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Angst Krank Zu Sein Symptome


Angst Krank Zu Sein Symptome

Angst krank zu sein (Krankheitsangst oder Hypochondrie) ist eine übermäßige Sorge, krank zu sein oder eine ernste Krankheit zu entwickeln. Diese Angst ist stärker als normale Besorgnis um die Gesundheit.

Was bedeutet das genau?

Es bedeutet nicht, dass man sich einfach Sorgen um seine Gesundheit macht. Jeder achtet darauf, ob er sich gut fühlt oder nicht. Krankheitsangst geht aber viel weiter. Sie ist eine starke und dauerhafte Angst. Diese Angst beeinträchtigt das tägliche Leben.

Übermäßige Sorge: Die Sorge ist unverhältnismäßig. Eine kleine Erkältung wird als tödliche Krankheit interpretiert. Ein harmloser Hautfleck wird als Krebs gedeutet.

Krank zu sein oder zu entwickeln: Die Angst bezieht sich entweder auf eine aktuelle, vermeintliche Krankheit oder auf die zukünftige Entwicklung einer Krankheit.

Stärker als normale Besorgnis: Jemand mit Krankheitsangst verbringt viel Zeit mit der Sorge. Er oder sie beschäftigt sich ständig mit Symptomen, Arztbesuchen und Informationen über Krankheiten.

Symptome der Krankheitsangst

Die Symptome können vielfältig sein. Sie umfassen sowohl körperliche als auch psychische Aspekte.

Körperliche Symptome (oft eingebildet)

Viele Betroffene interpretieren normale Körperempfindungen als Krankheitszeichen. Zum Beispiel:

  • Kopfschmerzen: Sofortige Angst vor einem Gehirntumor.
  • Herzklopfen: Panik, einen Herzinfarkt zu erleiden.
  • Hautveränderungen: Furcht vor Hautkrebs.
  • Magenbeschwerden: Angst vor einer schweren Darmerkrankung.

Es ist wichtig zu betonen, dass diese Symptome oft psychisch bedingt sind. Die Angst selbst kann körperliche Beschwerden auslösen.

Psychische Symptome

  • Ständige Sorge: Das Leben dreht sich um die Angst vor Krankheit.
  • Übermäßige Beschäftigung mit dem Körper: Ständiges Abtasten, Beobachten und Messen von Körperfunktionen (Puls, Temperatur, etc.).
  • Vermeidung: Krankenhäuser, Arztpraxen, Berichte über Krankheiten werden gemieden. Manchmal auch der Kontakt zu kranken Menschen.
  • Kontrollverhalten: Häufige Arztbesuche, um sich zu versichern, dass alles in Ordnung ist. Oder ständige Internetrecherche nach Symptomen.
  • Angstzustände und Panikattacken: Die Angst kann so stark werden, dass sie zu Panikattacken führt.
  • Depressive Verstimmungen: Die ständige Sorge und Belastung können zu Depressionen führen.

Beispiele aus dem Alltag

Beispiel 1: Frau Müller hat leichte Kopfschmerzen. Sie googelt ihre Symptome und liest von einem Hirntumor. Sofort ist sie überzeugt, dass sie Krebs hat. Sie vereinbart mehrere Arzttermine und lässt sich gründlich untersuchen, obwohl die Ärzte ihr versichern, dass alles in Ordnung ist. Die Angst bleibt bestehen.

Beispiel 2: Herr Schmidt hat einen kleinen Hautfleck entdeckt. Er ist überzeugt, dass es sich um Hautkrebs handelt. Er verbringt Stunden im Internet, um Bilder von Hautkrebs zu vergleichen. Er vermeidet es, in die Sonne zu gehen und trägt ständig Sonnencreme. Er geht alle paar Wochen zum Hautarzt, um sich untersuchen zu lassen, obwohl der Arzt sagt, dass der Fleck harmlos ist.

Wann sollte man Hilfe suchen?

Wenn die Angst vor Krankheit das tägliche Leben beeinträchtigt, ist es wichtig, professionelle Hilfe zu suchen. Das bedeutet, wenn die Angst:

  • Einen Großteil des Tages einnimmt.
  • Die Arbeit, die Beziehungen oder andere wichtige Aktivitäten beeinträchtigt.
  • Zu ständiger Anspannung, Reizbarkeit oder Schlafstörungen führt.

Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, wie z.B. Psychotherapie (insbesondere Verhaltenstherapie) und Medikamente. Eine frühzeitige Behandlung kann helfen, die Angst zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern.

Wichtig: Krankheitsangst ist behandelbar. Es ist kein Zeichen von Schwäche, Hilfe zu suchen.

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