Hand Mund Fuß Verlauf Erwachsene
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMK) ist eine ansteckende Viruserkrankung. Sie äußert sich vor allem durch einen typischen Ausschlag. Dieser Ausschlag zeigt sich oft an den Händen, Füßen und im Mund. Obwohl sie häufiger bei Kindern vorkommt, können auch Erwachsene an HFMK erkranken.
Was sind die Symptome bei Erwachsenen?
Bei Erwachsenen können die Symptome der Hand-Fuß-Mund-Krankheit unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Einige Erwachsene haben nur sehr leichte Beschwerden, während andere stärker betroffen sind. Die typischen Symptome sind:
- Ausschlag: Kleine, rote Flecken oder Bläschen. Sie treten vor allem an den Handflächen, Fußsohlen und im Mund auf. Manchmal finden sie sich auch am Gesäß oder an den Genitalien.
- Fieber: Oft tritt zu Beginn der Erkrankung leichtes Fieber auf.
- Halsschmerzen: Schmerzen beim Schlucken sind häufig, besonders durch die Bläschen im Mund.
- Appetitlosigkeit: Die Schmerzen im Mund können dazu führen, dass Betroffene weniger essen möchten.
- Allgemeines Unwohlsein: Müdigkeit und Abgeschlagenheit sind ebenfalls möglich.
Manchmal verläuft die Erkrankung bei Erwachsenen atypisch. Das bedeutet, dass die Symptome nicht so eindeutig sind wie bei Kindern. Zum Beispiel kann der Ausschlag weniger ausgeprägt sein oder an anderen Stellen auftreten.
Wie wird die Hand-Fuß-Mund-Krankheit übertragen?
Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten. Dazu gehören Speichel, Nasensekret, Bläschenflüssigkeit oder Stuhl einer infizierten Person. Auch eine Tröpfcheninfektion, also das Einatmen von kleinen Speicheltröpfchen beim Husten oder Niesen, ist möglich.
Stellen Sie sich vor, eine infizierte Person hustet in die Hand und berührt dann eine Türklinke. Wenn Sie diese Türklinke anschließend berühren und sich danach ins Gesicht fassen, können Sie sich infizieren. Deshalb ist Hygiene so wichtig!
Wie wird die Hand-Fuß-Mund-Krankheit behandelt?
Es gibt keine spezielle Therapie gegen die Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Die Behandlung konzentriert sich auf die Linderung der Symptome. Das bedeutet:
- Schmerzmittel: Gegen Schmerzen und Fieber können rezeptfreie Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen eingenommen werden.
- Mundspülungen: Spezielle Mundspülungen können helfen, die Schmerzen im Mund zu lindern. Achten Sie auf alkoholfreie Produkte.
- Viel trinken: Um Austrocknung zu vermeiden, ist es wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen.
- Weiche Nahrung: Vermeiden Sie scharfe oder säurehaltige Speisen, die die Bläschen im Mund reizen könnten.
Die Erkrankung heilt in der Regel innerhalb von 7 bis 10 Tagen von selbst aus. Bei Komplikationen (selten!) oder sehr starken Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Was können Erwachsene tun, um sich zu schützen?
Die beste Vorbeugung gegen die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine gute Hygiene. Hier einige Tipps:
- Häufiges Händewaschen: Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife, besonders nach dem Kontakt mit möglicherweise infizierten Oberflächen oder Personen.
- Vermeidung von Kontakt: Vermeiden Sie engen Kontakt mit Personen, die an HFMK erkrankt sind.
- Desinfektion: Desinfizieren Sie Oberflächen, die häufig berührt werden, wie Türklinken oder Lichtschalter.
- Keine gemeinsamen Gegenstände: Vermeiden Sie das Teilen von Gläsern, Besteck oder Handtüchern.
Ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit bei Erwachsenen gefährlich?
In den meisten Fällen verläuft die Hand-Fuß-Mund-Krankheit bei Erwachsenen harmlos. Selten können Komplikationen auftreten, wie zum Beispiel eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder eine Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis). Diese Komplikationen sind jedoch sehr selten.
Für Schwangere ist die Erkrankung jedoch potenziell gefährlicher, da sie das ungeborene Kind beeinträchtigen könnte. Schwangere sollten bei Verdacht auf HFMK unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Hand-Fuß-Mund-Krankheit auch Erwachsene betreffen kann. Eine gute Hygiene ist der beste Schutz. Die Symptome sind in der Regel mild und klingen nach wenigen Tagen ab. Bei Unsicherheiten oder starken Beschwerden sollte jedoch immer ein Arzt konsultiert werden.
