Defining And Non Defining Relative Clauses Erklärung
Relativsätze sind Nebensätze, die zusätzliche Informationen über ein Nomen (ein Substantiv oder Pronomen) in einem Hauptsatz liefern. Es gibt zwei Haupttypen: definierende und nicht-definierende Relativsätze. Der Unterschied liegt darin, wie wichtig die Information für das Verständnis des Hauptsatzes ist.
Definierende Relativsätze (Notwendige Relativsätze)
Ein definierender Relativsatz ist *notwendig*, um das Nomen zu identifizieren, auf das er sich bezieht. Ohne diesen Relativsatz wäre der Hauptsatz unklar oder unvollständig. Er definiert oder *beschränkt* die Bedeutung des Nomens. Er wird *nicht* durch Kommas abgetrennt.
Betrachten wir dieses Beispiel:
Das Auto, das rot ist, gehört meinem Bruder. (FALSCH)
Das Auto das rot ist gehört meinem Bruder. (RICHTIG)
Warum ist das erste Beispiel falsch? Weil wir nicht wissen, welches Auto gemeint ist. Der Relativsatz "das rot ist" ist *notwendig*, um zu spezifizieren, welches Auto gemeint ist. Es gibt vielleicht mehrere Autos, aber nur *das rote* gehört dem Bruder. Das Komma würde suggerieren, dass es nur ein Auto gibt und es zufällig rot ist, was nicht der Fall ist.
Hier sind einige weitere Beispiele:
- Der Mann der mich angerufen hat, wollte etwas verkaufen. (Welcher Mann? Der, der angerufen hat.)
- Das Buch das ich lese, ist sehr spannend. (Welches Buch? Das, das ich lese.)
- Die Frau die im Supermarkt arbeitet, ist sehr nett. (Welche Frau? Die, die im Supermarkt arbeitet.)
In jedem dieser Beispiele ist der Relativsatz entscheidend, um das Nomen (Mann, Buch, Frau) zu identifizieren. Ohne den Relativsatz wüssten wir nicht, von welchem Mann, Buch oder welcher Frau die Rede ist.
Nicht-definierende Relativsätze (Zusätzliche Relativsätze)
Ein nicht-definierender Relativsatz liefert *zusätzliche*, aber nicht notwendige Informationen über das Nomen. Der Hauptsatz ist auch ohne diesen Relativsatz klar und verständlich. Er fügt lediglich *extra* Details hinzu. Er wird immer durch Kommas abgetrennt.
Betrachten wir dieses Beispiel:
Mein Bruder, der in Berlin wohnt, kommt mich besuchen.
In diesem Fall wissen wir bereits, von wem die Rede ist: *Mein Bruder*. Der Relativsatz "der in Berlin wohnt" fügt lediglich die Information hinzu, dass mein Bruder in Berlin wohnt. Es ist interessant, aber nicht essentiell, um den Satz zu verstehen.
Hier sind einige weitere Beispiele:
- Berlin, das die Hauptstadt Deutschlands ist, ist eine tolle Stadt. (Wir wissen bereits, dass wir über Berlin sprechen.)
- Meine Mutter, die Lehrerin ist, liebt ihren Beruf. (Wir wissen bereits, wer "meine Mutter" ist.)
- Dieses Buch, das ich gestern gekauft habe, ist sehr langweilig. (Wir wissen bereits, welches Buch gemeint ist.)
Beachte, dass in jedem dieser Beispiele der Relativsatz durch Kommas abgetrennt ist. Entfernt man den Relativsatz, bleibt der Hauptsatz grammatikalisch korrekt und verständlich.
Zusammenfassung
Der Hauptunterschied liegt also in der Notwendigkeit der Information. Definierende Relativsätze sind notwendig, um das Nomen zu identifizieren, während nicht-definierende Relativsätze lediglich zusätzliche Informationen liefern. Die Kommasetzung ist ein wichtiger Hinweis: Definierende Relativsätze haben keine Kommas, nicht-definierende Relativsätze haben immer Kommas.
Denke daran: Wenn du den Relativsatz weglassen kannst, ohne den Sinn des Hauptsatzes zu verändern, handelt es sich um einen nicht-definierenden Relativsatz. Wenn du ihn nicht weglassen kannst, handelt es sich um einen definierenden Relativsatz.
