In Welcher Zeitform Schreibt Man Eine Summary
Die Zeitform in einer Zusammenfassung: Einfach erklärt
Hallo! Du fragst dich, in welcher Zeitform du eine Zusammenfassung schreiben sollst? Keine Sorge, das ist gar nicht so kompliziert. Wir erklären es dir Schritt für Schritt. Denk daran, es geht darum, Informationen klar und präzise darzustellen.
Zuerst müssen wir klären, was eine Zusammenfassung überhaupt ist. Eine Zusammenfassung ist eine kurze, prägnante Wiedergabe des Inhalts eines Textes, eines Films, eines Vortrags oder eines anderen Mediums. Du bringst die wichtigsten Punkte auf den Punkt.
Stell dir vor, du hast einen spannenden Film gesehen. Deine Freunde fragen dich: "Worum geht's denn?". Deine Antwort ist dann im Grunde eine Zusammenfassung des Films. Du erzählst die Handlung in Kurzform.
Die Wahl der richtigen Zeitform
Die Zeitform, die du in einer Zusammenfassung verwendest, hängt hauptsächlich von der Zeitform des Originaltextes ab. Aber es gibt einige allgemeine Regeln.
Im Allgemeinen verwendest du das Präsens (Gegenwart) oder das Präteritum (Vergangenheit). Aber warum diese beiden Zeitformen?
Das Präsens wird verwendet, um den Inhalt des Originaltextes als aktuell und gültig darzustellen. Es vermittelt den Eindruck, dass die Aussagen noch immer relevant sind. Es ist die am häufigsten verwendete Zeitform in Zusammenfassungen. Du schreibst, was der Autor sagt oder argumentiert.
Zum Beispiel: "Der Autor argumentiert, dass Klimawandel eine globale Bedrohung darstellt." Hier verwenden wir das Präsens, um die aktuelle Relevanz der Argumentation des Autors zu betonen.
Das Präteritum (auch Imperfekt genannt) wird verwendet, um Handlungen oder Ereignisse zu beschreiben, die in der Vergangenheit stattgefunden haben. Du berichtest, was der Autor gesagt hat oder argumentiert hat. Es ist besonders nützlich, wenn du historische Ereignisse oder abgeschlossene Handlungen zusammenfasst.
Zum Beispiel: "Der Wissenschaftler entdeckte im Jahr 1928 Penicillin." Hier verwenden wir das Präteritum, um eine abgeschlossene Handlung in der Vergangenheit zu beschreiben.
Konjunktiv nicht vergessen!
Oft verwendest du in einer Zusammenfassung indirekte Rede. In der indirekten Rede gibst du die Aussagen anderer Leute wieder. Hier kommt der Konjunktiv I ins Spiel. Der Konjunktiv I wird verwendet, um Distanz zum Originaltext zu wahren und zu signalisieren, dass du die Aussagen nur wiedergibst, ohne sie selbst zu beurteilen. Der Konjunktiv kann mit "sollen" oder "wollen" ersetzt werden. Ist der Konjunktiv I gleich dem Indikativ, wird der Konjunktiv II verwendet.
Beispiel: "Der Autor schreibt, er sei der Meinung, dass..." Oder: "Der Autor schreibt, er wäre der Meinung, dass..."
Beispiele für die Anwendung der Zeitformen
Nehmen wir an, du fasst einen Zeitungsartikel über die Auswirkungen der Digitalisierung zusammen.
Originaltext (Auszug): "Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt grundlegend. Viele traditionelle Berufe verschwinden, während neue entstehen. Es ist wichtig, dass wir uns auf diese Veränderungen einstellen."
Zusammenfassung (Präsens): "Der Artikel argumentiert, dass die Digitalisierung die Arbeitswelt grundlegend verändert. Traditionelle Berufe verschwinden, während neue entstehen. Der Autor betont die Notwendigkeit, sich auf diese Veränderungen einzustellen."
Zusammenfassung (Präteritum): "Der Artikel argumentierte, dass die Digitalisierung die Arbeitswelt grundlegend veränderte. Traditionelle Berufe verschwanden, während neue entstanden. Der Autor betonte die Notwendigkeit, sich auf diese Veränderungen einzustellen."
Zusammenfassend
Wähle die Zeitform, die am besten zum Originaltext und deiner Intention passt. Meistens ist das Präsens die beste Wahl. Vergiss den Konjunktiv nicht, wenn du indirekte Rede verwendest. Achte darauf, klar und präzise zu sein.
Mit diesen Tipps bist du bestens gerüstet, um überzeugende und informative Zusammenfassungen zu schreiben. Viel Erfolg!
