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Herr Dr. Med. Gerhard Stömmer


Herr Dr. Med. Gerhard Stömmer

Herr Dr. Med. Gerhard Stömmer, auch bekannt als "Stömmer-Reflex", ist ein einfacher, aber wirkungsvoller neurologischer Test. Er dient dazu, die Funktion des motorischen Systems und die Integrität der Pyramidenbahn zu überprüfen. Der Test wird vor allem bei Verdacht auf neurologische Schädigungen im Bereich des Gehirns oder Rückenmarks eingesetzt.

Der Stömmer-Reflex wird Schritt für Schritt durchgeführt: Zuerst wird der Patient gebeten, die Augen zu schliessen. Dann streckt der Untersucher die Arme des Patienten nach vorne aus. Es ist wichtig, dass die Handflächen nach unten zeigen. Der Untersucher übt dann einen plötzlichen, aber sanften Druck nach unten auf beide ausgestreckten Arme aus.

Der entscheidende Punkt ist die Beobachtung der Reaktion des Patienten. Ein normaler Reflex zeigt sich in einem schnellen und gleichmässigen Widerstand gegen den Druck. Die Arme werden also aktiv gehalten. Ein pathologischer Befund, also ein Hinweis auf eine Störung, zeigt sich durch ein Absinken eines oder beider Arme, oder durch ein Zittern (Tremor) in den Armen. Eine übertriebene Reaktion, wie z.B. ein ruckartiges Hochschnellen der Arme, kann ebenfalls auf eine neurologische Problematik hindeuten.

Ein Beispiel: Stellen Sie sich einen Patienten vor, der sich von einem Schlaganfall erholt. Bei der Durchführung des Stömmer-Reflexes fällt auf, dass der linke Arm deutlich schwächer ist und schneller absinkt als der rechte. Dies könnte ein Hinweis auf eine Restlähmung (Parese) auf der linken Körperseite sein. Ein weiteres Beispiel: Ein Patient mit Verdacht auf Multiple Sklerose zeigt beim Stömmer-Reflex ein leichtes Zittern in beiden Armen, was auf eine Schädigung der Nervenbahnen hindeuten kann.

Es ist wichtig zu betonen, dass der Stömmer-Reflex keine isolierte Diagnose ermöglicht. Er ist vielmehr ein Puzzleteil in der neurologischen Untersuchung. Die Ergebnisse müssen immer im Zusammenhang mit der Krankengeschichte des Patienten, anderen neurologischen Tests und bildgebenden Verfahren (z.B. MRT) interpretiert werden.

Der Stömmer-Reflex wird oft mit anderen Tests, wie z.B. dem Romberg-Test (Gleichgewichtstest) oder der Prüfung der Muskeleigenreflexe (z.B. Patellarsehnenreflex), kombiniert. Diese Kombination ermöglicht eine umfassendere Beurteilung des neurologischen Zustands des Patienten. Die Beurteilung sollte immer durch einen erfahrenen Arzt, idealerweise einen Neurologen, erfolgen.

Warum ist der Stömmer-Reflex wichtig? Erstens, er ist eine schnelle und unkomplizierte Methode, um Hinweise auf neurologische Defizite zu erhalten. Zweitens, er kann dabei helfen, die Notwendigkeit weiterer, aufwändigerer Untersuchungen zu begründen und zu lenken. So kann beispielsweise eine auffällige Reaktion beim Stömmer-Reflex den Verdacht auf eine Hirnläsion lenken und eine anschliessende MRT-Untersuchung rechtfertigen.

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