Farm Der Tiere George Orwell
Farm der Tiere (Animal Farm) ist eine allegorische Novelle von George Orwell. Eine Allegorie ist eine Geschichte, in der Figuren und Ereignisse symbolisch für reale Personen und Begebenheiten stehen. Orwells Buch nutzt Tiere auf einem Bauernhof, um die Russische Revolution und den Stalinismus zu kritisieren.
Die Story im Überblick
Die Tiere auf dem Gutshof von Mr. Jones sind unzufrieden. Sie werden schlecht behandelt und ausgebeutet. Inspiriert von den Ideen des alten Majors, eines Preis-Schweins, beschließen sie, zu rebellieren. Sie vertreiben Mr. Jones und übernehmen die Kontrolle über den Hof. Sie benennen ihn in "Farm der Tiere" um.
Die Tiere entwickeln sieben Gebote, die auf der Farm gelten sollen. Diese Gebote sollen für Gleichheit und Gerechtigkeit sorgen. "Alle Tiere sind gleich" ist das wichtigste Gebot.
Anfangs läuft alles gut. Die Tiere arbeiten zusammen und ernten erfolgreich. Aber bald beginnt ein Machtkampf zwischen den Schweinen Napoleon und Schneeball. Napoleon gewinnt und vertreibt Schneeball. Er etabliert eine Diktatur.
Wer steht für wen?
Orwell hat die Tiere bewusst gewählt, um bestimmte Personen und Gruppen zu repräsentieren:
- Mr. Jones steht für den Zaren Nikolaus II., den letzten russischen Kaiser. Er ist ein inkompetenter und korrupter Herrscher.
- Der alte Major steht für Karl Marx und Wladimir Lenin, die Vordenker des Kommunismus. Seine Ideen inspirieren die Revolution.
- Napoleon steht für Josef Stalin. Er ist ein skrupelloser und machtgieriger Diktator.
- Schneeball steht für Leo Trotzki. Er ist ein idealistischer Revolutionär, der von Stalin verdrängt wird.
- Die Schweine repräsentieren die kommunistische Elite, die sich an der Macht bereichert und die Bevölkerung unterdrückt.
- Die anderen Tiere stehen für die russische Bevölkerung. Sie sind naiv, leichtgläubig und werden von den Schweinen ausgenutzt.
- Boxer, das Arbeitspferd, repräsentiert die Arbeiterklasse. Er ist loyal, fleißig, aber auch dumm und wird von den Schweinen ausgenommen. Sein Motto "Ich will härter arbeiten" wird von Napoleon für seine Zwecke missbraucht.
Die Botschaft von "Farm der Tiere"
Orwells Buch kritisiert die Korruption der Macht. Es zeigt, wie eine Revolution, die für Gleichheit und Freiheit kämpfen soll, in eine neue Form der Unterdrückung umschlagen kann. Die Schweine nutzen ihre Intelligenz und ihren Einfluss, um die anderen Tiere zu manipulieren und auszubeuten.
Die sieben Gebote werden nach und nach verändert und an die Bedürfnisse der Schweine angepasst. Zum Beispiel wird "Alle Tiere sind gleich" heimlich zu "Alle Tiere sind gleich, aber manche Tiere sind gleicher". Das zeigt, wie die Ideale der Revolution verraten werden.
Farm der Tiere warnt vor den Gefahren des Totalitarismus. Es zeigt, dass Machtmissbrauch und Propaganda zu Unterdrückung und Ungerechtigkeit führen können. Die Geschichte ist auch heute noch relevant, da sie uns daran erinnert, wachsam zu sein und die Freiheit zu verteidigen.
Das Buch ist leicht verständlich geschrieben und gerade deshalb so wirkungsvoll. Es zeigt, wie einfach Ideale korrumpiert werden können und wie schnell aus einer Utopie eine Dystopie werden kann.
Am Ende der Geschichte sind die Schweine nicht mehr von den Menschen zu unterscheiden. Sie gehen aufrecht, tragen Kleidung und verhandeln mit den Nachbarn. Die anderen Tiere können nicht mehr erkennen, wer Mensch und wer Schwein ist. Dies symbolisiert, wie die Revolution gescheitert ist und die neue Herrschaft genauso schlimm, wenn nicht sogar schlimmer, als die alte ist.
