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Demokratie In Athen Arbeitsblatt Lösungen


Demokratie In Athen Arbeitsblatt Lösungen

Was ist Demokratie?

Demokratie bedeutet wörtlich "Herrschaft des Volkes". Das Wort kommt aus dem Griechischen. In einer Demokratie haben die Bürger die Macht. Sie können ihre Vertreter wählen. Diese vertreten dann ihre Interessen.

Denke an eine Klassensprecherwahl. Die Schüler (das Volk) wählen den Klassensprecher (den Vertreter). Der Klassensprecher spricht dann für die Schüler.

Athen: Die Wiege der Demokratie

Die Athenische Demokratie war etwas Besonderes. Sie entstand im antiken Griechenland. Genauer gesagt, in der Stadt Athen. Athen gilt als der Geburtsort der Demokratie.

Diese Demokratie war anders als unsere heutige. Sie war eine direkte Demokratie. Das bedeutet, dass die Bürger direkt über Gesetze abstimmten. Sie wählten nicht nur Vertreter.

Direkte Demokratie vs. Repräsentative Demokratie

In einer direkten Demokratie stimmen die Bürger selbst über politische Entscheidungen ab. Sie treffen sich beispielsweise auf einem Marktplatz. Dort diskutieren sie und stimmen ab.

In einer repräsentativen Demokratie wählen die Bürger Vertreter. Diese Vertreter treffen dann die Entscheidungen. Deutschland ist eine repräsentative Demokratie. Wir wählen den Bundestag.

Stell dir vor, deine Familie muss entscheiden, wohin der nächste Urlaub geht. In einer direkten Demokratie würde jeder Familienangehörige abstimmen. In einer repräsentativen Demokratie würden die Eltern entscheiden.

Merkmale der Athenischen Demokratie

Die Athenische Demokratie hatte wichtige Merkmale. Dazu gehörten die Volksversammlung, der Rat der 500 und die Gerichtshöfe.

Die Volksversammlung (Ekklesia) war das wichtigste Organ. Hier trafen sich alle männlichen Bürger. Sie diskutierten und stimmten über Gesetze ab.

Der Rat der 500 (Boule) bereitete die Sitzungen der Volksversammlung vor. Er bestand aus 500 Bürgern, die per Los bestimmt wurden. Ihre Aufgabe war, Themen vorzuschlagen und Gesetzesentwürfe zu erstellen.

Die Gerichtshöfe (Dikasteria) waren für die Rechtsprechung zuständig. Sie bestanden aus einer großen Anzahl von Geschworenen. Auch diese wurden per Los bestimmt. So sollte verhindert werden, dass Einzelne zu viel Macht hatten.

Wer durfte mitmachen?

Nicht jeder in Athen durfte an der Demokratie teilnehmen. Nur männliche Bürger, die frei geboren waren, hatten das Recht zu wählen und abzustimmen. Frauen, Sklaven und Ausländer waren ausgeschlossen.

Das ist ein großer Unterschied zu unserer heutigen Demokratie. Heute haben in Deutschland alle volljährigen Bürger das Wahlrecht, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder sozialem Status.

Losverfahren: Zufall als Prinzip

Ein besonderes Merkmal der Athenischen Demokratie war das Losverfahren. Viele Ämter wurden nicht durch Wahlen besetzt. Stattdessen wurden die Inhaber per Los bestimmt. Das sollte verhindern, dass reiche oder einflussreiche Bürger bevorzugt wurden.

Denke an eine Tombola. Jeder hat die gleiche Chance zu gewinnen. Das Losverfahren in Athen funktionierte ähnlich. Es sollte Gerechtigkeit gewährleisten.

Kritik an der Athenischen Demokratie

Die Athenische Demokratie war nicht perfekt. Sie hatte auch ihre Schwächen. Die Ausgrenzung von Frauen, Sklaven und Ausländern ist ein großer Kritikpunkt. Auch die Möglichkeit, dass ungebildete Bürger Entscheidungen trafen, wurde kritisiert.

Trotzdem war die Athenische Demokratie ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der Demokratie. Sie hat viele Ideen und Prinzipien hervorgebracht, die bis heute relevant sind.

Das Erbe der Athenischen Demokratie

Die Athenische Demokratie hat unser heutiges Verständnis von Demokratie stark beeinflusst. Ideen wie die Volksherrschaft, die Gleichheit vor dem Gesetz und die Beteiligung der Bürger gehen auf sie zurück.

Auch wenn unsere heutige Demokratie anders funktioniert als die Athenische, können wir viel von ihr lernen. Die Athener haben gezeigt, dass es möglich ist, das Volk an politischen Entscheidungen zu beteiligen. Und das ist bis heute ein wichtiger Wert.

"Das Geheimnis des Glücks ist nicht, immer zu tun, was man will, sondern immer zu wollen, was man tut." - Platon, ein berühmter griechischer Philosoph, lebte zur Zeit der Athenischen Demokratie.

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