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Masern Mumps Röteln Impfung Erfahrungen


Masern Mumps Röteln Impfung Erfahrungen

Die Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR-Impfung) ist eine kombinierte Schutzimpfung gegen drei hochansteckende Viruserkrankungen: Masern, Mumps und Röteln. Sie wird standardmäßig im Kindesalter empfohlen, um eine lebenslange Immunität gegen diese Krankheiten zu erreichen. Die Impfung enthält abgeschwächte, aber noch lebende Viren, die den Körper dazu anregen, Antikörper zu bilden, ohne dass die Krankheit selbst ausbricht.

Warum ist die MMR-Impfung wichtig?

  • Schutz vor schweren Komplikationen: Masern, Mumps und Röteln können zu ernsthaften Komplikationen führen, wie z.B. Lungenentzündung, Gehirnhautentzündung (Meningitis), Enzephalitis (Hirnentzündung), Unfruchtbarkeit (bei Mumps) und bei Röteln während der Schwangerschaft zu schweren Schädigungen des ungeborenen Kindes.
  • Herdenimmunität: Eine hohe Impfquote in der Bevölkerung schützt nicht nur die geimpften Personen, sondern auch diejenigen, die nicht geimpft werden können, z.B. Säuglinge oder Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen.
  • Ausrottung der Krankheiten: Durch eine flächendeckende Impfung können Masern, Mumps und Röteln potenziell ausgerottet werden, wie es bei den Pocken gelungen ist.

Der Ablauf der MMR-Impfung

Die MMR-Impfung wird in der Regel in zwei Dosen verabreicht, um einen optimalen und dauerhaften Schutz zu gewährleisten.

Phase 1: Die erste Impfung

  • Zeitpunkt: Die erste Impfung wird in Deutschland üblicherweise im Alter von 11 bis 14 Monaten empfohlen.
  • Verabreichung: Die Impfung wird als Injektion, meist in den Oberarm oder Oberschenkel, verabreicht.
  • Nachbeobachtung: Nach der Impfung sollte das Kind noch etwa 15 Minuten in der Arztpraxis bleiben, um eventuelle Sofortreaktionen (z.B. allergische Reaktionen) zu erkennen und behandeln zu können.
  • Mögliche Reaktionen: Leichte Reaktionen wie Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Injektionsstelle, leichtes Fieber oder ein leichter Hautausschlag (sogenannte Impfmasern) können auftreten. Diese Reaktionen sind in der Regel harmlos und klingen nach wenigen Tagen von selbst wieder ab.
  • Beispiel: Ein Kind erhält im Alter von 12 Monaten die erste MMR-Impfung. Am nächsten Tag ist die Einstichstelle leicht gerötet und das Kind hat etwas erhöhte Temperatur (38°C). Die Eltern kühlen die Stelle und geben bei Bedarf ein fiebersenkendes Mittel. Nach zwei Tagen sind die Symptome verschwunden.

Phase 2: Die zweite Impfung (Auffrischung)

  • Zeitpunkt: Die zweite Impfung sollte frühestens 4 Wochen nach der ersten, idealerweise jedoch im Alter von 15 bis 23 Monaten erfolgen.
  • Verabreichung: Die Verabreichung erfolgt wie bei der ersten Impfung als Injektion.
  • Zweck: Die zweite Impfung dient dazu, den Impfschutz zu festigen und sicherzustellen, dass auch diejenigen Kinder, die nach der ersten Impfung noch keine ausreichende Immunität entwickelt haben, geschützt sind.
  • Mögliche Reaktionen: Die Reaktionen nach der zweiten Impfung sind in der Regel milder als nach der ersten.
  • Beispiel: Das gleiche Kind erhält mit 18 Monaten die zweite MMR-Impfung. Es zeigt diesmal keinerlei Reaktionen.

Erfahrungen mit der MMR-Impfung

Die überwiegende Mehrheit der Menschen, die die MMR-Impfung erhalten, verträgt sie gut. Schwere Nebenwirkungen sind äußerst selten. Es ist jedoch wichtig, sich vorab umfassend zu informieren und eventuelle Bedenken mit dem Arzt zu besprechen. Einige häufige Fragen und Bedenken sind:

  • Fieberkrampf: Ein Fieberkrampf kann als Reaktion auf Fieber, das nach der Impfung auftreten kann, vorkommen. Er ist in der Regel harmlos und hinterlässt keine bleibenden Schäden.
  • Allergische Reaktionen: Allergische Reaktionen auf Bestandteile des Impfstoffs sind sehr selten, können aber auftreten. Sie werden in der Regel sofort in der Arztpraxis behandelt.
  • Zusammenhang mit Autismus: Wissenschaftliche Studien haben eindeutig gezeigt, dass es keinen Zusammenhang zwischen der MMR-Impfung und Autismus gibt. Diese Behauptung wurde mehrfach widerlegt.

Wichtige Hinweise

  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Bedenken bezüglich der MMR-Impfung.
  • Informieren Sie sich umfassend über die Impfung und die möglichen Risiken und Nutzen.
  • Befolgen Sie die Empfehlungen des Arztes bezüglich des Impfzeitpunkts und der Nachsorge.
  • Seien Sie sich bewusst, dass die MMR-Impfung ein wichtiger Beitrag zum Schutz Ihrer Kinder und der gesamten Bevölkerung ist.
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