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Hand Mund Fuß Krankheit Ansteckend


Hand Mund Fuß Krankheit Ansteckend

Hast du kleine Bläschen an Händen, Füßen und vielleicht sogar im Mund entdeckt? Dann könnte es sein, dass du die Hand-Fuß-Mund-Krankheit hast. Keine Panik! Auch wenn sie unangenehm ist, ist sie meistens harmlos. Dieser Artikel ist für dich, wenn du mehr über diese Krankheit erfahren möchtest – was sie ist, wie sie sich verbreitet und was du dagegen tun kannst.

Was ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit eigentlich?

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMK) ist eine ansteckende Infektion, die hauptsächlich durch Viren verursacht wird. Meistens sind es Coxsackieviren, besonders der Coxsackievirus A16, der Übeltäter ist. Aber auch andere Viren können dahinter stecken.

Die Krankheit zeigt sich typischerweise durch:

  • Bläschen: Kleine, rote Bläschen, die sich vor allem an den Händen, Füßen und im Mund bilden.
  • Fieber: Oftmals begleitet von leichtem Fieber.
  • Halsschmerzen: Das Schlucken kann wehtun.
  • Appetitlosigkeit: Durch die Schmerzen im Mund hast du vielleicht keinen Hunger.

Die Symptome klingen meistens nach einer Woche von selbst wieder ab. Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist also keine schlimme Erkrankung, kann aber trotzdem lästig sein. Sie ist vor allem bei Kindern unter 10 Jahren verbreitet, aber auch Erwachsene können sich anstecken, auch wenn die Symptome bei ihnen oft milder ausfallen.

Wie steckt man sich an?

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist hoch ansteckend. Das bedeutet, sie verbreitet sich leicht von Mensch zu Mensch. Besonders während der ersten Woche der Erkrankung ist die Ansteckungsgefahr am höchsten. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch:

  • Direkten Kontakt: Berühren von infizierten Personen, besonders deren Bläschen.
  • Tröpfcheninfektion: Husten oder Niesen in der Nähe anderer Menschen.
  • Schmierinfektion: Berühren von Oberflächen, die mit Viren kontaminiert sind, wie z.B. Spielzeug, Türklinken oder Wickeltische, und anschließendes Berühren des eigenen Mundes, der Nase oder der Augen.
  • Stuhl: Das Virus kann auch im Stuhl infizierter Personen vorhanden sein, was beim Windelwechseln oder nach dem Toilettengang relevant ist.

Gemeinsame Nutzung von Gegenständen wie Besteck, Gläsern oder Handtüchern kann ebenfalls zur Verbreitung der Krankheit beitragen.

Weil Kinder oft engen Kontakt zueinander haben – im Kindergarten, in der Schule oder beim Spielen – verbreitet sich die Krankheit dort besonders schnell.

Was kann ich tun, wenn ich (oder mein Kind) die Hand-Fuß-Mund-Krankheit hat?

Es gibt keine spezielle Behandlung gegen die Hand-Fuß-Mund-Krankheit selbst. Die Behandlung zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und den Körper bei der Bekämpfung des Virus zu unterstützen. Hier sind einige Tipps, die dir helfen können:

  • Schmerzlinderung: Gegen Schmerzen im Mund oder Fieber können schmerzstillende und fiebersenkende Mittel wie Ibuprofen oder Paracetamol helfen (Achtung: Lies immer die Packungsbeilage und beachte die Dosierungsangaben, besonders bei Kindern!).
  • Ausreichend trinken: Durch das Fieber und die Schmerzen im Mund ist es wichtig, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Lauwarmes Wasser, Tee oder verdünnte Säfte sind gut geeignet. Vermeide säurehaltige Getränke wie Orangensaft, da diese die Bläschen im Mund zusätzlich reizen können.
  • Weiche Nahrung: Weiche und kühle Speisen sind leichter zu essen, wenn der Mund schmerzt. Joghurt, Püree, Suppen oder Eis können angenehm sein.
  • Mundspülungen: Mundspülungen mit Kamille oder Salbei können helfen, die Entzündung im Mund zu lindern. Es gibt auch spezielle schmerzlindernde Gels für den Mund, die du in der Apotheke bekommst.
  • Gute Hygiene: Regelmäßiges Händewaschen mit Seife ist das A und O, um die Verbreitung der Krankheit zu verhindern. Achte darauf, dass du und deine Familie die Hände gründlich waschen, besonders nach dem Toilettengang, vor dem Essen und nach dem Kontakt mit infizierten Personen oder Gegenständen.
  • Ruhe: Ausruhen und Schonen hilft dem Körper, sich zu erholen. Vermeide anstrengende Aktivitäten.

Wann sollte man zum Arzt?

In den meisten Fällen ist ein Arztbesuch nicht unbedingt notwendig. Wenn du oder dein Kind aber folgende Symptome haben, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen:

  • Hohes Fieber: Fieber über 39°C.
  • Starke Schmerzen: Schmerzen, die sich mit Schmerzmitteln nicht lindern lassen.
  • Dehydration: Anzeichen von Dehydration, wie z.B. trockene Lippen, wenig Urin oder Benommenheit.
  • Neurologische Symptome: Steifer Nacken, Kopfschmerzen oder Krampfanfälle.
  • Ausschlag, der sich verschlimmert: Wenn sich der Ausschlag ausbreitet oder sich entzündet.

Auch wenn du dir unsicher bist oder einfach nur beruhigt werden möchtest, ist es immer eine gute Idee, einen Arzt zu konsultieren.

Wie kann ich mich und andere schützen?

Vorbeugen ist besser als heilen! Auch wenn es keine Impfung gegen die Hand-Fuß-Mund-Krankheit gibt, kannst du einige Maßnahmen ergreifen, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren:

  • Gründliches Händewaschen: Wie bereits erwähnt, ist regelmäßiges und gründliches Händewaschen die wichtigste Maßnahme. Verwende Seife und warmes Wasser und wasche deine Hände mindestens 20 Sekunden lang.
  • Vermeide engen Kontakt: Vermeide engen Kontakt mit Personen, die an der Hand-Fuß-Mund-Krankheit erkrankt sind, besonders in der ansteckenden Phase.
  • Reinigung und Desinfektion: Reinige und desinfiziere regelmäßig Oberflächen, die häufig berührt werden, wie z.B. Spielzeug, Türklinken, Wickeltische und Toiletten.
  • Teile keine Gegenstände: Teile keine persönlichen Gegenstände wie Besteck, Gläser, Handtücher oder Zahnbürsten mit anderen.
  • Krank zu Hause bleiben: Wenn du oder dein Kind an der Hand-Fuß-Mund-Krankheit erkrankt seid, bleibt zu Hause, um die Verbreitung der Krankheit zu verhindern. Geht erst wieder in den Kindergarten oder die Schule, wenn die Symptome abgeklungen sind und die Bläschen verkrustet sind.

Gerade in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten oder Schulen ist es wichtig, auf eine gute Hygiene zu achten und bei Verdachtsfällen schnell zu handeln, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Informiert die Einrichtung, wenn euer Kind erkrankt ist, damit sie die notwendigen Maßnahmen ergreifen können.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit und Schwangerschaft

Wenn du schwanger bist und dich mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit ansteckst, solltest du unbedingt deinen Arzt informieren. In den meisten Fällen ist die Infektion für das ungeborene Kind ungefährlich. Allerdings gibt es in seltenen Fällen ein erhöhtes Risiko für Komplikationen, besonders wenn die Infektion kurz vor der Geburt auftritt. Dein Arzt kann dich beraten und die notwendigen Untersuchungen durchführen.

Fazit: Keine Panik, aber Vorsicht!

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist zwar unangenehm, aber in der Regel harmlos und heilt von selbst aus. Mit den richtigen Maßnahmen kannst du die Symptome lindern und die Verbreitung der Krankheit verhindern. Achte auf eine gute Hygiene, vermeide engen Kontakt mit infizierten Personen und bleibe zu Hause, wenn du erkrankt bist. Wenn du dir unsicher bist oder starke Symptome hast, suche einen Arzt auf. So kannst du die Hand-Fuß-Mund-Krankheit gut überstehen und bald wieder gesund und munter sein!

Denk daran: Du bist nicht allein! Viele Kinder und Erwachsene machen diese Erfahrung durch. Mit der richtigen Information und den richtigen Maßnahmen kannst du gut damit umgehen. Bleib gesund!

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