vielleicht mit seiner Geschwindigkeit auf der Autobahn, während der brave Familien-Van von den Bergen in Österreich schwärmt. Und der betagte Opel Corsa, der schon mehr Kilometer auf dem Buckel hat als so mancher Vielflieger Meilen, erzählt wehmütig von seiner Jugend, als er noch der Star auf der Dorfstraße war.
Natürlich gibt es auch Zoff. Der SUV, der immer zwei Parkplätze belegt, wird von den Kleinwagen gemieden. Und der Sportwagen mit dem lauten Auspuff erntet böse Blicke von den Elektroautos, die still und leise ihren Akku laden. Aber im Großen und Ganzen herrscht eine friedliche Koexistenz. Schließlich sind sie alle im selben Boot, äh, Parkhaus. Sie warten geduldig auf die Rückkehr ihrer menschlichen Begleiter.
Die kleinen Dramen des P9
Und dann gibt es die kleinen Dramen. Der Autoschlüssel, der spurlos verschwunden ist. Das Knöllchen, das frech unter dem Scheibenwischer klemmt. Oder der Moment, wenn man sein Auto einfach nicht mehr findet. Panik! War es Ebene 3 oder 4? Sektor A oder B? Die Parkhäuser des Frankfurter Flughafens sind riesig, ein echtes Labyrinth für den gestressten Urlauber. Ich habe schon Leute gesehen, die mit leeren Koffern suchend umherirrten, den Tränen nahe. Ein Glück, dass es mittlerweile Apps gibt, die einem den Weg weisen. Aber auch die Technik ist nicht unfehlbar. Ich kenne da eine Geschichte von einer Freundin, deren App sie in einen ganz anderen Sektor lotste. Sie fand ihr Auto erst nach einer halben Stunde und etlichen Telefonaten mit dem Kundenservice. Urlaub gerettet, aber der Puls war kurzzeitig im roten Bereich.
Apropos Kundenservice: Die Mitarbeiter im P9 müssen wahre Alleskönner sein. Sie sind Parkplatz-Sheriffs, Schlüsselfinder, Orientierungshilfen und Seelentröster in Personalunion. Ich habe mal einen gesehen, der einem kleinen Jungen, der seine Stofftier-Eule im Auto vergessen hatte, kurzerhand eine neue Kuscheltier-Eule aus dem Fundbüro schenkte. Herzzerreißend!
Der Duft der großen, weiten Welt
Was ich am Parkhaus P9 besonders mag, ist der Geruch. Eine Mischung aus Abgasen, Gummi, Sonnencreme und dem Hauch von Fernweh. Man riecht förmlich die Abenteuer, die in der Luft liegen. Die Geschäftsreise nach New York, der Familienurlaub in Thailand, der spontane Wochenendtrip nach Rom. Jedes Auto bringt seinen eigenen Duft, seine eigene Geschichte mit.
Und dann ist da noch das Phänomen der vergessenen Gegenstände. Sonnenbrillen, Landkarten, CDs (ja, die gibt es noch!), Kuscheltiere, Regenschirme… Was die Leute alles in ihren Autos vergessen! Das Fundbüro des Flughafens muss ein wahres Kuriositätenkabinett sein. Ich habe mal gehört, dass dort eine komplette Hochzeitsdekoration abgegeben wurde. Ob die Braut wohl ohne Blumenschmuck heiraten musste?
Beim nächsten Mal, wenn ihr also euer Auto im P9 Terminal 2 parkt, denkt daran: Es ist mehr als nur ein Parkhaus. Es ist ein Schauplatz für kleine und große Dramen, ein Ort der Begegnung und des Abschieds, ein Spiegelbild unserer Reiselust und unserer kleinen menschlichen Schwächen. Und wer weiß, vielleicht belauscht ihr ja auch die nächtlichen Gespräche der Autos, wenn ihr ganz leise seid…
Und ganz wichtig: Vergesst nicht, wo ihr geparkt habt!
