Gehörgangsentzündung Wie Lange Streifen Im Ohr
Was ist eine Gehörgangsentzündung und warum sprechen wir über Streifen im Ohr? Kurz gesagt: Eine Gehörgangsentzündung (Otitis externa) ist eine Entzündung des äußeren Gehörgangs. Manchmal verschreibt der Arzt zur Behandlung sogenannte Streifen oder Tamponaden.
Was ist eine Gehörgangsentzündung?
Stell dir vor, dein Ohr ist wie ein kleiner Tunnel, der vom Außenohr zum Trommelfell führt. Dieser Tunnel ist der Gehörgang. Wenn Bakterien oder Pilze in diesen Tunnel gelangen und sich dort vermehren, kann er sich entzünden. Das nennt man Gehörgangsentzündung.
Ursachen:
- Bakterien: Oft durch unsachgemäße Reinigung oder Verletzungen.
- Pilze: Vor allem bei feuchtem Klima im Ohr.
- Wasser im Ohr: Bekannt als "Badeohr" nach dem Schwimmen.
- Hauterkrankungen: Ekzeme oder Schuppenflechte können den Gehörgang reizen.
Symptome:
- Schmerzen: Oft stark, besonders beim Kauen oder Berühren des Ohrs.
- Juckreiz: Ein unangenehmes Kribbeln im Ohr.
- Rötung und Schwellung: Der Gehörgang ist sichtbar entzündet.
- Ausfluss: Klare, gelbliche oder eitrige Flüssigkeit.
- Vermindertes Hörvermögen: Das Ohr fühlt sich verstopft an.
Die Rolle der Streifen (Tamponaden)
Warum verwenden Ärzte Streifen im Ohr bei einer Gehörgangsentzündung? Die Streifen sind meist kleine Stoffstreifen oder Schwämmchen, die mit Medikamenten getränkt sind. Sie werden in den Gehörgang eingelegt, um:
- Medikamente direkt zum Entzündungsherd zu bringen: So wirken Antibiotika oder Antimykotika (Mittel gegen Pilze) genau dort, wo sie gebraucht werden. Denk an eine gezielte Behandlung!
- Den Gehörgang offen zu halten: Bei starker Schwellung kann der Gehörgang fast vollständig verschlossen sein. Der Streifen hält ihn offen, damit die Medikamente wirken können.
- Die Heilung zu fördern: Der Streifen kann auch helfen, den Gehörgang zu schützen und die Heilung zu unterstützen.
Wie lange bleiben die Streifen im Ohr?
Die Dauer, für die Streifen im Ohr verbleiben, hängt von der Schwere der Entzündung und der Art der verwendeten Medikamente ab. Generell gilt:
- Üblicherweise: Der Arzt wechselt die Streifen alle 1-3 Tage.
- Dauer: Die Behandlung mit Streifen kann insgesamt 5-7 Tage dauern, manchmal auch länger.
- Wichtig: Folge den Anweisungen deines Arztes genau! Versuche niemals, den Streifen selbst zu entfernen oder zu wechseln.
Beispiel: Stell dir vor, du hast eine stark entzündete Wunde am Finger. Du würdest wahrscheinlich nicht nur eine Salbe auftragen, sondern auch einen Verband darum wickeln, damit die Salbe gut wirken kann und die Wunde geschützt ist. Die Streifen im Ohr funktionieren ähnlich.
Was passiert nach der Behandlung mit Streifen?
Nachdem die Streifen entfernt wurden, ist es wichtig:
- Die Ohren trocken zu halten: Vermeide Schwimmen oder Tauchen, bis dein Arzt dir grünes Licht gibt.
- Ohrenschmalz vorsichtig zu entfernen: Vermeide Wattestäbchen! Diese können den Gehörgang reizen oder das Trommelfell beschädigen. Besser ist es, den Ohrenschmalz von einem Arzt entfernen zu lassen oder spezielle Ohrentropfen zu verwenden.
- Auf Anzeichen einer erneuten Entzündung zu achten: Bei Schmerzen, Juckreiz oder Ausfluss sofort den Arzt aufsuchen.
Zusammenfassung
Eine Gehörgangsentzündung ist eine unangenehme Entzündung des äußeren Gehörgangs. Streifen im Ohr sind eine gängige Behandlungsmethode, um Medikamente direkt zum Entzündungsherd zu bringen und den Gehörgang offen zu halten. Die Dauer der Behandlung mit Streifen variiert, aber es ist wichtig, die Anweisungen des Arztes genau zu befolgen. Eine gute Nachsorge hilft, erneute Entzündungen zu vermeiden.
