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Kind Schielt Ab Und Zu Mit Einem Auge


Kind Schielt Ab Und Zu Mit Einem Auge

Ein Kind schielt ab und zu mit einem Auge? Das nennt man intermittierendes Schielen. Es ist wichtig zu verstehen, was das bedeutet.

Was ist intermittierendes Schielen?

Intermittierendes Schielen bedeutet, dass ein Auge nicht immer geradeaus schaut. Manchmal ist es normal ausgerichtet, manchmal weicht es ab. Es ist also kein ständiges, sondern ein zeitweiliges Schielen. Das Wort "intermittierend" bedeutet "unterbrochen" oder "nicht durchgehend".

Stell dir vor: Ein Kind schaut fern. Meistens schauen beide Augen auf den Fernseher. Aber manchmal, wenn das Kind müde ist oder sich sehr konzentriert, dreht sich ein Auge leicht nach innen oder außen. Dann schielt es kurz. Kurz darauf ist das Auge wieder gerade. Das ist intermittierendes Schielen.

Wie erkennt man es?

Es kann schwer zu erkennen sein, weil es ja nicht immer passiert. Eltern oder Lehrer bemerken es vielleicht, wenn das Kind:

  • Ein Auge zusammenkneift oder zukneift, besonders bei hellem Licht.
  • Den Kopf neigt oder dreht, um besser zu sehen.
  • Sich über verschwommenes Sehen oder Doppeltsehen beschwert, wenn es müde ist.
  • Sich schlecht konzentrieren kann.
  • Ungeschickt wirkt und sich öfter stößt.

Manchmal merkt man es aber auch einfach nur, weil man sieht, dass ein Auge ab und zu wegdriftet.

Warum passiert das?

Die Augenmuskeln müssen gut zusammenarbeiten, damit beide Augen auf dasselbe Ziel schauen können. Beim intermittierenden Schielen ist diese Zusammenarbeit nicht immer perfekt. Das kann verschiedene Gründe haben:

  • Schwache Augenmuskeln: Die Muskeln, die die Augen bewegen, sind nicht stark genug, um die Augen immer in der richtigen Position zu halten.
  • Fehlsichtigkeit: Eine unkorrigierte Weitsichtigkeit oder Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) kann dazu führen, dass sich das Kind mehr anstrengen muss, um scharf zu sehen. Diese Anstrengung kann das Schielen auslösen.
  • Erbliche Veranlagung: Schielen kann in Familien vorkommen.
  • Stress oder Müdigkeit: Wie schon erwähnt, tritt intermittierendes Schielen oft auf, wenn das Kind müde oder gestresst ist.

Was kann man tun?

Es ist wichtig, mit dem Kind zu einem Augenarzt zu gehen. Der Arzt kann untersuchen, warum das Kind schielt und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Mögliche Behandlungen sind:

  • Brille: Wenn eine Fehlsichtigkeit die Ursache ist, kann eine Brille helfen.
  • Augenpflaster: Das gesunde Auge wird zeitweise mit einem Pflaster abgedeckt, um das schwächere Auge zu trainieren.
  • Augenübungen (Orthoptik): Spezielle Übungen können die Augenmuskeln stärken und die Zusammenarbeit der Augen verbessern.
  • Operation: In seltenen Fällen ist eine Operation notwendig, um die Augenmuskeln zu korrigieren.

Frühe Erkennung und Behandlung sind sehr wichtig. Unbehandeltes Schielen kann zu einer Sehschwäche auf dem schielenden Auge führen (Amblyopie, auch bekannt als "Lazy Eye").

Wichtig zu merken:

  • Intermittierendes Schielen ist nicht immer sichtbar.
  • Es kann durch Müdigkeit, Stress oder Konzentration ausgelöst werden.
  • Ein Augenarzt kann die Ursache feststellen und die richtige Behandlung empfehlen.

Sorge dich nicht unnötig, aber nimm es ernst. Je früher du handelst, desto besser sind die Chancen für eine erfolgreiche Behandlung.

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