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Ab Wann übungswehen 2. Schwangerschaft


Ab Wann übungswehen 2. Schwangerschaft

Ist das schon der Beginn der Wehen oder nur eine harmlose Übung? Diese Frage stellen sich viele Schwangere, besonders in der zweiten Schwangerschaft. Scheint man doch eigentlich schon zu wissen, was auf einen zukommt, so kann die zweite Schwangerschaft doch ganz anders verlaufen als die erste. In diesem Artikel gehen wir der Frage nach, ab wann Übungswehen in der zweiten Schwangerschaft auftreten können, wie sie sich anfühlen und wie du sie von echten Wehen unterscheiden kannst. Dieser Artikel richtet sich an alle Frauen, die sich in ihrer zweiten oder einer weiteren Schwangerschaft befinden und mehr über Übungswehen erfahren möchten.

Was sind Übungswehen überhaupt?

Übungswehen, auch Braxton-Hicks-Kontraktionen genannt, sind unregelmäßige Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur, die bereits im zweiten Trimester auftreten können. Sie dienen dazu, die Gebärmutter auf die bevorstehende Geburt vorzubereiten. Im Wesentlichen ist es ein "Üben" für den großen Tag. Stell es dir vor wie ein Warm-up für einen Marathon.

Anders als echte Wehen sind Übungswehen:

  • Unregelmäßig: Sie kommen nicht in regelmäßigen Abständen.
  • Nicht schmerzhaft: Sie sind meist unangenehm, aber nicht schmerzhaft.
  • Kurz: Sie dauern in der Regel nicht länger als 30-60 Sekunden.
  • Nicht muttermundwirksam: Sie führen nicht zur Öffnung des Muttermundes.

Ab wann können Übungswehen in der zweiten Schwangerschaft auftreten?

Die Erfahrung, ab wann Übungswehen in der zweiten Schwangerschaft auftreten, ist sehr individuell. Viele Frauen berichten, dass sie Übungswehen in ihrer zweiten Schwangerschaft früher und intensiver wahrnehmen als in ihrer ersten. Dies liegt daran, dass die Gebärmutter bereits gedehnt wurde und die Muskeln somit sensibler sind.

Generell gilt:

  • Erste Schwangerschaft: Oftmals ab der 20. Schwangerschaftswoche (SSW), aber viele Frauen bemerken sie erst später.
  • Zweite und weitere Schwangerschaften: Häufig bereits ab der 16. SSW oder sogar früher.

Es ist wichtig zu betonen, dass das Auftreten von Übungswehen kein Grund zur Sorge ist, solange sie nicht regelmäßig und schmerzhaft werden. Jede Frau und jede Schwangerschaft ist anders. Einige Frauen spüren kaum Übungswehen, während andere sie sehr deutlich wahrnehmen.

Wie fühlen sich Übungswehen in der zweiten Schwangerschaft an?

Die Empfindung von Übungswehen kann variieren. Viele Frauen beschreiben sie als ein:

  • Hartwerden des Bauches: Der Bauch fühlt sich für einen kurzen Moment steinhart an.
  • Zusammenziehen der Gebärmutter: Ein leichtes Ziehen oder Druckgefühl im Unterbauch.
  • Unangenehmes Gefühl: Eher ein Unbehagen als ein echter Schmerz.

Im Gegensatz zu echten Wehen, die sich wellenartig aufbauen und wieder abklingen, sind Übungswehen eher sporadisch und nicht progressiv. Das bedeutet, dass sie nicht stärker oder regelmäßiger werden.

Hinweis: Wenn du unsicher bist, ob es sich um Übungswehen oder echte Wehen handelt, konsultiere immer deinen Arzt oder deine Hebamme.

Was kann Übungswehen auslösen?

Es gibt verschiedene Faktoren, die Übungswehen auslösen oder verstärken können:

  • Dehydration: Ausreichend Flüssigkeit ist wichtig für die Muskelfunktion.
  • Überanstrengung: Körperliche Anstrengung kann Kontraktionen auslösen.
  • Volle Blase: Eine volle Blase kann Druck auf die Gebärmutter ausüben.
  • Sexuelle Aktivität: Orgasmen können Kontraktionen auslösen.

Versuche, diese Auslöser zu vermeiden, um die Häufigkeit und Intensität von Übungswehen zu reduzieren.

Was hilft bei Übungswehen?

Auch wenn Übungswehen meist harmlos sind, können sie unangenehm sein. Hier sind einige Tipps, die dir helfen können, mit ihnen umzugehen:

  • Trinken: Achte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
  • Ruhe: Lege dich hin und entspanne dich.
  • Warmes Bad oder Dusche: Wärme kann die Muskeln entspannen.
  • Atemübungen: Bewusste Atmung kann helfen, die Kontraktionen zu lindern.
  • Lageveränderung: Manchmal hilft es, die Position zu wechseln.

Höre auf deinen Körper und finde heraus, was dir am besten hilft.

Wann sollte ich zum Arzt oder zur Hebamme?

Obwohl Übungswehen in der Regel harmlos sind, gibt es Situationen, in denen du einen Arzt oder deine Hebamme kontaktieren solltest:

  • Regelmäßige Wehen: Wenn die Wehen in regelmäßigen Abständen kommen und stärker werden.
  • Schmerzen: Wenn die Wehen schmerzhaft sind.
  • Blutungen: Wenn du Blutungen oder Fruchtwasserabgang hast.
  • Veränderungen der Kindsbewegungen: Wenn du weniger oder gar keine Kindsbewegungen spürst.
  • Unsicherheit: Wenn du dir unsicher bist, ob es sich um Übungswehen oder echte Wehen handelt.

Es ist immer besser, auf Nummer sicher zu gehen und im Zweifelsfall professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Deine Gesundheit und die deines Babys stehen an erster Stelle.

Unterschiede zur ersten Schwangerschaft

Viele Frauen, die bereits ein Kind haben, berichten von Unterschieden in Bezug auf Übungswehen in der zweiten oder weiteren Schwangerschaft:

* **Früherer Beginn:** Wie bereits erwähnt, treten Übungswehen oft früher auf. * **Intensivere Wahrnehmung:** Die Gebärmutter ist bereits gedehnt, was zu einer intensiveren Wahrnehmung der Kontraktionen führen kann. * **Unregelmäßigkeit:** Die Unregelmäßigkeit der Übungswehen kann in der zweiten Schwangerschaft deutlicher ausgeprägt sein.

Es ist wichtig zu beachten, dass jede Schwangerschaft einzigartig ist. Auch wenn du bereits ein Kind hast, kann die zweite Schwangerschaft ganz anders verlaufen. Sprich mit deinem Arzt oder deiner Hebamme über deine individuellen Erfahrungen und Bedenken.

Fazit

Übungswehen sind ein normaler Bestandteil der Schwangerschaft und dienen dazu, die Gebärmutter auf die Geburt vorzubereiten. In der zweiten Schwangerschaft können sie früher und intensiver wahrgenommen werden. Achte auf die Signale deines Körpers und konsultiere im Zweifelsfall immer einen Arzt oder deine Hebamme.

Nutze die Zeit, um dich auf die bevorstehende Geburt vorzubereiten und dich mit deinem wachsenden Bauchgefühl zu verbinden. Jede Schwangerschaft ist ein Wunder und eine besondere Zeit in deinem Leben. Genieße sie!

Wir hoffen, dieser Artikel hat dir geholfen, mehr über Übungswehen in der zweiten Schwangerschaft zu erfahren. Vergiss nicht, dich gut um dich selbst zu kümmern und dich auf die Ankunft deines Babys zu freuen! Du schaffst das!

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