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Befristeten Arbeitsvertrag Kündigen Wegen Neuer Job


Befristeten Arbeitsvertrag Kündigen Wegen Neuer Job

Was bedeutet eigentlich ein befristeter Arbeitsvertrag? Ganz einfach: Es ist ein Arbeitsvertrag, der von vornherein auf eine bestimmte Zeit begrenzt ist. Das genaue Enddatum steht also schon fest. Dieser Vertrag endet automatisch mit Ablauf der vereinbarten Frist, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Aber was passiert, wenn du während dieser Zeit ein besseres Jobangebot bekommst? Darum geht es hier.

Kündigung eines befristeten Arbeitsvertrags wegen neuem Job: Geht das überhaupt? Grundsätzlich ist das während der Laufzeit nicht so einfach möglich. Ein befristeter Arbeitsvertrag ist dazu da, die vereinbarte Arbeitsleistung für die gesamte Vertragsdauer sicherzustellen. Eine ordentliche Kündigung, wie man sie von unbefristeten Verträgen kennt, ist in der Regel ausgeschlossen.

Die Ausnahme: Die Kündigungsklausel. Ob du deinen befristeten Vertrag vorzeitig beenden kannst, hängt maßgeblich von einer Klausel im Arbeitsvertrag ab. Steht dort, dass eine Kündigung innerhalb einer bestimmten Frist möglich ist (eine sogenannte Kündigungsklausel), dann hast du Glück. Lies deinen Vertrag genau durch! Fehlt diese Klausel, sieht es leider schlechter aus.

Was, wenn keine Kündigungsklausel vorhanden ist? Dann bleibt dir im Wesentlichen die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung. Diese ist aber nur unter ganz bestimmten Umständen möglich, nämlich wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Ein neuer Job ist in der Regel kein solcher wichtiger Grund. Es müssen schon schwerwiegende Gründe vorliegen, beispielsweise wenn dein Arbeitgeber seine Pflichten massiv verletzt (z.B. keine Gehaltszahlung).

Einvernehmliche Aufhebung: Die beste Lösung. Die eleganteste und oft beste Lösung ist, mit deinem Arbeitgeber zu sprechen und eine einvernehmliche Aufhebung des Vertrages zu vereinbaren. Erkläre deine Situation offen und ehrlich. Vielleicht hat dein Arbeitgeber Verständnis und ist bereit, dich vorzeitig aus dem Vertrag zu entlassen. Dies wird oft als Aufhebungsvertrag bezeichnet.

Der Aufhebungsvertrag: Was ist zu beachten? In einem Aufhebungsvertrag werden die Bedingungen der Vertragsauflösung festgehalten. Dazu gehören beispielsweise der Zeitpunkt des Ausscheidens, eventuelle Abfindungszahlungen oder die Regelung von Urlaubsansprüchen. Lass dich gegebenenfalls rechtlich beraten, bevor du einen Aufhebungsvertrag unterschreibst. So stellst du sicher, dass deine Interessen gewahrt werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Überprüfe zuerst deinen Arbeitsvertrag auf eine Kündigungsklausel. Fehlt diese, versuche, mit deinem Arbeitgeber eine einvernehmliche Lösung zu finden. Eine außerordentliche Kündigung ist nur in Ausnahmefällen möglich. Im Idealfall sorgst du bei zukünftigen befristeten Verträgen dafür, dass eine Kündigungsklausel enthalten ist. So bist du flexibler, falls sich eine bessere berufliche Chance ergibt.

Praktische Anwendung: Stell dir vor, du hast einen befristeten Arbeitsvertrag für ein Jahr. Nach sechs Monaten erhältst du ein Jobangebot, das du nicht ausschlagen kannst. Du schaust in deinen Vertrag und findest keine Kündigungsklausel. Dein nächster Schritt ist, das Gespräch mit deinem Chef zu suchen und zu erklären, warum du gehen möchtest. Vielleicht einigen ihr euch auf einen Aufhebungsvertrag, der es dir ermöglicht, den neuen Job anzutreten, ohne rechtliche Konsequenzen zu fürchten.

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