Ab Wieviel Prozent Stenose Stent
Was ist eine Stenose?
Eine Stenose ist eine Verengung. Sie tritt in Blutgefäßen auf. Dies betrifft oft die Koronararterien, die das Herz versorgen.
Die Verengung entsteht durch Ablagerungen. Diese Ablagerungen nennt man Plaque. Plaque besteht aus Cholesterin, Fett und anderen Substanzen. Die Plaquebildung wird auch als Arteriosklerose bezeichnet.
Was ist ein Stent?
Ein Stent ist ein kleines, drahtgeflechtartiges Röhrchen. Es wird in ein verengtes Blutgefäß eingesetzt. Der Stent hält das Gefäß offen.
Es gibt verschiedene Arten von Stents. Man unterscheidet zwischen Bare-Metal-Stents und Drug-Eluting-Stents (DES). DES geben Medikamente ab. Diese Medikamente verhindern erneute Verengungen.
Ab wann ist ein Stent notwendig?
Die Entscheidung für einen Stent hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören das Ausmaß der Stenose und die Symptome des Patienten. Auch die allgemeine Gesundheit spielt eine Rolle.
Eine Stenose wird in Prozent angegeben. Sie beschreibt, wie stark das Blutgefäß verengt ist. Eine 50-prozentige Stenose bedeutet, dass der Gefäßdurchmesser um die Hälfte reduziert ist. Die Symptome des Patienten werden berücksichtigt. Treten keine Symptome auf, wird möglicherweise kein Stent benötigt.
In der Regel wird ab einer Stenose von 70 Prozent über einen Stent nachgedacht. Dies gilt vor allem, wenn Symptome wie Brustschmerzen (Angina pectoris) auftreten. Auch Luftnot bei Belastung kann ein Hinweis sein.
Faktoren, die die Entscheidung beeinflussen
Neben dem Grad der Stenose spielen weitere Faktoren eine Rolle. Die Lage der Stenose ist wichtig. Eine Stenose im Hauptstamm der linken Koronararterie (Left Main) ist kritischer. Diese Stenose muss meist früher behandelt werden. Auch der allgemeine Zustand des Herzens wird berücksichtigt.
Die Behandlung hängt von der Anzahl der betroffenen Gefäße ab. Sind mehrere Gefäße betroffen, kann eine Bypass-Operation die bessere Option sein. Dies wird in einem Team aus Kardiologen und Herzchirurgen entschieden.
Wie wird eine Stenose festgestellt?
Es gibt verschiedene Methoden, um eine Stenose festzustellen. Eine häufige Methode ist die Koronarangiographie. Dabei wird ein Kontrastmittel in die Herzkranzgefäße gespritzt. Anschließend werden Röntgenaufnahmen gemacht.
Eine weitere Methode ist die CT-Angiographie. Hierbei wird ein Computertomograph verwendet. Auch hier wird Kontrastmittel benötigt. Die CT-Angiographie ist weniger invasiv als die Koronarangiographie.
Auch eine Belastungsuntersuchung kann Hinweise geben. Dabei wird das Herz unter Belastung untersucht. Ein EKG wird während der Belastung aufgezeichnet. Treten Veränderungen auf, kann dies auf eine Durchblutungsstörung hindeuten.
Was passiert nach der Stentimplantation?
Nach der Stentimplantation ist eine medikamentöse Therapie notwendig. Diese Therapie beinhaltet in der Regel Blutverdünner. Blutverdünner verhindern, dass sich Blutgerinnsel im Stent bilden.
Die Lebensweise sollte angepasst werden. Eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung sind wichtig. Auch das Rauchen sollte eingestellt werden. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind notwendig.
Die Nachsorge ist wichtig, um erneute Verengungen zu verhindern. Auch die Einnahme der Medikamente ist entscheidend. Bei Beschwerden sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.
