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Bei Geschlossenen Augen Blitze Sehen


Bei Geschlossenen Augen Blitze Sehen

Bei geschlossenen Augen Blitze sehen, auch Phosphene genannt, beschreibt das Wahrnehmen von Licht, obwohl kein tatsächliches Licht in die Augen gelangt. Es ist wie das Sehen von Sternen oder Blitzen, wenn man die Augen fest schliesst.

Was sind Phosphene genau?

Phosphene sind visuelle Eindrücke, die durch Stimulation der Netzhaut oder des Gehirns entstehen. Diese Stimulation kann verschiedene Ursachen haben, wie z.B. Druck, Magnetfelder oder elektrische Stimulation. Stell dir vor, du reibst dir fest die Augen. Die daraus resultierende Druck auf die Augen erzeugt oft Phosphene.

Wie entstehen Phosphene?

Es gibt mehrere Mechanismen, die zur Entstehung von Phosphenen beitragen können:

  • Druck auf die Augen: Wenn man Druck auf die Augen ausübt, werden die Rezeptoren in der Netzhaut, die normalerweise auf Licht reagieren, mechanisch stimuliert. Das Gehirn interpretiert diese Stimulation als Licht. Denk an das Beispiel vom Augenreiben.
  • Elektrische Stimulation: Elektrische Impulse können die Nervenzellen im Gehirn, die für das Sehen zuständig sind, aktivieren. Dies führt zu visuellen Empfindungen, auch ohne Licht.
  • Magnetische Stimulation: Ähnlich wie bei der elektrischen Stimulation können Magnetfelder die Hirnaktivität beeinflussen und Phosphene auslösen.
  • Stoffwechselprozesse: Manchmal können Stoffwechselveränderungen im Körper, wie z.B. bei Migräne oder niedrigem Blutzucker, zu Phosphenen führen.
  • Spontane neuronale Aktivität: Auch ohne äußere Reize können Nervenzellen im Gehirn spontan aktiv werden und so visuelle Eindrücke erzeugen.

Verschiedene Arten von Phosphenen

Es gibt verschiedene Arten von Phosphenen, die sich in ihrer Form, Farbe und Dauer unterscheiden können:

  • Druckphosphene: Diese entstehen durch Druck auf die Augen und sind oft kurzlebig und erscheinen als helle Flecken oder Kreise.
  • Magnetophosphene: Diese werden durch Magnetfelder ausgelöst und können komplexere Formen haben.
  • Entoptische Phänomene: Das sind keine echten Phosphene, sondern visuelle Erscheinungen, die durch Strukturen innerhalb des Auges selbst entstehen, z.B. durch Trübungen des Glaskörpers ("Mouches volantes" oder "Fliegende Mücken").

Sind Phosphene gefährlich?

In den meisten Fällen sind Phosphene harmlos und kein Grund zur Sorge. Sie sind eine normale Reaktion des Körpers auf bestimmte Reize. Allerdings sollten wiederholt auftretende Phosphene, die nicht durch offensichtliche Ursachen wie Druck oder Reibung erklärt werden können, von einem Arzt abgeklärt werden. Insbesondere wenn sie mit anderen Symptomen wie Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Schwindel einhergehen. In seltenen Fällen können sie ein Anzeichen für eine zugrunde liegende Erkrankung sein, wie z.B. Migräne, Netzhautablösung oder neurologische Probleme. Ein Arztbesuch kann helfen, die Ursache zu finden und zu behandeln.

Phosphene im Alltag

Viele Menschen erleben Phosphene im Alltag, ohne sich dessen bewusst zu sein. Zum Beispiel:

  • Nach dem Aufstehen aus dem Liegen, wenn sich das Blut im Körper neu verteilt.
  • Beim Niesen oder Husten.
  • Nach starker körperlicher Anstrengung.

Diese sind in der Regel kurzlebig und unproblematisch.

Zusammenfassung

Phosphene sind das Sehen von Licht ohne tatsächliches Licht. Sie entstehen durch die Stimulation der Netzhaut oder des Gehirns. In den meisten Fällen sind sie harmlos, aber bei häufigem Auftreten ohne erkennbare Ursache sollte man einen Arzt konsultieren. Es ist ein faszinierendes Phänomen, das zeigt, wie komplex unser Sehsinn funktioniert.

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