Entfernung Der Gebärmutter Und Der Eierstöcke
Was ist eine Hysterektomie und Oophorektomie?
Eine Hysterektomie ist die operative Entfernung der Gebärmutter. Die Gebärmutter, auch Uterus genannt, ist das Organ, in dem während der Schwangerschaft ein Baby heranwächst. Bei einer Hysterektomie werden üblicherweise auch der Gebärmutterhals entfernt. Es gibt verschiedene Arten der Hysterektomie, je nachdem, welche Organe entfernt werden.
Eine Oophorektomie ist die operative Entfernung eines oder beider Eierstöcke. Die Eierstöcke sind die Organe, die Eizellen produzieren und Hormone wie Östrogen und Progesteron ausschütten. Die Entfernung beider Eierstöcke wird als bilaterale Oophorektomie bezeichnet. Wenn nur ein Eierstock entfernt wird, spricht man von einer unilateralen Oophorektomie.
Arten der Hysterektomie
Es gibt verschiedene Arten von Hysterektomien. Die Art der Operation hängt von den individuellen Bedürfnissen und dem Gesundheitszustand der Patientin ab. Dazu gehört beispielsweise die Größe der Gebärmutter oder ob es weitere Erkrankungen gibt. Die gängigsten Arten werden hier erklärt.
Eine totale Hysterektomie umfasst die Entfernung der gesamten Gebärmutter und des Gebärmutterhalses. Dies ist die häufigste Art der Hysterektomie. Nach der Operation ist es nicht mehr möglich schwanger zu werden.
Eine subtotale Hysterektomie, auch suprazervikale Hysterektomie genannt, beinhaltet die Entfernung des Gebärmutterkörpers, wobei der Gebärmutterhals erhalten bleibt. Diese Methode wird seltener angewendet. Es gibt Kontroversen darüber, ob sie Vorteile gegenüber der totalen Hysterektomie bietet.
Eine radikale Hysterektomie ist die umfangreichste Art. Dabei werden die Gebärmutter, der Gebärmutterhals, der obere Teil der Vagina und das umliegende Gewebe, einschließlich der Lymphknoten, entfernt. Sie wird hauptsächlich bei Krebserkrankungen eingesetzt.
Zugangswege für die Operation
Die Hysterektomie kann auf verschiedene Arten durchgeführt werden. Die Wahl des Zugangs hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören die Gründe für die Operation, die Größe der Gebärmutter und der allgemeine Gesundheitszustand der Patientin. Die Methoden werden hier beschrieben.
Die abdominale Hysterektomie erfolgt durch einen Bauchschnitt. Der Schnitt kann entweder vertikal oder horizontal (bikinischnitt) verlaufen. Diese Methode wird häufig bei großen Gebärmüttern oder komplexen Fällen angewendet. Die Heilungszeit ist in der Regel länger als bei anderen Methoden.
Die vaginale Hysterektomie erfolgt durch einen Schnitt in der Vagina. Es werden keine äußeren Schnitte gesetzt. Diese Methode ist weniger invasiv als die abdominale Hysterektomie. Sie wird häufig bei Gebärmuttervorfällen angewendet.
Die laparoskopische Hysterektomie erfolgt minimalinvasiv durch kleine Schnitte im Bauchraum. Durch diese Schnitte werden eine Kamera und chirurgische Instrumente eingeführt. Diese Methode bietet in der Regel eine schnellere Erholung und weniger Narbenbildung.
Gründe für eine Hysterektomie und Oophorektomie
Es gibt verschiedene medizinische Gründe für eine Hysterektomie. Dazu gehören beispielsweise Myome (gutartige Tumore der Gebärmutter). Auch Endometriose, eine Erkrankung, bei der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter wächst, kann eine Ursache sein. Weitere Gründe sind Gebärmuttervorfall, chronische Schmerzen im Beckenbereich oder bestimmte Krebsarten der Gebärmutter, des Gebärmutterhalses oder der Eierstöcke.
Eine Oophorektomie kann aus verschiedenen Gründen notwendig sein. Dazu gehören beispielsweise Eierstockzysten, Eierstockkrebs oder ein erhöhtes Risiko für Eierstockkrebs aufgrund genetischer Faktoren (z.B. BRCA1 oder BRCA2 Genmutationen). Sie kann auch im Rahmen einer Hysterektomie durchgeführt werden, um das Risiko zukünftiger Erkrankungen zu reduzieren.
Mögliche Folgen und Risiken
Nach einer Hysterektomie kann die Frau nicht mehr schwanger werden. Bei einer Oophorektomie, insbesondere bei der Entfernung beider Eierstöcke vor der Menopause, kommt es zu einem abrupten Östrogenmangel. Dieser kann zu Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und vaginaler Trockenheit führen. Die Hormontherapie kann helfen, diese Beschwerden zu lindern.
Wie bei jeder Operation bestehen Risiken wie Blutungen, Infektionen, Verletzungen umliegender Organe (z.B. Blase oder Darm) und Thrombosen. Es ist wichtig, diese Risiken mit dem Arzt zu besprechen. Eine sorgfältige Vorbereitung und Nachsorge können helfen, Komplikationen zu vermeiden.
Die Entscheidung für eine Hysterektomie oder Oophorektomie sollte immer nach sorgfältiger Abwägung aller Vor- und Nachteile getroffen werden. Es ist wichtig, sich umfassend von einem Arzt beraten zu lassen und alle Fragen zu stellen. Es gibt oft alternative Behandlungsmöglichkeiten, die in Betracht gezogen werden können.
