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Magmatisches Gestein Aus Großer Tiefe


Magmatisches Gestein Aus Großer Tiefe

Magmatisches Gestein aus großer Tiefe, auch plutonisches Gestein genannt, ist Gestein, das tief unter der Erdoberfläche aus Magma entstanden ist. Das bedeutet, es hat sich langsam abgekühlt und verfestigt, bevor es jemals an die Oberfläche gelangte.

Wie entsteht es?

Stell dir vor: Tief in der Erde, in der Erdkruste oder im oberen Erdmantel, herrschen extreme Temperaturen. Diese Hitze kann Gestein schmelzen. Dieses geschmolzene Gestein nennen wir Magma. Magma ist wie eine sehr zähflüssige, heiße Suppe.

Manchmal steigt dieses Magma auf. Aber nicht immer erreicht es die Oberfläche und wird zu Lava, die aus einem Vulkan fließt. Oft bleibt das Magma in Magmakammern tief unter der Erde stecken.

In diesen Magmakammern kühlt das Magma sehr, sehr langsam ab. Das ist der Schlüssel. Durch die langsame Abkühlung haben die Minerale im Magma genügend Zeit, um große Kristalle zu bilden. Stell dir vor, du backst einen Kuchen. Wenn du ihn schnell abkühlst, wird er anders als wenn du ihn langsam abkühlen lässt. So ist es auch mit Gestein!

Warum sind die Kristalle so groß?

Die langsame Abkühlung ist der Grund für die typische grobkörnige Struktur von plutonischem Gestein. Je langsamer die Abkühlung, desto größer die Kristalle. Jeder einzelne Kristall ist ein Mineral. In einem Stück Granit zum Beispiel, kannst du oft verschiedene Mineralien mit bloßem Auge erkennen: Feldspat (meist weiß oder rosa), Quarz (glasig-durchscheinend) und Glimmer (schwarz und glänzend).

Wenn Magma schnell abkühlt (zum Beispiel bei einem Vulkanausbruch), bilden sich entweder sehr kleine Kristalle oder gar keine. Solches Gestein ist dann feinkörnig oder glasig. Das ist der Unterschied zwischen Granit (plutonisch, grobkörnig) und Basalt (vulkanisch, feinkörnig).

Beispiele für plutonisches Gestein

Das bekannteste Beispiel für plutonisches Gestein ist Granit. Granit ist sehr hart und widerstandsfähig. Deshalb wird er oft für Arbeitsplatten in der Küche, für Denkmäler oder als Baumaterial verwendet. Denk an die typischen grauen oder rosa Arbeitsplatten mit den dunklen Sprenkeln – das ist Granit!

Andere Beispiele sind Diorit (oft dunkelgrau bis schwarz mit hellen Sprenkeln) und Gabbro (meist dunkelgrau bis schwarz). Diese Gesteine sind ebenfalls sehr hart und werden in der Bauindustrie eingesetzt.

Wie kommt es an die Oberfläche?

Wenn plutonisches Gestein tief unter der Erde entsteht, wie können wir es dann sehen und benutzen? Die Antwort ist Erosion und Hebung. Durch Erdbeben und andere tektonische Prozesse werden ganze Landmassen angehoben. Gleichzeitig tragen Wind und Wasser das darüber liegende Gestein ab. So werden über Millionen von Jahren die oberen Gesteinsschichten entfernt und das darunter liegende plutonische Gestein freigelegt. Stell dir vor, du schälst eine Zwiebel. Schicht für Schicht wird abgetragen, bis das Innere sichtbar wird.

Zusammenfassung

Magmatisches Gestein aus großer Tiefe ist ein faszinierendes Beispiel dafür, wie die Erde funktioniert. Es zeigt uns, dass unter unseren Füßen eine dynamische Welt existiert, in der Gestein schmilzt, abkühlt und sich über Millionen von Jahren verändert. Die grobkörnige Struktur ist ein deutliches Zeichen dafür, dass dieses Gestein eine lange und ruhige Reise in der Tiefe der Erde hinter sich hat. Wenn du das nächste Mal ein Stück Granit siehst, denk daran: Es ist ein Fenster in die Tiefen unseres Planeten!

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