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Ab Welcher Temperatur Ist Man Unterkühlt


Ab Welcher Temperatur Ist Man Unterkühlt

Unterkühlung (Hypothermie) bedeutet, dass die Körpertemperatur zu niedrig ist. Normalerweise liegt die Körpertemperatur bei etwa 37°C. Bei einer Unterkühlung sinkt sie unter 35°C.

Was passiert bei Unterkühlung?

Der Körper arbeitet hart, um eine konstante Temperatur zu halten. Wenn es kalt ist, zittern wir. Das Zittern erzeugt Wärme. Die Blutgefäße in der Haut ziehen sich zusammen. So wird weniger Wärme an die Umgebung abgegeben. Bei Unterkühlung versagen diese Mechanismen.

Stell dir vor, du bist draußen im Winter ohne warme Kleidung. Dein Körper verliert schnell Wärme. Du beginnst zu zittern. Aber irgendwann ist dein Körper erschöpft. Er kann nicht mehr genug Wärme produzieren. Dann sinkt deine Körpertemperatur. Das ist der Beginn einer Unterkühlung.

Ab welcher Temperatur ist man unterkühlt?

Die Grenze für Unterkühlung liegt bei 35°C Körpertemperatur. Alles darunter gilt als Unterkühlung. Es gibt verschiedene Stadien der Unterkühlung, je nachdem wie tief die Temperatur sinkt.

  • Leichte Unterkühlung: 32°C bis 35°C. Symptome sind Zittern, schneller Herzschlag und schnelle Atmung. Man fühlt sich verwirrt oder desorientiert.
  • Mittlere Unterkühlung: 28°C bis 32°C. Das Zittern kann aufhören. Muskeln werden steif. Die Atmung verlangsamt sich. Man ist noch verwirrter und kann sich unkoordinert bewegen.
  • Schwere Unterkühlung: Unter 28°C. Bewusstlosigkeit, sehr langsame Atmung und schwacher Puls. Lebensgefahr!

Wie misst man die Körpertemperatur richtig?

Am genauesten misst man die Körpertemperatur im After (rektal). Man kann auch unter der Zunge (oral) oder unter dem Arm (axillar) messen. Ohrthermometer sind auch möglich, aber nicht immer so präzise.

Wenn du den Verdacht auf Unterkühlung hast, ist es wichtig, die Temperatur zu messen. Notiere die gemessene Temperatur und gib sie dem Notarzt an, wenn du ihn rufst.

Wer ist gefährdet?

Jeder kann unterkühlt werden. Aber manche Menschen sind gefährdeter als andere:

  • Ältere Menschen: Sie haben oft Schwierigkeiten, ihre Körpertemperatur zu regulieren.
  • Babys und Kleinkinder: Sie verlieren schnell Wärme.
  • Menschen mit bestimmten Erkrankungen: Zum Beispiel Herzkrankheiten, Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen.
  • Menschen, die Alkohol oder Drogen konsumiert haben: Alkohol erweitert die Blutgefäße. Das führt zu Wärmeverlust.
  • Obdachlose: Sie sind oft der Kälte ungeschützt ausgesetzt.
  • Sportler, die lange im Freien aktiv sind: Besonders bei kaltem und nassem Wetter.

Was tun bei Unterkühlung?

Es ist wichtig, schnell zu handeln. Rufe sofort den Notarzt (112). Warme, trockene Kleidung anziehen. Wenn die Person wach ist, gib ihr etwas Warmes zu trinken (keinen Alkohol!). Vermeide es, die Person zu reiben oder zu massieren. Das kann zu Herzproblemen führen.

Bringe die Person in einen warmen Raum. Wickle sie in Decken ein. Achte besonders auf Kopf, Hals und Leisten. Das sind Bereiche, in denen der Körper viel Wärme verliert.

Vorbeugung ist wichtig!

Am besten ist es, Unterkühlung zu vermeiden. Trage warme Kleidung, besonders bei kaltem und nassem Wetter. Vermeide es, lange im Freien zu sein. Iss und trinke regelmäßig, um deinen Körper mit Energie zu versorgen. Vermeide Alkohol und Drogen.

Denke daran: Eine Körpertemperatur unter 35°C ist ein Warnsignal. Handle schnell, um schlimmere Folgen zu vermeiden. Die Unterkühlung ist ein medizinischer Notfall, der lebensbedrohlich sein kann.

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