Brustwarze Nach Stillen Weiß Und Brennt
Brustwarze nach Stillen weiß und brennt: Das beschreibt oft das Phänomen des Vasospasmus. Einfach gesagt, die Blutgefäße in der Brustwarze ziehen sich krampfartig zusammen, nachdem das Baby getrunken hat.
Was ist ein Vasospasmus?
Ein Vasospasmus ist eine Verkrampfung der Blutgefäße. Stell dir vor, du drückst einen Gartenschlauch zusammen. Weniger Wasser kann durchfließen. Genauso ist es mit den Blutgefäßen in deiner Brustwarze. Sie werden eng und weniger Blut kommt durch. Das führt zu Schmerzen und einer veränderten Farbe.
Warum wird die Brustwarze weiß?
Wenn weniger Blut fließt, bekommt die Brustwarze eine blasse, weiße Farbe. Das ist so, als wenn dir kalt ist und deine Finger weiß werden. Der verminderte Blutfluss verursacht die Verfärbung. Nach einiger Zeit, wenn sich die Blutgefäße wieder öffnen, kann die Brustwarze rot oder blau werden, bevor sie ihre normale Farbe zurückerlangt.
Warum brennt es?
Das Brennen kommt von der fehlenden Sauerstoffversorgung. Wenn die Blutgefäße verengt sind, bekommen die Nerven in der Brustwarze nicht genug Sauerstoff. Das verursacht den stechenden, brennenden Schmerz. Es ist ähnlich wie das Gefühl, wenn dein Fuß "einschläft" und dann wieder aufwacht – ein unangenehmes Kribbeln und Brennen.
Wann tritt ein Vasospasmus auf?
Ein Vasospasmus tritt typischerweise direkt nach dem Stillen auf. Während des Stillens ist die Brustwarze oft normal gefärbt. Aber kurz nachdem das Baby losgelassen hat, wird sie weiß und der Schmerz beginnt. Die Beschwerden können einige Minuten bis zu einer Stunde anhalten.
Was sind die Ursachen für einen Vasospasmus?
Es gibt verschiedene mögliche Ursachen:
- Falsches Anlegen: Wenn das Baby nicht richtig angelegt ist, kann dies die Brustwarze reizen und einen Vasospasmus auslösen. Achte darauf, dass dein Baby einen großen Teil der Brustwarze im Mund hat.
- Wunde Brustwarzen: Geschädigte oder wunde Brustwarzen sind anfälliger für Vasospasmen.
- Kälte: Kälte kann die Blutgefäße verengen. Halte deine Brust nach dem Stillen warm.
- Magnesiummangel: Ein Mangel an Magnesium kann die Neigung zu Muskelkrämpfen, einschließlich der Blutgefäße, erhöhen.
- Raynaud-Syndrom: In seltenen Fällen kann ein Vasospasmus in der Brustwarze ein Symptom des Raynaud-Syndroms sein, einer Erkrankung, die die Blutgefäße betrifft.
Was kann man tun?
Es gibt verschiedene Dinge, die du ausprobieren kannst, um einen Vasospasmus zu lindern:
- Wärme: Lege nach dem Stillen warme, feuchte Kompressen auf die Brustwarze. Ein warmes Bad oder Dusche kann ebenfalls helfen.
- Richtiges Anlegen: Lass dir von einer Stillberaterin zeigen, wie du dein Baby richtig anlegst.
- Magnesium: Sprich mit deinem Arzt über die Einnahme von Magnesium.
- Lanolin: Trage Lanolin auf, um wunde Brustwarzen zu heilen.
- Vermeide Kälte: Schütze deine Brust vor Kälte. Trage warme Kleidung und vermeide Zugluft.
- Entspannung: Stress kann Vasospasmen verschlimmern. Versuche, dich zu entspannen.
- Arztbesuch: Wenn die Schmerzen stark sind oder die Symptome nicht besser werden, solltest du einen Arzt aufsuchen. In seltenen Fällen können Medikamente helfen, die Blutgefäße zu erweitern.
Wichtig zu beachten:
Ein Vasospasmus ist oft unangenehm, aber in den meisten Fällen nicht gefährlich. Sprich mit deinem Arzt oder einer Stillberaterin, um die Ursache zu finden und die besten Behandlungsmöglichkeiten für dich zu finden. Es ist wichtig, das Stillen nicht aufgrund des Vasospasmus aufzugeben. Mit der richtigen Behandlung können die Beschwerden gelindert werden und du kannst weiterhin dein Baby stillen.
