Augen Schließen Nicht Richtig Beim Schlafen
Was bedeutet es, wenn deine Augen beim Schlafen nicht richtig schließen? Das nennt man Lagophthalmus nocturnus. Es ist, als ob deine Augenlider einen kleinen Spalt offen lassen, während du schläfst. Das kann verschiedene Ursachen haben und unangenehm sein.
Warum schließen sich die Augen nicht richtig?
Es gibt mehrere Gründe für Lagophthalmus nocturnus. Hier sind ein paar häufige Ursachen:
- Nervenschäden: Der Nerv, der deine Gesichtsmuskeln steuert (der Gesichtsnerv), kann beschädigt sein. Stell dir vor, er ist wie ein Kabel, das nicht richtig funktioniert. Das kann es schwierig machen, die Augenlider vollständig zu schließen.
- Augenlidanomalien: Manchmal haben die Augenlider selbst ein Problem. Zum Beispiel, wenn sie zu kurz sind oder nicht richtig geformt.
- Operationen: Nach einer Augenlidoperation (Blepharoplastik) kann es vorübergehend oder dauerhaft zu Schwierigkeiten beim Schließen der Augen kommen.
- Schwellungen: Schwellungen im Gesicht, beispielsweise nach einer Verletzung, können das vollständige Schließen der Augenlider verhindern.
- Trockene Augen: Ironischerweise können trockene Augen dazu führen, dass man versucht, sie nicht ganz zu schließen, um sie feucht zu halten. Das ist aber nicht die beste Lösung!
Was passiert, wenn die Augen nicht richtig geschlossen sind?
Wenn deine Augen nachts nicht ganz geschlossen sind, kann das zu einigen Problemen führen:
- Trockene Augen: Das ist das Hauptproblem. Die Augenoberfläche trocknet aus, weil sie nicht durch das Augenlid befeuchtet wird.
- Reizung und Rötung: Die trockenen Augen werden gereizt und rot.
- Sandkorngefühl: Es fühlt sich an, als hättest du Sand in den Augen.
- Verschwommenes Sehen: Durch die Trockenheit kann deine Sicht verschwommen sein.
- Entzündungen: In schweren Fällen kann es zu Entzündungen der Hornhaut (Keratitis) kommen.
Was kann man dagegen tun?
Gute Nachrichten! Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Lagophthalmus nocturnus zu behandeln:
- Künstliche Tränen: Benutze tagsüber und besonders vor dem Schlafengehen Augentropfen oder Gels, um deine Augen feucht zu halten. Stell dir vor, du gibst deinen Augen einen Schluck Wasser.
- Augensalbe: Vor dem Schlafengehen kannst du eine dickere Augensalbe auftragen. Sie bleibt länger auf dem Auge und schützt es die ganze Nacht.
- Feuchtigkeitskammer: Spezielle Schlafbrillen, die eine feuchte Kammer um die Augen bilden, können helfen.
- Gewichte für die Augenlider: Kleine, leichte Gewichte, die am Augenlid befestigt werden, können helfen, es geschlossen zu halten.
- Chirurgische Behandlung: In seltenen Fällen ist eine Operation notwendig, um das Augenlid zu korrigieren. Das ist aber meistens nur bei schweren Fällen notwendig.
Wann sollte man zum Arzt?
Wenn du vermutest, dass du Lagophthalmus nocturnus hast, solltest du einen Augenarzt aufsuchen. Er kann die Ursache feststellen und die richtige Behandlung empfehlen. Besonders wichtig ist es, zum Arzt zu gehen, wenn:
- Deine Augen ständig gereizt und rot sind.
- Du ein starkes Sandkorngefühl hast.
- Deine Sicht verschwommen ist.
- Du Schmerzen in den Augen hast.
Denke daran, dass trockene Augen nicht harmlos sind. Unbehandelt können sie zu ernsthaften Problemen führen. Also, kümmere dich gut um deine Augen und sorge dafür, dass sie beim Schlafen gut geschützt sind!
Ein kleines Beispiel:
Stell dir vor, du bist eine Pflanze. Wenn du nicht genug Wasser bekommst, welkst du. Genauso ist es mit deinen Augen. Wenn sie nicht genug Feuchtigkeit bekommen, fühlen sie sich unangenehm an und können sogar Schaden nehmen. Also, sorge dafür, dass deine Augen die Feuchtigkeit bekommen, die sie brauchen, besonders nachts!
