Hand Mund Fuß Bei Babys
Was ist Hand-Fuß-Mund-Krankheit?
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMK) ist eine ansteckende Krankheit. Sie wird hauptsächlich durch Viren verursacht. Meistens betrifft sie Kinder unter 10 Jahren. Sie ist aber auch bei Jugendlichen und Erwachsenen möglich.
Keine Panik, es ist in der Regel keine schwere Erkrankung. Sie verläuft meist mild und klingt von selbst wieder ab. Trotzdem ist es wichtig, sie zu erkennen und zu behandeln, um die Symptome zu lindern. Außerdem sollte die Ausbreitung vermieden werden.
Die Ursachen: Viren als Übeltäter
Die häufigsten Übeltäter sind Coxsackieviren. Diese Viren gehören zur Familie der Enteroviren. Es gibt verschiedene Arten von Coxsackieviren. Deswegen kann man sich theoretisch mehrmals im Leben mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit anstecken.
Stell dir vor, ein Kind niest oder hustet. Dabei werden winzige Tröpfchen mit Viren in die Luft geschleudert. Wenn jemand diese Tröpfchen einatmet, kann er sich anstecken. Oder wenn ein Kind ein Spielzeug anfasst, das mit Viren kontaminiert ist, und sich danach an den Mund fasst, kann es sich ebenfalls infizieren.
Wie erkennt man die Krankheit? Die Symptome
Die Symptome entwickeln sich nicht sofort. Es dauert in der Regel 3 bis 6 Tage, bis die ersten Anzeichen auftreten. Diese Zeit nennt man Inkubationszeit.
Zuerst fühlen sich die Betroffenen oft müde und abgeschlagen. Manchmal kommt Fieber hinzu. Auch Halsschmerzen sind typisch. Dann folgen die charakteristischen Hautausschläge und Bläschen.
Der Ausschlag tritt meistens zuerst im Mund auf. Es bilden sich kleine, schmerzhafte Bläschen. Diese können das Essen und Trinken unangenehm machen. Danach erscheinen rote Flecken und Bläschen an den Händen und Füßen. Auch am Po oder an den Genitalien können sie auftreten.
Die Diagnose: Was macht der Arzt?
Meistens reicht dem Arzt ein Blick auf die typischen Symptome. Die roten Flecken und Bläschen an Händen, Füßen und im Mund sind sehr charakteristisch. Manchmal wird ein Abstrich von einer Bläschenflüssigkeit genommen. Dieser wird dann im Labor auf Viren untersucht.
Diese Untersuchung ist aber in der Regel nicht notwendig. Die Diagnose kann meistens schon anhand des klinischen Bildes gestellt werden. Wichtig ist, dass andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen ausgeschlossen werden.
Die Behandlung: Was hilft wirklich?
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit wird symptomatisch behandelt. Das bedeutet, dass man die Symptome lindert, aber nicht die Ursache bekämpft. Da die Krankheit durch Viren verursacht wird, helfen Antibiotika nicht.
Gegen das Fieber und die Schmerzen können fiebersenkende und schmerzlindernde Mittel gegeben werden. Lutschtabletten oder Gurgellösungen können bei Halsschmerzen helfen. Wichtig ist, ausreichend zu trinken, um einer Austrocknung vorzubeugen. Vermeiden Sie saure oder scharfe Speisen, da diese die Bläschen im Mund zusätzlich reizen können. Kühle Speisen wie Joghurt oder Eis können hingegen wohltuend sein.
Besondere Vorsicht ist bei Säuglingen geboten, die noch nicht selbstständig trinken können. Wenn sie die Nahrungsaufnahme verweigern, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Es gibt auch spezielle Gels oder Salben, die auf die Bläschen aufgetragen werden können, um die Schmerzen zu lindern und die Heilung zu fördern.
Vorbeugung: Wie kann man sich schützen?
Die wichtigste Maßnahme ist eine gute Hygiene. Regelmäßiges Händewaschen mit Seife ist essenziell. Besonders nach dem Toilettengang, vor dem Essen und nach dem Kontakt mit Erkrankten.
Vermeiden Sie engen Kontakt zu Erkrankten. Teilen Sie keine Handtücher, Besteck oder Gläser. Desinfizieren Sie regelmäßig Oberflächen, die häufig berührt werden, wie Türklinken oder Spielzeug.
Kinder, die an der Hand-Fuß-Mund-Krankheit erkrankt sind, sollten zu Hause bleiben, bis die Bläschen verkrustet sind. So kann die Ausbreitung der Krankheit verhindert werden. Auch wenn die Symptome abgeklungen sind, können die Viren noch einige Zeit ausgeschieden werden. Daher ist eine gute Hygiene auch nach der Erkrankung wichtig.
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist zwar unangenehm, aber in der Regel harmlos. Mit den richtigen Maßnahmen können die Symptome gelindert und die Ausbreitung der Krankheit verhindert werden. Wenn Sie unsicher sind, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.
