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Erste Hilfe Bei Anaphylaktischem Schock


Erste Hilfe Bei Anaphylaktischem Schock

Ein anaphylaktischer Schock ist eine lebensbedrohliche, allergische Reaktion. Sie tritt sehr schnell auf und betrifft den ganzen Körper. Stell dir vor, dein Körper reagiert extrem überempfindlich auf etwas, das eigentlich harmlos ist.

Auslöser können sein: Insektenstiche (z.B. Biene oder Wespe), bestimmte Lebensmittel (z.B. Nüsse, Erdnüsse, Schalentiere), Medikamente (z.B. Penicillin) oder Latex. Dein Körper schüttet dann massenhaft Histamin und andere Botenstoffe aus. Diese führen zu verschiedenen Symptomen.

Symptome eines anaphylaktischen Schocks sind vielfältig. Typische Anzeichen sind: Hautausschlag und Juckreiz, Schwellungen im Gesicht und Rachenraum. Atembeschwerden bis hin zur Atemnot, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Schwindel, Bewusstlosigkeit und ein rascher Blutdruckabfall sind ebenfalls möglich. Diese Symptome können einzeln oder in Kombination auftreten.

Erste Hilfe ist entscheidend! Hier sind die wichtigsten Schritte:

1. Notruf wählen: Wähle sofort den Notruf (112). Beschreibe die Situation genau. Sage, dass es sich um einen anaphylaktischen Schock handelt. Je schneller der Rettungsdienst alarmiert ist, desto besser.

2. Allergieausweis suchen: Suche nach einem Allergieausweis oder Notfallausweis. Dieser gibt wichtige Informationen über die Allergie und eventuelle Notfallmedikamente. Er informiert auch über die Dosierung des Medikaments.

3. Notfallmedikamente verabreichen: Falls der Betroffene ein Notfallset hat (z.B. Adrenalin-Autoinjektor, Antihistaminikum, Kortison), hilf ihm bei der Anwendung. Bei einem Adrenalin-Autoinjektor wird dieser meist in den Oberschenkel gespritzt. Lies die Packungsbeilage genau, um Fehler zu vermeiden.

4. Lagerung: Lege den Betroffenen flach auf den Rücken. Bei Atemnot ist eine sitzende Position hilfreich. Bei Bewusstlosigkeit bringe ihn in die stabile Seitenlage. Achte darauf, dass die Atemwege frei sind.

5. Kontrolle der Vitalfunktionen: Überprüfe regelmäßig Atmung und Puls. Wenn keine Atmung vorhanden ist, beginne mit der Wiederbelebung (Herzdruckmassage und Beatmung). Bleibe beim Betroffenen, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Wichtig: Auch wenn sich der Zustand des Betroffenen nach der Gabe der Notfallmedikamente verbessert, muss er unbedingt von einem Arzt untersucht werden. Es kann zu einer zweiten Reaktion kommen (sog. biphasische Reaktion).

Vorbeugung: Personen mit bekannten Allergien sollten immer ihren Allergieausweis und ihr Notfallset bei sich tragen. Meide die Auslöser, wenn möglich. Informiere dich über die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln und Medikamenten. Sprich mit deinem Arzt über deine Allergie und lass dich beraten. Ein Allergietest kann helfen, unbekannte Allergien zu identifizieren.

Erste Hilfe bei einem anaphylaktischen Schock kann Leben retten. Informiere dich und sei vorbereitet! Wissen rettet Leben.

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