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Blut Im Urin Bei Blasenentzündung


Blut Im Urin Bei Blasenentzündung

Blut im Urin bei Blasenentzündung: Ein Überblick

Eine Blasenentzündung, auch Zystitis genannt, ist eine häufige Infektion der Harnblase. Sie wird meistens durch Bakterien verursacht. Diese Bakterien gelangen oft über die Harnröhre in die Blase. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Das liegt an ihrer kürzeren Harnröhre.

Eines der beunruhigendsten Symptome einer Blasenentzündung kann Blut im Urin, auch Hämaturie genannt, sein. Das Vorhandensein von Blut kann Betroffene stark verunsichern. Es ist aber in vielen Fällen ein typisches, wenn auch unangenehmes Begleitsymptom.

Was bedeutet Blut im Urin?

Hämaturie bedeutet, dass sich rote Blutkörperchen im Urin befinden. Es gibt zwei Arten: Makrohämaturie und Mikrohämaturie. Bei der Makrohämaturie ist das Blut mit bloßem Auge sichtbar. Der Urin kann rosa, rot oder bräunlich gefärbt sein. Bei der Mikrohämaturie ist das Blut nur unter dem Mikroskop nachweisbar.

Bei einer Blasenentzündung kommt das Blut typischerweise von der entzündeten Blasenschleimhaut. Die Entzündung verursacht Reizungen und kleine Verletzungen. Diese Verletzungen führen dann zur Blutung.

Ursachen von Blut im Urin bei Blasenentzündung

Die häufigste Ursache für Blut im Urin bei einer Blasenentzündung ist die bakterielle Infektion selbst. Die Bakterien greifen die Blasenschleimhaut an. Dies führt zu einer Entzündung und Reizung. Infolgedessen können kleine Blutgefäße platzen. Dadurch gelangt Blut in den Urin. Auch eine starke Reizung durch Medikamente, wie z.B. bestimmte Schmerzmittel, kann die Blase schädigen und Blutungen verursachen.

Eine weitere Ursache kann eine sehr starke oder chronische Blasenentzündung sein. In solchen Fällen kann die Entzündung tiefer in die Blasenschicht eindringen. Dies führt zu stärkeren Blutungen. Auch Blasensteine, die die Blasenschleimhaut reizen, können Blut im Urin verursachen.

Symptome einer Blasenentzündung mit Blut im Urin

Neben dem sichtbaren oder mikroskopisch nachweisbaren Blut im Urin können folgende Symptome auftreten: Häufiger Harndrang, Brennen beim Wasserlassen, Schmerzen im Unterbauch, trüber oder übelriechender Urin. Auch ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Müdigkeit und leichtem Fieber ist möglich.

Bei einer schweren Blasenentzündung können auch Flankenschmerzen (Schmerzen im seitlichen Rückenbereich) auftreten. Dies kann ein Zeichen dafür sein, dass die Infektion bereits auf die Nieren übergegriffen hat. In diesem Fall ist eine sofortige ärztliche Behandlung erforderlich.

Diagnose und Behandlung

Zur Diagnose einer Blasenentzündung mit Blut im Urin wird der Arzt zunächst eine Urinprobe untersuchen. Dabei wird der Urin auf Bakterien, Blut und andere Auffälligkeiten untersucht. Oft wird auch eine Urinkultur angelegt. Dies dient dazu, die genaue Art der Bakterien zu bestimmen. So kann das passende Antibiotikum ausgewählt werden.

Die Behandlung besteht in der Regel aus Antibiotika. Diese werden für einen bestimmten Zeitraum eingenommen. Es ist wichtig, die Antibiotika vollständig einzunehmen, auch wenn die Symptome bereits abgeklungen sind. Eine unvollständige Behandlung kann zu einer erneuten Infektion führen.

Zusätzlich zu den Antibiotika ist es wichtig, ausreichend zu trinken. Am besten Wasser oder ungesüßten Tee. Dies hilft, die Bakterien aus der Blase auszuspülen. Auch Wärmeanwendungen, wie z.B. eine Wärmflasche auf dem Unterbauch, können die Beschwerden lindern.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Auch wenn Blut im Urin bei einer Blasenentzündung oft harmlos ist, sollte man immer einen Arzt aufsuchen. Besonders wichtig ist dies bei folgenden Symptomen: Starkes Fieber, Schüttelfrost, Flankenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, wenn die Beschwerden trotz Behandlung nicht besser werden oder sich sogar verschlimmern.

Auch bei Schwangeren und Kindern sollte eine Blasenentzündung mit Blut im Urin immer ärztlich abgeklärt werden. Ebenso bei Männern, da Blasenentzündungen bei Männern seltener vorkommen und andere Ursachen ausgeschlossen werden müssen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind wichtig, um Komplikationen zu vermeiden.

Vorbeugung

Es gibt einige Maßnahmen, die man ergreifen kann, um einer Blasenentzündung vorzubeugen: Ausreichend trinken (mindestens 1,5 bis 2 Liter pro Tag), regelmäßiges Entleeren der Blase, Vermeidung von Unterkühlung im Unterleib, nach dem Stuhlgang von vorne nach hinten wischen. Auch das Trinken von Cranberrysaft kann helfen, Blasenentzündungen vorzubeugen, da er die Anhaftung von Bakterien an der Blasenschleimhaut erschweren kann.

Wichtig ist auch eine gute Intimhygiene, aber ohne übertriebene Reinigung mit aggressiven Seifen. Diese können die natürliche Schutzbarriere der Haut zerstören. Nach dem Geschlechtsverkehr sollte die Blase entleert werden. So können eventuell eingedrungene Bakterien ausgespült werden.

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