Lymphknoten Achsel Geschwollen Was Tun
Eingeschwollene Lymphknoten in der Achselhöhle: Was tun?
Eingeschwollene Lymphknoten in der Achselhöhle sind ein häufiges Symptom, das viele Menschen beunruhigt. Es ist wichtig zu verstehen, dass eine Schwellung der Lymphknoten in der Regel eine Reaktion des Körpers auf eine Infektion oder Entzündung ist. In den meisten Fällen ist sie harmlos und verschwindet von selbst wieder. Allerdings kann sie in einigen Fällen auch ein Hinweis auf eine ernstere Erkrankung sein, weshalb eine ärztliche Abklärung ratsam ist.
Was sind Lymphknoten und warum schwellen sie an?
Lymphknoten sind kleine, bohnenförmige Organe, die Teil des Lymphsystems sind. Dieses System ist ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems und spielt eine entscheidende Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern und der Reinigung des Körpers von Schadstoffen. Lymphknoten filtern die Lymphflüssigkeit, die durch den Körper zirkuliert, und enthalten Immunzellen (Lymphozyten), die Viren, Bakterien und andere Fremdkörper bekämpfen.
Wenn der Körper mit einer Infektion oder Entzündung konfrontiert ist, werden die Lymphknoten in der betroffenen Region aktiviert. Sie produzieren mehr Immunzellen und vergrößern sich dadurch. Dies ist ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem arbeitet und versucht, die Bedrohung zu beseitigen. Die Anschwellung ist also eine natürliche und wichtige Reaktion des Körpers.
Häufige Ursachen für geschwollene Lymphknoten in der Achselhöhle
Die häufigsten Ursachen für geschwollene Lymphknoten in der Achselhöhle sind:
- Infektionen: Bakterielle oder virale Infektionen der oberen Extremitäten (Arme, Hände), der Brust oder des Halses können zu einer Schwellung der Lymphknoten in der Achselhöhle führen. Beispiele hierfür sind Erkältungen, Grippe, Hautinfektionen (wie z.B. Furunkel) und Brustinfektionen.
- Impfungen: Nach bestimmten Impfungen, wie z.B. gegen COVID-19, kann es zu einer vorübergehenden Schwellung der Lymphknoten in der Achselhöhle auf der Seite der Impfung kommen. Dies ist eine normale Reaktion des Immunsystems und kein Grund zur Besorgnis.
- Entzündungen: Entzündliche Erkrankungen wie Arthritis oder Lupus können ebenfalls zu einer Schwellung der Lymphknoten führen.
- Verletzungen: Eine Verletzung des Arms oder der Brust kann ebenfalls eine Entzündung und damit eine Schwellung der Lymphknoten verursachen.
- Brustkrebs: In seltenen Fällen kann eine Schwellung der Lymphknoten in der Achselhöhle ein Anzeichen für Brustkrebs sein, insbesondere wenn sie mit anderen Symptomen wie einem Knoten in der Brust einhergeht.
- Lymphom: Auch Lymphome, Krebsarten des Lymphsystems, können sich durch geschwollene Lymphknoten äußern.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Obwohl geschwollene Lymphknoten in den meisten Fällen harmlos sind, ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen, wenn:
- Die Schwellung länger als zwei bis drei Wochen anhält.
- Die Lymphknoten sehr groß (größer als 2 cm) sind.
- Die Lymphknoten hart und unverschieblich sind.
- Die Lymphknoten schmerzhaft sind, aber keine offensichtliche Ursache (z.B. eine Verletzung) vorliegt.
- Die Schwellung von anderen Symptomen begleitet wird, wie z.B. Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust, Müdigkeit oder Hautausschlag.
- Sie einen Knoten in der Brust feststellen oder andere Veränderungen an der Brust bemerken.
Der Arzt wird eine körperliche Untersuchung durchführen und gegebenenfalls weitere Untersuchungen anordnen, um die Ursache der Schwellung abzuklären. Dazu können Blutuntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen, eine Mammographie oder eine Biopsie der Lymphknoten gehören.
Was kann man selbst tun?
In den meisten Fällen können Sie selbst etwas tun, um die Beschwerden zu lindern, während Sie auf einen Arzttermin warten oder wenn die Schwellung leicht ist:
- Ruhe: Geben Sie Ihrem Körper Zeit, sich zu erholen. Vermeiden Sie anstrengende Aktivitäten.
- Wärme: Ein warmes Kompressen oder eine warme Dusche können helfen, die Schmerzen zu lindern und die Durchblutung zu fördern.
- Schmerzmittel: Bei Bedarf können Sie rezeptfreie Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen einnehmen.
- Ausreichend Flüssigkeit: Trinken Sie ausreichend Wasser, um Ihren Körper hydriert zu halten.
Wichtig: Selbstbehandlung ersetzt nicht den Besuch beim Arzt. Wenn Sie sich unsicher sind oder die Beschwerden anhalten oder sich verschlimmern, sollten Sie unbedingt ärztlichen Rat einholen.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung von geschwollenen Lymphknoten in der Achselhöhle hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Bei bakteriellen Infektionen werden Antibiotika verschrieben. Virale Infektionen heilen in der Regel von selbst aus. Bei Entzündungen können entzündungshemmende Medikamente eingesetzt werden. In seltenen Fällen, z.B. bei Krebs, kann eine Operation, Strahlentherapie oder Chemotherapie erforderlich sein.
Ein Beispiel: Eine Patientin bemerkt eine schmerzlose Schwellung in ihrer Achselhöhle. Sie erinnert sich, dass sie vor kurzem einen Insektenstich am Arm hatte. Der Arzt stellt fest, dass die Schwellung durch eine bakterielle Infektion verursacht wurde, die durch den Insektenstich entstanden ist. Er verschreibt Antibiotika, und die Schwellung verschwindet innerhalb weniger Tage.
Fazit
Eingeschwollene Lymphknoten in der Achselhöhle sind meistens harmlos und eine Reaktion auf eine Infektion oder Entzündung. Es ist jedoch wichtig, die Schwellung zu beobachten und einen Arzt aufzusuchen, wenn sie länger als zwei bis drei Wochen anhält, sehr groß ist, hart und unverschieblich ist oder von anderen Symptomen begleitet wird. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können Komplikationen verhindern und die Heilung beschleunigen. Achten Sie auf Ihren Körper und nehmen Sie Veränderungen ernst! Regelmäßige Selbstuntersuchungen der Brust (für Frauen) können ebenfalls helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Gesundheit ist unser wichtigstes Gut!
