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Ernährung Bei Niereninsuffizienz Stadium 4


Ernährung Bei Niereninsuffizienz Stadium 4

Ernährung bei Niereninsuffizienz Stadium 4: Was musst du wissen? Es geht darum, deine Nieren so gut wie möglich zu unterstützen und Beschwerden zu lindern. Deine Nieren arbeiten nicht mehr optimal, deshalb ist die richtige Ernährung super wichtig.

Was ist Niereninsuffizienz Stadium 4?

Im Stadium 4 sind deine Nierenfunktion deutlich eingeschränkt. Das bedeutet, sie können Abfallprodukte und überschüssiges Wasser nicht mehr so gut aus dem Körper filtern. Eine angepasste Ernährung kann helfen, die Nieren zu entlasten und Komplikationen vorzubeugen.

Schritt 1: Protein reduzieren

Warum? Zu viel Protein belastet die Nieren. Sie müssen hart arbeiten, um die Abbauprodukte des Proteins zu verarbeiten.
Wie viel? Sprich mit deinem Arzt oder Ernährungsberater. Sie können dir genau sagen, wie viel Protein du täglich brauchst. Oft liegt die Empfehlung bei 0,6 - 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht.
Beispiel: Jemand der 70 kg wiegt, sollte etwa 42 - 56 Gramm Protein zu sich nehmen.
Was essen? Reduziere Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte. Pflanzliche Proteinquellen wie Hülsenfrüchte (in Maßen), Nüsse und Samen können eine gute Alternative sein.

Schritt 2: Phosphat im Blick behalten

Warum? Bei Niereninsuffizienz kann sich Phosphat im Blut anreichern. Zu viel Phosphat kann zu Knochenproblemen und Juckreiz führen.
Wo ist Phosphat drin? Besonders viel Phosphat ist in verarbeiteten Lebensmitteln, Milchprodukten, Nüssen, Samen und Vollkornprodukten enthalten.
Was tun? Lies die Nährwertangaben! Versuche, Lebensmittel mit hohem Phosphatgehalt zu vermeiden. Es gibt auch Phosphatbinder, die dein Arzt verschreiben kann. Diese nimmst du zu den Mahlzeiten ein, um die Phosphataufnahme im Darm zu reduzieren.
Beispiel: Cola enthält viel Phosphorsäure. Besser: Wasser oder ungesüßter Tee.

Schritt 3: Kalium kontrollieren

Warum? Die Nieren regulieren den Kaliumspiegel im Blut. Sind sie eingeschränkt, kann es zu einem Kaliumüberschuss (Hyperkaliämie) kommen. Das kann gefährlich für das Herz sein.
Wo ist Kalium drin? Kalium steckt in vielen Obst- und Gemüsesorten, besonders in Bananen, Tomaten, Kartoffeln, Avocado und Trockenfrüchten.
Was tun? Auch hier gilt: Sprich mit deinem Arzt oder Ernährungsberater. Sie können dir sagen, ob du kaliumarme Alternativen wählen musst.
Trick: Kartoffeln und Gemüse in viel Wasser kochen, um den Kaliumgehalt zu senken. Das Kochwasser danach wegschütten!
Beispiel: Statt einer Banane vielleicht lieber einen Apfel essen.

Schritt 4: Natrium reduzieren

Warum? Zu viel Natrium (Salz) kann den Blutdruck erhöhen und zu Wassereinlagerungen führen.
Wo ist Natrium drin? Hauptsächlich in Salz, aber auch in Fertiggerichten, Wurst, Käse und Brot.
Was tun? Verwende weniger Salz beim Kochen und Würzen. Vermeide Fertiggerichte und stark verarbeitete Lebensmittel. Achte auf die Nährwertangaben und wähle natriumarme Produkte.
Tipp: Würze mit Kräutern und Gewürzen statt mit Salz!
Beispiel: Statt einer Fertigpizza lieber eine selbstgemachte mit wenig Käse und viel Gemüse.

Schritt 5: Flüssigkeitszufuhr anpassen

Warum? Im Stadium 4 der Niereninsuffizienz kann es sein, dass deine Nieren nicht mehr so gut Wasser ausscheiden. Zu viel Flüssigkeit kann zu Ödemen (Wassereinlagerungen) und Bluthochdruck führen.
Wie viel? Sprich mit deinem Arzt! Die benötigte Flüssigkeitsmenge ist individuell und hängt von deiner Nierenfunktion und deinen Beschwerden ab.
Was trinken? Wasser, ungesüßter Tee und verdünnte Säfte sind gute Optionen.
Beispiel: Achte darauf, wie viel du trinkst und wie viel du ausscheidest. Wenn du Schwellungen hast, sprich mit deinem Arzt über deine Flüssigkeitszufuhr.

Wichtige Tipps zum Schluss:

  • Zusammenarbeit ist wichtig: Sprich regelmäßig mit deinem Arzt und Ernährungsberater.
  • Individuelle Anpassung: Die Ernährung muss individuell auf deine Bedürfnisse angepasst werden.
  • Regelmäßige Kontrollen: Lass deine Blutwerte regelmäßig überprüfen, um die Ernährung optimal anzupassen.
  • Geduld: Es braucht Zeit, sich an die neue Ernährung zu gewöhnen. Sei geduldig mit dir selbst!

Eine angepasste Ernährung kann dir helfen, dich besser zu fühlen und das Fortschreiten der Niereninsuffizienz zu verlangsamen. Bleib dran und sorge gut für dich!

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