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Elizabethan View Of The World


Elizabethan View Of The World

Die Elizabethanische Weltsicht beschreibt, wie Menschen im England der Elizabethanischen Ära (ca. 1558-1603) die Welt und das Universum um sich herum verstanden. Es war eine Mischung aus Wissenschaft, Religion und Aberglauben.

1. Das geozentrische Weltbild: Die Erde im Zentrum

Das wichtigste Merkmal war das geozentrische Weltbild. Das bedeutet, man glaubte, dass die Erde unbeweglich im Zentrum des Universums steht. Sonne, Mond, Sterne und Planeten kreisten um die Erde.

Beispiel: Stell dir vor, du stehst auf einem Karussell und alle anderen drehen sich um dich. So sahen die Elizabethaner das Universum.

Diese Vorstellung stammte hauptsächlich von Aristoteles und wurde von der Kirche unterstützt. Es schien logisch, dass die Erde, als Gottes Schöpfung, im Zentrum stehen sollte.

2. Die Sphären des Himmels

Um die Erde gab es mehrere unsichtbare Sphären. Auf jeder Sphäre befand sich ein Himmelskörper (Mond, Sonne, Planeten, Sterne). Man dachte, diese Sphären drehten sich um die Erde.

Beispiel: Denk an russische Puppen. Jede Puppe ist in einer größeren Puppe. Die Sphären waren wie diese Puppen, wobei die Erde die kleinste im Zentrum war.

Die äußerste Sphäre war die des Fixsternhimmels, auf der die Sterne befestigt waren. Dahinter lag angeblich der Himmel, der Wohnort Gottes und der Engel.

3. Die große Kette des Seins (Great Chain of Being)

Die Great Chain of Being war eine hierarchische Ordnung aller Dinge im Universum. Alles hatte seinen festen Platz, von Gott an der Spitze bis zu den Steinen am unteren Ende.

Beispiel: Stell dir eine Pyramide vor. Gott steht ganz oben, dann Engel, Könige, Adelige, Bürger, Bauern, Tiere, Pflanzen und schließlich leblose Dinge wie Steine.

Jeder hatte eine Pflicht, seinen Platz in dieser Kette zu respektieren. Rebellion oder Aufstieg über den eigenen Stand galten als Störung der natürlichen Ordnung und konnten zu Chaos führen. Das Konzept war entscheidend für die soziale Struktur der Zeit.

4. Die vier Elemente und Körpersäfte

Man glaubte, dass alles aus den vier Elementen bestand: Erde, Wasser, Luft und Feuer.

Beispiel: Dein Körper besteht aus einer Mischung dieser Elemente. Die richtige Balance war wichtig für Gesundheit.

Diese Elemente waren auch mit den vier Körpersäften verbunden: Blut, Schleim, gelbe Galle und schwarze Galle. Ein Ungleichgewicht dieser Säfte führte zu Krankheiten. Ärzte versuchten, das Gleichgewicht durch Aderlass, Kräuter oder Diät wiederherzustellen.

5. Astrologie und Aberglaube

Astrologie spielte eine große Rolle. Man glaubte, dass die Position der Sterne und Planeten die Persönlichkeit und das Schicksal der Menschen beeinflusste.

Beispiel: Dein Sternzeichen (z.B. Widder, Stier) bestimmt angeblich deine Charaktereigenschaften und dein zukünftiges Glück.

Auch Aberglaube war weit verbreitet. Glücksbringer, Unglückszahlen und bestimmte Rituale waren Teil des Alltags. Man glaubte an Hexen, Geister und andere übernatürliche Wesen.

6. Das Weltbild im Wandel

Obwohl die Elizabethaner fest an dieses Weltbild glaubten, gab es bereits Veränderungen. Wissenschaftler wie Nikolaus Kopernikus stellten das geozentrische Weltbild in Frage und entwickelten das heliozentrische Modell (die Sonne im Zentrum). Diese neuen Ideen brauchten aber Zeit, um sich durchzusetzen.

Das Verständnis der Elizabethanischen Weltsicht hilft uns, die Literatur, Kunst und Kultur dieser Zeit besser zu verstehen. Es zeigt uns, wie die Menschen damals über ihre Welt dachten und wie dies ihr Leben beeinflusste.

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