Der Untere Blutdruck Zu Hoch
Dein Blutdruck ist wie der Druck in einem Wasserschlauch. Er hat zwei Werte: den oberen (systolisch) und den unteren (diastolisch). "Der Untere Blutdruck Zu Hoch" bedeutet, dass dein diastolischer Blutdruck ständig zu hoch ist. Aber was bedeutet das genau?
Was ist der untere Blutdruck?
Der untere Blutdruck, auch diastolischer Wert genannt, misst den Druck in deinen Arterien, wenn dein Herz zwischen den Schlägen ruht. Stell dir vor, dein Herz pumpt Wasser (Blut) durch den Schlauch (Arterien). Nach dem Pumpen ist eine kurze Pause. Der diastolische Wert misst den Druck während dieser Pause.
Wann ist der untere Blutdruck zu hoch?
Ein normaler Blutdruck liegt in der Regel bei etwa 120/80 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule). Der erste Wert (120) ist der systolische, der zweite (80) der diastolische. Ein diastolischer Wert von 80 mmHg oder höher kann als erhöht angesehen werden. Werte über 90 mmHg gelten als hoher Blutdruck (Hypertonie).
Beispiel: Wenn dein Blutdruck regelmäßig 130/92 mmHg ist, ist dein unterer Blutdruck zu hoch (92 mmHg). Auch wenn dein oberer Wert normal ist, kann ein erhöhter unterer Wert ein Problem darstellen.
Warum ist ein zu hoher unterer Blutdruck schlecht?
Ein dauerhaft erhöhter unterer Blutdruck belastet deine Arterien. Stell dir vor, der Wasserschlauch steht ständig unter hohem Druck. Auf Dauer kann das Material des Schlauchs (die Arterienwand) geschwächt werden. Dies kann zu verschiedenen Problemen führen:
- Herzinfarkt: Die Arterien, die dein Herz mit Blut versorgen, können verstopfen.
- Schlaganfall: Blutgefäße im Gehirn können platzen oder verstopfen.
- Nierenschäden: Die Nieren werden schlechter durchblutet.
- Augenschäden: Kleine Blutgefäße im Auge können geschädigt werden.
Was sind die Ursachen für einen zu hohen unteren Blutdruck?
Oft gibt es keine eindeutige Ursache. Man spricht dann von primärer Hypertonie. Folgende Faktoren können jedoch eine Rolle spielen:
- Genetik: Bluthochdruck kann in der Familie liegen.
- Alter: Mit dem Alter steigt das Risiko.
- Ernährung: Zu viel Salz, wenig Obst und Gemüse.
- Übergewicht: Übergewicht belastet das Herz-Kreislauf-System.
- Bewegungsmangel: Mangelnde Bewegung schwächt das Herz.
- Stress: Chronischer Stress kann den Blutdruck erhöhen.
- Rauchen: Rauchen schädigt die Blutgefäße.
- Alkohol: Übermäßiger Alkoholkonsum kann den Blutdruck erhöhen.
Manchmal ist ein zu hoher unterer Blutdruck die Folge einer anderen Erkrankung (sekundäre Hypertonie). Beispiele hierfür sind Nierenerkrankungen, Hormonstörungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente.
Was kann man tun?
Gute Nachrichten: Du kannst etwas dagegen tun! Viele der oben genannten Risikofaktoren kannst du beeinflussen.
- Gesunde Ernährung: Reduziere Salz, iss viel Obst und Gemüse, und achte auf gesunde Fette.
- Regelmäßige Bewegung: 30 Minuten moderate Bewegung an den meisten Tagen der Woche sind ideal.
- Gewichtsreduktion: Schon ein paar Kilo weniger können den Blutdruck senken.
- Stressmanagement: Finde Wege, um Stress abzubauen (z.B. Yoga, Meditation).
- Nicht rauchen: Rauchen aufgeben ist eine der besten Entscheidungen für deine Gesundheit.
- Alkohol in Maßen: Wenn du Alkohol trinkst, dann in Maßen.
- Regelmäßige Kontrollen: Lass deinen Blutdruck regelmäßig beim Arzt messen.
In manchen Fällen ist auch eine medikamentöse Behandlung notwendig. Dein Arzt kann dir geeignete Medikamente verschreiben, um deinen Blutdruck zu senken. Es ist wichtig, die Medikamente regelmäßig einzunehmen und die Anweisungen des Arztes genau zu befolgen.
Wichtig: Sprich mit deinem Arzt über deinen Blutdruck! Er kann dir helfen, die Ursachen zu finden und die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.
Ein hoher unterer Blutdruck ist ernst zu nehmen, aber mit den richtigen Maßnahmen kann man ihn gut in den Griff bekommen. Denk daran: Deine Gesundheit liegt in deinen Händen!
