Gürtelrose Hinter Dem Ohr Symptome
Gürtelrose, medizinisch Herpes Zoster, ist eine schmerzhafte Viruserkrankung. Sie wird durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht. Dieses Virus ist auch für Windpocken verantwortlich. Nach einer Windpockenerkrankung bleibt das Virus in Nervenzellen des Körpers. Jahre später kann es reaktiviert werden und Gürtelrose auslösen.
Gürtelrose hinter dem Ohr bedeutet, dass das Virus einen Nerv betrifft, der zum Ohr führt. Das kann der Gesichtsnerv (Nervus facialis) oder ein anderer Nerv in diesem Bereich sein. Diese Lage ist besonders unangenehm, weil sie das Hören, den Gleichgewichtssinn und die Gesichtsmuskulatur beeinträchtigen kann.
Symptome von Gürtelrose hinter dem Ohr
Die Symptome ähneln denen einer Gürtelrose an anderen Körperstellen, aber die spezifische Lage verursacht zusätzliche Beschwerden. Hier sind die häufigsten Anzeichen:
- Schmerzen: Bevor der Ausschlag sichtbar wird, verspüren viele Betroffene Schmerzen, Brennen oder Juckreiz hinter dem Ohr. Diese Schmerzen können Tage oder sogar Wochen andauern.
- Ausschlag: Ein charakteristischer, bläschenartiger Ausschlag bildet sich. Die Bläschen sind oft mit Flüssigkeit gefüllt und treten entlang eines Nervs auf. Sie können platzen und verkrusten.
- Empfindlichkeit: Die Haut hinter dem Ohr ist oft sehr empfindlich. Selbst leichte Berührungen können schmerzhaft sein.
- Hörminderung: In manchen Fällen kann es zu vorübergehender oder dauerhafter Hörminderung kommen.
- Gleichgewichtsstörungen: Der Gleichgewichtssinn kann beeinträchtigt sein, was zu Schwindel und Unsicherheit beim Gehen führt.
- Gesichtslähmung: Betrifft die Gürtelrose den Gesichtsnerv, kann es zu einer einseitigen Gesichtslähmung kommen (Ramsay-Hunt-Syndrom). Dies äußert sich durch Schwierigkeiten beim Lächeln, Augenschließen oder Stirnrunzeln.
- Kopfschmerzen: Häufig treten begleitend Kopfschmerzen auf.
- Allgemeine Symptome: Müdigkeit, Fieber und allgemeines Unwohlsein sind ebenfalls möglich.
Warum hinter dem Ohr?
Das Varizella-Zoster-Virus kann in verschiedenen Nervenknoten (Ganglien) schlummern. Wenn es reaktiviert wird, wandert es entlang des betroffenen Nervs zur Haut. Da sich in der Nähe des Ohrs wichtige Nerven befinden, ist diese Region anfällig für Gürtelrose.
Stellen Sie sich vor, das Virus liegt wie ein schlafender Bär im Winter in seiner Höhle (dem Nervenknoten). Wenn der Bär (das Virus) aufwacht, verlässt er seine Höhle und folgt einem Pfad (dem Nerv) bis zu einem nahegelegenen Dorf (der Haut). Dort verursacht er Unruhe (den Ausschlag und die Schmerzen).
Was tun?
Bei Verdacht auf Gürtelrose hinter dem Ohr ist ein Arztbesuch dringend erforderlich. Eine frühzeitige Behandlung mit antiviralen Medikamenten kann die Dauer der Erkrankung verkürzen, die Schmerzen lindern und das Risiko von Komplikationen verringern. Insbesondere bei Beteiligung des Gesichtsnervs (Ramsay-Hunt-Syndrom) ist eine rasche Behandlung wichtig, um bleibende Schäden zu vermeiden.
Zusätzlich zu antiviralen Medikamenten können Schmerzmittel, kühlende Umschläge und entzündungshemmende Salben zur Linderung der Symptome eingesetzt werden. In manchen Fällen kann auch eine Kortisontherapie sinnvoll sein, um die Entzündung zu reduzieren.
Wichtig zu wissen
Gürtelrose ist ansteckend, solange die Bläschen noch nicht verkrustet sind. Der Kontakt mit der Flüssigkeit in den Bläschen kann bei Personen, die noch keine Windpocken hatten, zu Windpocken führen. Vermeiden Sie daher den Kontakt mit Schwangeren, Neugeborenen und Personen mit geschwächtem Immunsystem.
Eine Impfung gegen Gürtelrose wird für Personen ab 60 Jahren empfohlen. Sie kann das Risiko einer Erkrankung und die Schwere der Symptome deutlich reduzieren.
