Keimzelle Der Farne Und Moose
Eine Keimzelle ist eine Zelle, die sich zu einem neuen Organismus entwickeln kann. Bei Farnen und Moosen ist das etwas Besonderes. Es ist nicht direkt ein Samen wie bei Blumen.
Was ist eine Keimzelle bei Farnen?
Bei Farnen ist die Keimzelle meist eine Spore. Eine Spore ist eine winzige Zelle. Sie ist sehr widerstandsfähig. Sie kann lange Zeit überleben, auch unter schwierigen Bedingungen. Stell dir vor, sie ist wie ein kleines Samenkorn, das keinen Samenmantel hat.
Farne bilden Sporen auf der Unterseite ihrer Blätter. Diese Sporen sind in kleinen Behältern, den sogenannten Sporangien. Wenn die Sporen reif sind, werden sie freigesetzt. Der Wind trägt sie weg.
Wenn eine Spore an einem feuchten Ort landet, kann sie keimen. Das bedeutet, sie beginnt zu wachsen. Sie bildet zuerst ein kleines, grünes Blättchen. Dieses Blättchen nennt man Prothallium oder Vorkeim. Das Prothallium ist sehr klein und herzförmig.
Auf dem Prothallium entstehen dann die Geschlechtsorgane. Es gibt männliche und weibliche Geschlechtsorgane. Die männlichen Geschlechtsorgane produzieren Spermazellen. Die weiblichen Geschlechtsorgane produzieren Eizellen.
Die Spermazellen müssen zur Eizelle schwimmen, um sie zu befruchten. Dazu brauchen sie Wasser. Deshalb wachsen Farne meist an feuchten Orten.
Nach der Befruchtung entsteht eine Zygote. Die Zygote ist die befruchtete Eizelle. Aus der Zygote wächst dann der eigentliche Farn. Der Farn, den wir kennen, ist die sporophytische Generation. Das Prothallium ist die gametophytische Generation.
Was ist eine Keimzelle bei Moosen?
Auch bei Moosen sind die Keimzellen meist Sporen. Moose bilden Sporen in kleinen Kapseln, die auf langen Stielen sitzen. Diese Stiele wachsen aus dem Moos heraus.
Wenn die Sporen reif sind, werden sie aus der Kapsel freigesetzt. Der Wind trägt sie weg. Wenn eine Spore an einem feuchten Ort landet, kann sie keimen. Sie bildet zuerst einen grünen Faden, den sogenannten Protonema. Das Protonema sieht ein bisschen wie eine Alge aus.
Aus dem Protonema wachsen dann die eigentlichen Moospflanzen. Die Moospflanzen bilden die Geschlechtsorgane. Wie bei den Farnen gibt es männliche und weibliche Geschlechtsorgane.
Die männlichen Geschlechtsorgane produzieren Spermazellen. Die weiblichen Geschlechtsorgane produzieren Eizellen. Auch hier müssen die Spermazellen zur Eizelle schwimmen, um sie zu befruchten. Wasser ist also sehr wichtig für die Fortpflanzung von Moosen.
Nach der Befruchtung entsteht eine Zygote. Aus der Zygote wächst dann ein langer Stiel mit einer Kapsel. In der Kapsel werden wieder Sporen gebildet. Der Stiel mit der Kapsel ist die sporophytische Generation. Die Moospflanze, die wir kennen, ist die gametophytische Generation.
Zusammenfassung
Bei Farnen und Moosen sind Sporen die typischen Keimzellen. Sie sind winzig und widerstandsfähig. Sie keimen aus und bilden zuerst eine kleine Pflanze, die die Geschlechtsorgane trägt. Nach der Befruchtung wächst dann die eigentliche Farn- oder Moospflanze.
Der Lebenszyklus von Farnen und Moosen ist etwas komplizierter als bei Blütenpflanzen. Aber er ist auch sehr interessant und zeigt, wie vielfältig die Natur ist. Der Wechsel zwischen gametophytischer und sporophytischer Generation ist ein besonderes Merkmal dieser Pflanzen.
