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Ab Welchem Wert Ist Der Blutdruck Zu Niedrig


Ab Welchem Wert Ist Der Blutdruck Zu Niedrig

Ein niedriger Blutdruck, auch Hypotonie genannt, liegt vor, wenn der Blutdruck unterhalb bestimmter Werte sinkt. Er ist definiert als ein systolischer Wert (oberer Wert) unter 90 mmHg und/oder ein diastolischer Wert (unterer Wert) unter 60 mmHg. Aber wann genau ist er besorgniserregend?

Um zu verstehen, ab welchem Wert der Blutdruck zu niedrig ist, muss man sich die einzelnen Aspekte genauer ansehen. Der Blutdruck wird in zwei Werten angegeben: systolisch und diastolisch. Der systolische Wert misst den Druck in den Arterien, wenn das Herz schlägt (sich zusammenzieht). Der diastolische Wert misst den Druck, wenn das Herz sich zwischen den Schlägen entspannt. Beide Werte sind wichtig für die Beurteilung.

Schritt 1: Definition des Grenzwerts. Wie bereits erwähnt, gilt ein Blutdruck von unter 90/60 mmHg im Allgemeinen als zu niedrig. Es gibt aber keine allgemeingültige "Schmerzgrenze." Viele Menschen haben von Natur aus einen niedrigeren Blutdruck und fühlen sich dabei völlig wohl. Entscheidend sind die auftretenden Symptome und die individuelle Krankengeschichte.

Schritt 2: Berücksichtigung individueller Faktoren. Ein gesunder, junger Sportler kann einen Blutdruck von 95/60 mmHg haben und keinerlei Beschwerden verspüren. Für einen älteren Menschen mit Vorerkrankungen kann dieser Wert aber bereits problematisch sein und zu Symptomen wie Schwindel führen. Das Alter, der allgemeine Gesundheitszustand und bestehende Erkrankungen spielen eine wichtige Rolle bei der Beurteilung.

Schritt 3: Symptome erkennen. Ein niedriger Blutdruck wird erst dann wirklich relevant, wenn er Symptome verursacht. Häufige Symptome sind Schwindel, Benommenheit, Schwäche, Müdigkeit, verschwommenes Sehen, Übelkeit und Ohnmachtsanfälle. Wenn diese Symptome auftreten, insbesondere in Verbindung mit einem Blutdruck unter 90/60 mmHg, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Beispiel 1: Eine junge Frau misst ihren Blutdruck und er liegt bei 85/55 mmHg. Sie fühlt sich aber fit und hat keine Beschwerden. In diesem Fall ist der niedrige Blutdruck wahrscheinlich kein Grund zur Sorge, solange keine Symptome auftreten. Regelmäßige Kontrollen sind aber dennoch ratsam.

Beispiel 2: Ein älterer Mann misst seinen Blutdruck und er liegt bei 90/60 mmHg. Er klagt über Schwindel und Benommenheit. Hier ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass der niedrige Blutdruck die Ursache für die Beschwerden ist und ein Arzt konsultiert werden sollte.

Schritt 4: Ursachenforschung. Es ist wichtig, die Ursache für den niedrigen Blutdruck zu ermitteln. Mögliche Ursachen sind Dehydration, bestimmte Medikamente, Herzerkrankungen, hormonelle Störungen oder neurologische Probleme. Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache.

Warum ist das wichtig? Die Kenntnis darüber, ab welchem Wert der Blutdruck zu niedrig ist, ermöglicht es, Symptome frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln. Dies ist besonders wichtig für Menschen mit Vorerkrankungen oder die Medikamente einnehmen, die den Blutdruck beeinflussen können.

Ein praktischer Nutzen ist die Möglichkeit, bei Auftreten von Symptomen den Blutdruck zu messen und die Ergebnisse mit dem Arzt zu besprechen. Dies hilft dem Arzt bei der Diagnose und der Festlegung der geeigneten Behandlung.

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