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Brustbein Entzündung Nach Herz Op


Brustbein Entzündung Nach Herz Op

Brustbein-Entzündung nach Herz-OP, medizinisch auch Sternumosteomyelitis genannt, ist eine Infektion des Brustbeins (Sternum) nach einer Herzoperation. Sie tritt auf, weil das Brustbein während der Operation durchtrennt wird, um Zugang zum Herzen zu erhalten. Nach der OP wird es wieder mit Drähten oder Platten fixiert. Diese Öffnung und Fixierung macht das Brustbein anfälliger für Infektionen.

Die Entzündung ist ernst zu nehmen. Sie kann die Heilung erheblich verzögern. Außerdem kann sie zu weiteren Komplikationen führen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind daher entscheidend.

Ursachen:

Bakterien sind die häufigste Ursache. Diese können während der Operation in das Operationsgebiet gelangen. Beispiele sind Staphylococcus aureus oder andere Hautbakterien. Die Bakterien können aber auch nach der OP über die Haut in die Wunde eindringen. Risikofaktoren erhöhen das Risiko.

Risikofaktoren für eine Brustbein-Entzündung sind zum Beispiel:

  • Diabetes: Hoher Blutzucker beeinträchtigt die Immunabwehr.
  • Übergewicht: Erschwert die Wundheilung.
  • Rauchen: Beeinträchtigt die Durchblutung und Wundheilung.
  • Lange Operationsdauer: Erhöht das Risiko einer Kontamination.
  • Vorherige Operationen im Brustbereich: Narbengewebe kann die Durchblutung verschlechtern.
  • Immunsuppression: Geschwächtes Immunsystem durch Medikamente oder Erkrankungen.

Symptome:

Die Symptome können variieren. Typische Anzeichen sind:

  • Rötung und Schwellung im Bereich des Brustbeins.
  • Schmerzen: Oft starke Schmerzen, die sich bei Bewegung verstärken.
  • Fieber: Ein Zeichen für eine Infektion im Körper.
  • Eiterbildung: Austritt von Eiter aus der Wunde.
  • Instabilität des Brustbeins: Das Brustbein fühlt sich locker an.

Diagnose:

Die Diagnose basiert auf der klinischen Untersuchung. Der Arzt untersucht die Wunde und achtet auf die genannten Symptome. Zusätzliche Untersuchungen können notwendig sein. Dazu gehören Blutuntersuchungen, um Entzündungswerte zu bestimmen. Auch eine mikrobiologische Untersuchung des Wundsekrets kann helfen. Bildgebende Verfahren wie Röntgen oder CT können die Diagnose bestätigen.

Behandlung:

Die Behandlung ist oft komplex. Sie beinhaltet in der Regel eine Kombination aus:

  • Antibiotika: Um die bakterielle Infektion zu bekämpfen.
  • Chirurgische Reinigung: Entfernung von infiziertem Gewebe und Eiter. Manchmal müssen auch die Drähte oder Platten entfernt werden.
  • Wundversorgung: Regelmäßige Reinigung und Desinfektion der Wunde.
  • Vakuumtherapie: Kann die Wundheilung beschleunigen. Hierbei wird ein Unterdruck auf die Wunde ausgeübt.

Die Behandlung kann langwierig sein. Manchmal sind mehrere Operationen notwendig. Eine gute Nachsorge ist wichtig. Diese beinhaltet regelmäßige Kontrollen beim Arzt. Auch die Einhaltung der Hygienevorschriften ist entscheidend.

Prävention:

Einige Maßnahmen können helfen, das Risiko zu minimieren:

  • Gute Hygiene: Vor und nach der Operation.
  • Optimale Blutzuckereinstellung: Bei Diabetikern.
  • Rauchstopp: Vor der Operation.
  • Gewichtsreduktion: Bei Übergewicht.
  • Sorgfältige Operationstechnik: Minimiert das Risiko einer Kontamination.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Eine Brustbein-Entzündung nach Herz-OP ist eine ernste Komplikation. Sie erfordert eine schnelle Diagnose und konsequente Behandlung. Die oben genannten Maßnahmen können helfen, das Risiko zu reduzieren. Eine gute Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient ist essenziell für eine erfolgreiche Therapie.

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