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Hand-Mund-Fuß-Krankheit: Mehr als nur einmal?

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit (HFMD) ist eine ansteckende Krankheit. Sie tritt häufig bei Kindern auf. Aber auch Erwachsene können sie bekommen. Was viele nicht wissen: Man kann sie mehrfach im Leben bekommen.

Normalerweise entwickelt man nach einer Infektion eine gewisse Immunität. Diese Immunität schützt aber nicht unbedingt vor allen Erregern. Es gibt verschiedene Viren, die HFMD auslösen können. Deshalb ist eine erneute Erkrankung möglich.

Was verursacht die Hand-Mund-Fuß-Krankheit?

Die häufigsten Übeltäter sind Viren aus der Familie der Enteroviren. Hier spielen besonders das Coxsackievirus A16 und das Enterovirus 71 (EV71) eine Rolle. Andere Coxsackieviren können ebenfalls beteiligt sein. Die Vielfalt der Viren ist der Grund, warum man HFMD wiederholt bekommen kann.

Eine Infektion mit Coxsackievirus A16 schützt in der Regel nicht vor einer Infektion mit EV71. Dein Körper entwickelt Antikörper gegen den spezifischen Virus, der die erste Infektion verursacht hat. Diese Antikörper sind aber möglicherweise nicht wirksam gegen andere Virentypen, die HFMD verursachen.

Symptome und Verlauf

Die Symptome ähneln sich oft, egal welcher Virus die Krankheit verursacht. Typisch sind Fieber, Halsschmerzen und Appetitlosigkeit. Nach ein bis zwei Tagen entwickeln sich dann die charakteristischen Hautausschläge. Diese treten meist an Händen, Füßen und im Mund auf. Die Ausschläge können als kleine rote Flecken oder Bläschen erscheinen.

Manchmal verläuft eine zweite Infektion milder als die erste. Das ist aber nicht immer der Fall. Die Schwere der Symptome hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören der jeweilige Virustyp und der allgemeine Gesundheitszustand des Betroffenen. Auch das Immunsystem spielt eine Rolle.

Der Verlauf der Krankheit ist in der Regel selbstlimitierend. Das bedeutet, sie heilt von alleine aus. Komplikationen sind selten, können aber vorkommen. In seltenen Fällen kann es zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) oder anderen neurologischen Problemen kommen, besonders bei einer Infektion mit EV71. Diese Komplikationen sind aber sehr selten.

Ansteckung und Prävention

Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch direkten Kontakt. Dazu gehört der Kontakt mit Speichel, Nasensekret, Bläschenflüssigkeit oder Stuhl infizierter Personen. Auch eine Tröpfcheninfektion (z.B. durch Husten oder Niesen) ist möglich. Besonders ansteckend ist die Krankheit in der ersten Woche nach Ausbruch der Symptome.

Gute Hygiene ist der beste Schutz. Regelmäßiges Händewaschen mit Seife ist wichtig. Besonders nach dem Windelwechseln, vor dem Essen und nach dem Toilettengang sollte man sich gründlich die Hände waschen. Vermeide engen Kontakt mit infizierten Personen. Desinfiziere Oberflächen, die häufig berührt werden, wie Spielzeug oder Türklinken.

Behandlung

Es gibt keine spezifische Behandlung gegen die Hand-Mund-Fuß-Krankheit. Die Behandlung zielt darauf ab, die Symptome zu lindern. Fiebersenkende Mittel wie Paracetamol oder Ibuprofen können helfen, das Fieber zu senken. Schmerzlindernde Gels oder Lösungen können die Schmerzen im Mund lindern.

Achte darauf, dass dein Kind ausreichend trinkt. Besonders bei Schmerzen im Mund kann es schwierig sein, genügend Flüssigkeit aufzunehmen. Biete kühle Getränke oder Eis an. Vermeide saure oder scharfe Speisen, da diese die Schmerzen im Mund verschlimmern können.

Wann zum Arzt?

In den meisten Fällen ist ein Arztbesuch nicht notwendig. Die Krankheit heilt von selbst aus. Gehe zum Arzt, wenn das Fieber sehr hoch ist oder länger als drei Tage anhält. Suche ebenfalls einen Arzt auf, wenn dein Kind Anzeichen einer Dehydration zeigt. Dazu gehören trockene Lippen, wenig oder kein Wasserlassen und ein allgemeiner Schwächezustand.

Auch bei neurologischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit oder Krampfanfällen solltest du sofort einen Arzt aufsuchen. Diese Symptome könnten auf eine seltene Komplikation hinweisen. Wenn du dir unsicher bist, ob du einen Arzt aufsuchen solltest, kontaktiere deinen Hausarzt oder Kinderarzt.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit kann man öfter bekommen, da sie von verschiedenen Viren verursacht wird. Gute Hygiene ist der beste Schutz. Die Behandlung zielt darauf ab, die Symptome zu lindern. In den meisten Fällen heilt die Krankheit von selbst aus.
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