Anionische Hydrophile Creme Dab Zusammensetzung
Anionische hydrophile Creme DAB ist eine Creme-Grundlage, die in der Pharmazie und Kosmetik häufig verwendet wird. Sie ist eine Mischung aus verschiedenen Substanzen, die zusammen eine emulgierende und feuchtigkeitsspendende Wirkung haben. "Anionisch" bedeutet, dass die Emulgatoren negativ geladen sind. "Hydrophil" bedeutet, dass die Creme Wasser anzieht und gut mit Wasser mischbar ist.
Bestandteile der Anionischen hydrophilen Creme DAB
Die genaue Zusammensetzung ist im Deutschen Arzneibuch (DAB) festgelegt, daher der Name "Anionische hydrophile Creme DAB". Die wichtigsten Bestandteile sind:
- Gereinigtes Wasser: Dient als Lösungsmittel und sorgt für die richtige Konsistenz der Creme. Es ist der grösste Anteil der Creme.
- Dickflüssiges Paraffin: Ein fettender Bestandteil, der die Haut geschmeidig macht und vor Austrocknung schützt. Es bildet einen leichten, okklusiven Film.
- Weisses Vaselin: Ähnlich wie dickflüssiges Paraffin, dient es als okklusiver und schützender Bestandteil. Es verhindert den Feuchtigkeitsverlust der Haut.
- Cetylstearylalkohol: Ein Emulgator und Konsistenzgeber. Er hilft, Wasser und Öl miteinander zu verbinden und verleiht der Creme Stabilität.
- Emulgierender Cetylstearylalkohol (Typ A): Dieser spezielle Emulgator ist der anionische Bestandteil der Creme. Er sorgt dafür, dass sich Wasser und Öl nicht trennen und stabilisiert die Emulsion.
- Sorbinsäure: Ein Konservierungsmittel, das das Wachstum von Mikroorganismen (Bakterien, Pilze) in der Creme hemmt und sie somit länger haltbar macht.
- Kaliumsorbat: Ein weiteres Konservierungsmittel, oft in Kombination mit Sorbinsäure verwendet, um die Wirksamkeit zu erhöhen.
Wie wirken die Bestandteile zusammen?
Die verschiedenen Bestandteile der Anionischen hydrophilen Creme DAB arbeiten synergistisch, um eine stabile und wirksame Creme zu erzeugen. Das Wasser sorgt für die Feuchtigkeit. Die Fette (Paraffin und Vaselin) schützen die Haut und machen sie geschmeidig. Die Emulgatoren (Cetylstearylalkohol und emulgierender Cetylstearylalkohol) verbinden Wasser und Öl miteinander, sodass eine homogene Mischung entsteht. Die Konservierungsmittel verhindern, dass die Creme verdirbt.
Stell dir vor, du machst Salatdressing: Öl und Essig trennen sich normalerweise. Ein Emulgator, wie Senf, hilft, sie zu verbinden. In der Creme sind die Emulgatoren wie der Senf, die das Wasser und die Fette dauerhaft verbinden.
Anwendungsgebiete
Die Anionische hydrophile Creme DAB wird oft als Grundlage für Rezepturen in der Apotheke verwendet. Das bedeutet, dass Wirkstoffe (z.B. Medikamente) in die Creme eingearbeitet werden können. Sie kann aber auch pur als feuchtigkeitsspendende und schützende Creme verwendet werden, besonders bei trockener und empfindlicher Haut. Sie ist gut verträglich und eignet sich für viele Hauttypen.
Beispiele für Anwendungen:
- Als Grundlage für Kortikosteroid-Cremes bei Ekzemen.
- Zur Pflege trockener Haut an Händen und Füssen.
- Als Basis für Salicylsäure-Cremes bei Akne.
- Als Grundlage für individuell angefertigte Cremes mit speziellen Wirkstoffen.
Vorteile der Anionischen hydrophilen Creme DAB
Die Anionische hydrophile Creme DAB hat mehrere Vorteile:
- Gut verträglich: Sie ist in der Regel gut verträglich, auch bei empfindlicher Haut.
- Vielseitig einsetzbar: Sie kann pur oder als Grundlage für Rezepturen verwendet werden.
- Feuchtigkeitsspendend und schützend: Sie spendet Feuchtigkeit und schützt die Haut vor Austrocknung.
- Standardisierte Zusammensetzung: Die genaue Zusammensetzung ist im DAB festgelegt, was für eine gleichbleibende Qualität sorgt.
Worauf muss man achten?
Obwohl die Anionische hydrophile Creme DAB in der Regel gut verträglich ist, können in seltenen Fällen allergische Reaktionen auf einen der Bestandteile auftreten. Wenn du eine Allergie gegen einen der Inhaltsstoffe hast, solltest du die Creme nicht verwenden. Auch bei sehr fettiger Haut kann die Creme zu reichhaltig sein.
Achte darauf, die Creme kühl und trocken zu lagern, um die Haltbarkeit zu gewährleisten. Nach dem Öffnen sollte die Creme innerhalb eines bestimmten Zeitraums aufgebraucht werden, der auf der Verpackung angegeben ist.
