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Diastolischer Wert Zu Niedrig Ursachen


Diastolischer Wert Zu Niedrig Ursachen

Fühlen Sie sich manchmal schwach, schwindlig oder einfach nur „nicht ganz auf der Höhe“? Vielleicht haben Sie Ihren Blutdruck gemessen und festgestellt, dass der untere Wert – der diastolische Wert – ungewöhnlich niedrig ist. Das kann beunruhigend sein, denn wir hören oft nur von den Gefahren eines zu hohen Blutdrucks. Aber auch ein zu niedriger diastolischer Wert kann Probleme verursachen. In diesem Artikel gehen wir den Ursachen auf den Grund und zeigen Ihnen, was Sie tun können.

Was ist der diastolische Blutdruck und warum ist er wichtig?

Bevor wir uns mit den Ursachen beschäftigen, ist es wichtig zu verstehen, was der diastolische Blutdruck eigentlich ist. Ihr Blutdruck wird mit zwei Zahlen gemessen: dem systolischen Wert (der obere Wert) und dem diastolischen Wert (der untere Wert). Der systolische Wert misst den Druck in Ihren Arterien, wenn Ihr Herz schlägt. Der diastolische Wert hingegen misst den Druck in Ihren Arterien, wenn Ihr Herz zwischen den Schlägen ruht.

Ein normaler Blutdruck liegt in der Regel bei etwa 120/80 mmHg. Ein diastolischer Wert unter 60 mmHg wird oft als zu niedrig betrachtet und kann, je nach Begleitumständen und Symptomen, Anlass zur Sorge geben.

Ein ausreichender diastolischer Druck ist entscheidend, da er sicherstellt, dass die Organe und Gewebe während der Ruhephase des Herzens ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt werden. Ist der diastolische Druck zu niedrig, kann dies zu einer Minderversorgung führen, was sich in verschiedenen Symptomen äußern kann.

Mögliche Ursachen für einen zu niedrigen diastolischen Wert

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum Ihr diastolischer Blutdruck zu niedrig sein könnte. Einige sind harmlos und vorübergehend, während andere auf ernstere gesundheitliche Probleme hindeuten können.

Dehydration

Einer der häufigsten Gründe für einen niedrigen Blutdruck, einschließlich des diastolischen Werts, ist Dehydration. Wenn Sie nicht genug Flüssigkeit zu sich nehmen, sinkt Ihr Blutvolumen, was wiederum den Blutdruck senkt.

Praktischer Tipp: Achten Sie darauf, den ganzen Tag über ausreichend Wasser zu trinken, besonders bei heißem Wetter oder nach dem Sport. Die empfohlene Tagesmenge liegt bei etwa 2-3 Litern.

Medikamente

Bestimmte Medikamente können den Blutdruck senken, darunter:

  • Diuretika (Entwässerungstabletten)
  • Blutdrucksenkende Mittel
  • Antidepressiva
  • Bestimmte Schmerzmittel

Wenn Sie eines dieser Medikamente einnehmen und einen niedrigen diastolischen Blutdruck feststellen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Möglicherweise muss die Dosierung angepasst oder auf ein anderes Medikament umgestellt werden.

Herzprobleme

Bestimmte Herzerkrankungen können den Blutdruck beeinflussen. Dazu gehören:

  • Herzinsuffizienz
  • Herzklappenfehler
  • Bradykardie (langsamer Herzschlag)

Diese Erkrankungen können die Fähigkeit des Herzens beeinträchtigen, ausreichend Blut zu pumpen, was zu einem niedrigen Blutdruck führen kann. Wichtig: Wenn Sie unter einer Herzerkrankung leiden und einen niedrigen Blutdruck feststellen, suchen Sie umgehend einen Arzt auf.

Endokrine Störungen

Probleme mit Ihren Hormonen können ebenfalls den Blutdruck beeinflussen. Zum Beispiel:

  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
  • Nebenniereninsuffizienz (Addison-Krankheit)

Diese Erkrankungen können zu einem niedrigen Blutdruck führen, da sie den Stoffwechsel und die Flüssigkeitsregulation beeinflussen.

Ernährungsmängel

Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen, insbesondere Vitamin B12 und Folsäure, kann zu Anämie führen, welche wiederum einen niedrigen Blutdruck verursachen kann. Eine ausgewogene Ernährung ist daher essentiell.

Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft ist ein niedrigerer Blutdruck, insbesondere im ersten und zweiten Trimester, nicht ungewöhnlich. Dies liegt an hormonellen Veränderungen und der Erweiterung der Blutgefäße. In den meisten Fällen ist dies kein Grund zur Sorge, aber es ist wichtig, Ihren Blutdruck regelmäßig überwachen zu lassen.

Schwere Infektionen (Sepsis)

Eine schwere Infektion kann zu Sepsis führen, einer lebensbedrohlichen Erkrankung, bei der der Körper auf eine Infektion überreagiert. Sepsis kann zu einem starken Blutdruckabfall führen und erfordert eine sofortige medizinische Behandlung.

Weitere Ursachen

Weitere, weniger häufige Ursachen für einen niedrigen diastolischen Blutdruck sind:

  • Allergische Reaktionen (Anaphylaxie)
  • Starker Blutverlust
  • Neurologische Erkrankungen

Symptome eines zu niedrigen diastolischen Werts

Ein niedriger diastolischer Blutdruck verursacht nicht immer Symptome. Viele Menschen bemerken gar nichts. Wenn jedoch Symptome auftreten, können sie sein:

  • Schwindel oder Benommenheit
  • Ohnmacht
  • Verschwommenes Sehen
  • Übelkeit
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten

Die Schwere der Symptome hängt oft davon ab, wie niedrig der Blutdruck ist und wie schnell er gesunken ist.

Was können Sie tun?

Was Sie bei einem zu niedrigen diastolischen Blutdruck tun sollten, hängt von der Ursache und der Schwere der Symptome ab. Hier sind einige allgemeine Tipps:

Flüssigkeitszufuhr

Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit, insbesondere Wasser. Dies hilft, das Blutvolumen zu erhöhen und den Blutdruck zu stabilisieren.

Salzzufuhr

Eine moderate Erhöhung der Salzzufuhr kann helfen, den Blutdruck zu erhöhen. Sprechen Sie jedoch vorher mit Ihrem Arzt, besonders wenn Sie bereits unter anderen gesundheitlichen Problemen leiden. Zu viel Salz kann schädlich sein.

Kompression

Das Tragen von Kompressionsstrümpfen kann helfen, das Blut in den Beinen zu halten und den Blutdruck zu erhöhen.

Langsam aufstehen

Stehen Sie langsam auf, besonders aus liegender oder sitzender Position, um Schwindel zu vermeiden. Geben Sie Ihrem Körper Zeit, sich anzupassen.

Medikamente überprüfen

Besprechen Sie Ihre Medikamente mit Ihrem Arzt. Möglicherweise ist eine Anpassung der Dosierung oder ein Wechsel des Medikaments erforderlich.

Regelmäßige Bewegung

Regelmäßige Bewegung kann helfen, den Kreislauf zu verbessern und den Blutdruck zu stabilisieren. Vermeiden Sie jedoch anstrengende Übungen, die zu einem starken Blutdruckabfall führen könnten.

Arzt aufsuchen

Wichtig: Wenn Sie regelmäßig unter einem niedrigen diastolischen Blutdruck leiden oder Symptome wie Ohnmacht oder Schwindel auftreten, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Er kann die Ursache feststellen und eine geeignete Behandlung empfehlen.

Wann ist ein Arztbesuch notwendig?

Sie sollten einen Arzt aufsuchen, wenn:

  • Ihr diastolischer Blutdruck regelmäßig unter 60 mmHg liegt.
  • Sie Symptome wie Ohnmacht, Schwindel, verschwommenes Sehen oder Übelkeit haben.
  • Sie andere gesundheitliche Probleme haben, wie z.B. Herzerkrankungen oder endokrine Störungen.
  • Sie schwanger sind und einen niedrigen Blutdruck haben.
  • Sie sich unsicher sind, was die Ursache für Ihren niedrigen Blutdruck ist.

Ein Arzt kann Ihnen helfen, die Ursache Ihres niedrigen diastolischen Blutdrucks zu finden und eine geeignete Behandlung zu entwickeln. Ignorieren Sie die Symptome nicht und nehmen Sie Ihre Gesundheit ernst. Ein niedriger Blutdruck ist zwar oft harmlos, kann aber in einigen Fällen auf ein ernsteres Problem hinweisen.

Denken Sie daran, dass dieser Artikel nur zu Informationszwecken dient und keine medizinische Beratung ersetzt. Sprechen Sie immer mit Ihrem Arzt, wenn Sie Bedenken hinsichtlich Ihrer Gesundheit haben.

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