Der Kaufhaus Cop 2 Film
Der Kaufhaus Cop 2 (Mall Cop 2) ist eine Action-Komödie, die zwar nicht gerade für ihre tiefgründigen philosophischen Botschaften bekannt ist, aber dennoch ein interessantes Beispiel für Sequels und Humor bietet. Im Kern geht es um Paul Blart, einen etwas übergewichtigen und tollpatschigen Sicherheitsbeamten, der in einem Einkaufszentrum arbeitet. Der Film setzt auf Slapstick, Übertreibung und die Kontrastierung von Blarts Selbstüberschätzung mit seiner tatsächlichen Inkompetenz.
Obwohl der Film oft kritisiert wurde, kann man ihn trotzdem als Fallstudie für bestimmte filmische Strategien betrachten. Denken wir an Charakterentwicklung, oder besser gesagt, deren Abwesenheit. Blart bleibt im Wesentlichen derselbe liebenswerte Trottel, den wir aus dem ersten Film kennen. Das ist einerseits vertraut, andererseits aber auch vorhersehbar.
Filmanalyse: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung
Wie können wir Der Kaufhaus Cop 2 aus einer problemlösenden Perspektive betrachten? Hier ist eine schrittweise Analyse:
Phase 1: Identifikation des Problems (oder der Probleme)
- Problem 1: Die Notwendigkeit eines Sequels. War die Geschichte des ersten Films wirklich so offen, dass ein zweiter Teil erforderlich war? Oft werden Sequels aus rein kommerziellen Gründen produziert.
- Problem 2: Die Qualität des Humors. Ist der Humor des Films wirklich lustig, oder bedient er sich billiger Klischees und Stereotypen?
- Problem 3: Die Glaubwürdigkeit der Handlung. Ist die Geschichte, in der ein einfacher Kaufhaus Cop gegen eine Bande internationaler Kunstdiebe antritt, realistisch oder zu weit hergeholt?
Phase 2: Ursachenanalyse
Warum wurden diese "Probleme" möglicherweise in Kauf genommen?
- Ursache 1 (Sequel): Der erste Film war ein finanzieller Erfolg. Studios neigen dazu, erfolgreiche Formeln zu wiederholen, auch wenn die Geschichte nicht wirklich weitergeführt werden muss.
- Ursache 2 (Humor): Slapstick und einfache Witze sind oft leicht zugänglich für ein breites Publikum. Der Film zielte wahrscheinlich auf ein möglichst grosses Publikum ab, auch wenn das zu Lasten der Qualität ging.
- Ursache 3 (Handlung): Übertreibung kann ein bewusstes Stilmittel sein, um den komödiantischen Effekt zu verstärken. Die Absurdität der Situation soll den Zuschauer zum Lachen bringen.
Phase 3: Lösungsansätze (Theoretisch!)
Wie hätte man diese "Probleme" angehen können?
- Lösungsansatz 1 (Sequel): Wenn unbedingt ein Sequel sein musste, hätte man die Figur Paul Blart weiterentwickeln oder eine originellere Geschichte erzählen können.
- Lösungsansatz 2 (Humor): Intelligenterer Humor, der nicht auf Klischees beruht, hätte den Film für ein anspruchsvolleres Publikum attraktiver machen können.
- Lösungsansatz 3 (Handlung): Eine etwas realistischere Handlung oder zumindest eine bessere Erklärung für Blarts außergewöhnlichen Fähigkeiten hätte die Glaubwürdigkeit erhöht.
Beispiele aus dem Film:
- Beispiel 1 (Humor): Blart stürzt ständig hin, fährt gegen Hindernisse und verhält sich unbeholfen. Das ist Slapstick-Humor, der zwar einfach, aber nicht unbedingt lustig für jeden ist.
- Beispiel 2 (Handlung): Blart, der mit seinem Segway eine Gruppe von Kunstdieben ausschaltet, ist unrealistisch, soll aber für den Zuschauer unterhaltsam sein.
Fazit: Der Kaufhaus Cop 2 ist kein Meisterwerk der Filmkunst. Er bietet aber dennoch Anlass, über die Strategien und Entscheidungen nachzudenken, die bei der Produktion von Filmen getroffen werden. Selbst vermeintlich "schlechte" Filme können uns etwas über Filmemachen, Humor und Zielgruppen lehren. Anstatt den Film einfach abzutun, kann man ihn als Beispiel dafür verwenden, was man (vielleicht) nicht tun sollte.
Denken Sie daran: Filmkritik ist subjektiv. Was der eine als unlustig empfindet, kann der andere als urkomisch empfinden. Die obige Analyse dient lediglich als Ausgangspunkt für eine eigene, kritische Auseinandersetzung mit dem Film.
