Auf Steißbein Gefallen Wann Zum Arzt
Was passiert, wenn man auf das Steißbein fällt? Autsch! Das Steißbein, auch Os coccygis genannt, ist das kleine Knöchelchen ganz am Ende deiner Wirbelsäule. Es ist wie ein kleiner Schwanzansatz, der aber keine Funktion mehr als Schwanz hat, sondern hauptsächlich als Ansatzpunkt für Muskeln und Bänder dient.
Was ist es genau? Stell dir vor, deine Wirbelsäule ist eine lange Kette von Knochen. Das Steißbein ist das letzte, kleinste Glied dieser Kette. Es besteht meistens aus drei bis fünf miteinander verwachsenen Wirbeln. Manchmal kann es sich anfühlen, als wäre es nur ein einzelner Knochen, aber es ist in Wirklichkeit eine Mini-Wirbelsäule für sich.
Wie funktioniert das Ganze? Wenn du hinfällst, kann die Aufprallenergie direkt auf das Steißbein wirken. Da es sich am Ende der Wirbelsäule befindet, ist es besonders anfällig für Verletzungen. Denk an ein Lineal, das du auf den Tisch legst und dann auf das Ende drückst. Das andere Ende kann sich nach oben biegen. Ähnlich kann das Steißbein durch den Aufprall gestaucht, geprellt oder sogar gebrochen werden.
Warum ist das wichtig? Ein Sturz auf das Steißbein kann sehr schmerzhaft sein. Der Schmerz kann direkt nach dem Sturz auftreten, aber auch erst einige Tage später. Er kann beim Sitzen, Aufstehen, Gehen, beim Stuhlgang oder sogar beim Husten oder Niesen schlimmer werden. Der Bereich um das Steißbein kann auch druckempfindlich, geschwollen und blau sein.
Wann sollte man zum Arzt? Es ist wichtig, einen Arzt aufzusuchen, wenn die Schmerzen sehr stark sind und nicht besser werden. Wenn du Schwierigkeiten hast, zu sitzen oder zu gehen, oder wenn du Taubheitsgefühle oder Kribbeln in den Beinen hast, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Das gleiche gilt, wenn du Blut im Stuhl hast oder Schwierigkeiten hast, deinen Stuhlgang zu kontrollieren.
Hier sind einige konkrete Situationen, in denen ein Arztbesuch ratsam ist:
- Starke, anhaltende Schmerzen, die nicht auf Schmerzmittel ansprechen.
- Schwierigkeiten beim Sitzen, Stehen oder Gehen.
- Taubheitsgefühl oder Kribbeln in den Beinen oder im Gesäßbereich.
- Blut im Stuhl oder Schwierigkeiten bei der Stuhlkontrolle.
- Anzeichen einer Infektion, wie Rötung, Schwellung oder Fieber.
Der Arzt kann dann eine körperliche Untersuchung durchführen und gegebenenfalls Röntgenaufnahmen machen, um die Ursache der Schmerzen festzustellen. Die Behandlung hängt dann von der Art der Verletzung ab. Sie kann von einfachen Maßnahmen wie Schmerzmitteln und Eispackungen bis hin zu Physiotherapie oder in seltenen Fällen einer Operation reichen.
Was kannst du selbst tun? Ruhe, Kühlung und Schmerzmittel können helfen, die Beschwerden zu lindern. Spezielle Sitzkissen mit einem Loch in der Mitte können den Druck auf das Steißbein verringern. Versuche, langes Sitzen zu vermeiden und dich regelmäßig zu bewegen. In den meisten Fällen heilt eine Steißbeinprellung oder ein kleiner Bruch von selbst wieder aus, aber es braucht Geduld!
Denke daran: Ein Sturz auf das Steißbein ist schmerzhaft, aber in den meisten Fällen nicht gefährlich. Achte auf deinen Körper und suche einen Arzt auf, wenn du dir Sorgen machst. Vorbeugen ist besser als Heilen – also pass beim Sport, beim Inlineskaten oder einfach beim Spazierengehen gut auf!
