Blitze Im Auge Seitlich Im Dunkeln
Was bedeutet "Blitze im Auge seitlich im Dunkeln"? Es beschreibt das Sehen von plötzlichen, hellen Lichtblitzen im seitlichen Gesichtsfeld, besonders in dunkler Umgebung. Diese Blitze sind nicht externe Lichtquellen, sondern entstehen innerhalb des Auges.
Wie entstehen diese Blitze?
Die Ursache liegt meistens in der Netzhaut. Die Netzhaut ist eine dünne Schicht an der Rückseite des Auges. Sie wandelt Licht in elektrische Signale um, die dann ans Gehirn gesendet werden. Verschiedene Dinge können die Netzhaut reizen:
- Zug am Glaskörper: Der Glaskörper ist eine gelartige Substanz, die das Innere des Auges ausfüllt. Mit zunehmendem Alter schrumpft der Glaskörper oft und kann an der Netzhaut ziehen. Dieser Zug kann die Netzhaut stimulieren und Blitze verursachen. Stell dir vor, du ziehst leicht an einem Kabel, das an einer Lampe befestigt ist. Das kann kurzzeitig einen Funken auslösen.
- Netzhautablösung: In seltenen Fällen kann der Zug des Glaskörpers zu einem Riss in der Netzhaut führen. Noch seltener kann sich die Netzhaut sogar ablösen. Eine Netzhautablösung ist ein Notfall und muss sofort behandelt werden.
- Entzündungen: Entzündungen im Auge können ebenfalls die Netzhaut reizen und Blitze verursachen.
- Migräne mit Aura: Manche Menschen erleben vor oder während einer Migräne sogenannte "Auren". Diese können sich als flackernde Lichter, Zickzacklinien oder auch als Blitze im Gesichtsfeld äußern. Diese Blitze sind neurologischen Ursprungs und nicht unbedingt mit der Netzhaut verbunden.
Warum treten die Blitze im Dunkeln auf?
Die Blitze fallen im Dunkeln stärker auf, weil die Pupillen sich weiten, um mehr Licht einzufangen. Dadurch wird das gesamte Gesichtsfeld, inklusive der Bereiche, in denen die Netzhaut gereizt ist, stärker wahrgenommen. In hellem Licht sind die Pupillen kleiner, und die Blitze können weniger deutlich oder gar nicht sichtbar sein.
Was sind die Symptome?
Die Symptome können variieren, aber typisch sind:
- Plötzliche, kurze Lichtblitze im seitlichen Gesichtsfeld.
- Die Blitze treten vor allem bei Dunkelheit oder in der Dämmerung auf.
- Manchmal werden die Blitze von "Mouches volantes" begleitet. Das sind kleine, dunkle Punkte oder Fäden, die im Gesichtsfeld herumschwimmen.
- Bei einer Netzhautablösung kann es zu einem "Vorhang" kommen, der sich über das Gesichtsfeld legt.
Wann sollte man zum Arzt?
Gehen Sie sofort zum Augenarzt, wenn:
- Die Blitze plötzlich und häufig auftreten.
- Die Blitze von einem Schatten oder Vorhang im Gesichtsfeld begleitet werden.
- Sie eine Zunahme von "Mouches volantes" bemerken.
- Sie einen Sehverlust feststellen.
Auch wenn die Blitze nur gelegentlich auftreten und keine weiteren Beschwerden verursachen, ist eine augenärztliche Untersuchung ratsam, um die Ursache abzuklären und eine Netzhautablösung auszuschließen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung kann schwerwiegende Folgen verhindern.
Was passiert beim Arzt?
Der Augenarzt wird eine gründliche Augenuntersuchung durchführen. Dazu gehört in der Regel:
- Die Überprüfung der Sehschärfe.
- Die Messung des Augeninnendrucks.
- Die Untersuchung des Augenhintergrundes mit geweiteten Pupillen (Mydriasis).
Durch die Untersuchung des Augenhintergrundes kann der Arzt die Netzhaut beurteilen und eventuelle Risse oder Ablösungen erkennen.
Behandlung
Die Behandlung hängt von der Ursache der Blitze ab. Wenn ein Zug am Glaskörper die Ursache ist, ist oft keine Behandlung notwendig. Bei einem Netzhautriss oder einer Netzhautablösung ist in der Regel eine Laserbehandlung oder eine Operation erforderlich, um die Netzhaut wieder anzulegen. Bei Entzündungen werden entzündungshemmende Medikamente eingesetzt.
Wichtig: Ignorieren Sie Blitze im Auge nicht. Eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung kann Ihre Sehkraft retten.
