Blutdruck 60 Zu 40 Was Tun
Ein Blutdruck von 60 zu 40 ist äußerst niedrig und stellt eine akute medizinische Notfallsituation dar. Normalerweise liegt der Blutdruckwert bei etwa 120/80 mmHg. Ein Wert von 60/40 mmHg bedeutet, dass Organe und Gewebe nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Unbehandelt kann dieser Zustand zu schweren Organschäden, Bewusstlosigkeit und sogar zum Tod führen.
Es ist wichtig zu verstehen, dass "Was Tun?" in dieser Situation nicht bedeutet, dass man sich selbst behandeln kann. Sofortiges Handeln und die Alarmierung des Notrufs (112 in Deutschland) sind lebensrettend.
Phasenweiser Überblick über das Vorgehen (bis der Notarzt eintrifft):
Während man auf den Notarzt wartet, können folgende Schritte unternommen werden. Wichtig: Diese Maßnahmen ersetzen keinesfalls die professionelle medizinische Versorgung!
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Phase 1: Erkennen der Symptome und Messung des Blutdrucks (falls möglich):
- Symptome: Schwindel, extreme Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, blasse Haut, kalter Schweiß, verschwommenes Sehen, schneller, schwacher Puls, Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit.
- Blutdruckmessung: Wenn ein Blutdruckmessgerät vorhanden ist und man damit umgehen kann, sollte der Blutdruck gemessen werden, um die Situation zu bestätigen. Aber verschwenden Sie keine Zeit mit der Suche nach einem Gerät, wenn dadurch wertvolle Zeit verloren geht, um den Notruf zu wählen.
- Beispiel: Jemand klagt über Schwindel und fühlt sich schwach. Sie messen den Blutdruck und erhalten einen Wert von 60/40 mmHg. Sofort Notruf wählen!
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Phase 2: Notruf absetzen (112):
- Wichtig: Klare und präzise Angaben machen. Nennen Sie:
- Ihren Standort (genaue Adresse).
- Was passiert ist (niedriger Blutdruck, Verdacht auf Schock).
- Den Zustand der Person (bewusstlos oder bewusst).
- Alle bekannten Vorerkrankungen oder Medikamente der Person.
- Beispiel: "Hier ist [Ihr Name], [Ihre Adresse]. Eine Person hat einen sehr niedrigen Blutdruck von 60 zu 40. Sie ist [bewusst/bewusstlos] und klagt über [Symptome]. Sie hat [Vorerkrankungen/Medikamente]."
- Wichtig: Klare und präzise Angaben machen. Nennen Sie:
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Phase 3: Erste Hilfe leisten (bis der Notarzt eintrifft):
- Person flach lagern: Die Person sollte flach auf den Rücken gelegt werden.
- Beine hochlagern: Die Beine sollten leicht erhöht werden (ca. 20-30 cm), um den Blutfluss zum Herzen zu fördern. Ausnahme: Bei Verdacht auf Verletzungen (z.B. Wirbelsäulenverletzung) die Person nicht bewegen.
- Atmung überprüfen: Stellen Sie sicher, dass die Person atmet. Bei Atemstillstand sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen (Herzdruckmassage und Beatmung), falls Sie darin ausgebildet sind.
- Warmhalten: Decken Sie die Person mit einer Decke zu, um Unterkühlung zu vermeiden.
- Beruhigen: Beruhigen Sie die Person (falls sie bewusst ist) und bleiben Sie bei ihr, bis der Notarzt eintrifft.
- Beispiel: Sie legen die Person flach auf den Rücken, heben die Beine leicht an und decken sie mit einer Jacke zu. Sie sprechen beruhigend mit der Person und versichern ihr, dass Hilfe unterwegs ist.
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Phase 4: Informationen für den Notarzt bereithalten:
- Medikamente: Liste aller Medikamente, die die Person einnimmt.
- Vorerkrankungen: Informationen über bekannte Vorerkrankungen (z.B. Herzprobleme, Diabetes).
- Allergien: Allergien gegen Medikamente oder andere Substanzen.
- Beispiel: Sie suchen die Medikamentenliste der Person heraus und notieren die bekannten Vorerkrankungen und Allergien, um diese Informationen dem Notarzt schnell weitergeben zu können.
Wichtiger Hinweis: Ein Blutdruck von 60/40 mmHg ist ein lebensbedrohlicher Zustand. Die oben genannten Maßnahmen dienen lediglich als Erste Hilfe bis zum Eintreffen des Notarztes. Zögern Sie nicht, den Notruf zu wählen! Jede Sekunde zählt!
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen suchen Sie bitte umgehend einen Arzt auf.
