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Migräne Mit Aura Was Hilft


Migräne Mit Aura Was Hilft

Migräne mit Aura ist eine Form der Migräne, die von neurologischen Symptomen, der sogenannten Aura, begleitet wird. Diese Symptome treten typischerweise vor dem eigentlichen Kopfschmerz auf und können visuelle Störungen, sensorische Veränderungen oder Sprachschwierigkeiten umfassen. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Aura selbst meist vorübergehend ist und in der Regel innerhalb von 60 Minuten abklingt. Die anschließende Migräne kann dann pochende Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Licht- und Geräuschempfindlichkeit beinhalten. Was also hilft bei einer Migräne mit Aura? Es gibt verschiedene Strategien, sowohl zur Akutbehandlung der Aura und des Kopfschmerzes als auch zur Vorbeugung.

Akutbehandlung: Sofortmaßnahmen bei einer Migräneattacke mit Aura

Wenn Sie eine Migräne mit Aura spüren, ist schnelles Handeln entscheidend. Die folgenden Schritte können helfen, die Symptome zu lindern:

  • Ruhe und Dunkelheit: Ziehen Sie sich an einen ruhigen, dunklen Ort zurück. Licht und Lärm können die Aura und den Kopfschmerz verschlimmern. Schließen Sie die Augen und versuchen Sie, sich zu entspannen.
  • Kühlung: Legen Sie einen kalten Waschlappen oder eine Kühlpackung auf Ihre Stirn oder in Ihren Nacken. Die Kälte kann helfen, die Blutgefäße zu verengen und den Schmerz zu lindern.
  • Schmerzmittel: Nehmen Sie so früh wie möglich Schmerzmittel ein. Idealerweise sollten Sie sie bereits während der Aura-Phase einnehmen, um zu verhindern, dass der Kopfschmerz sich voll entwickelt. Geeignete Schmerzmittel sind beispielsweise:
    • Ibuprofen: Ein gängiges, rezeptfreies Schmerzmittel, das bei leichten bis mittelschweren Migräneattacken helfen kann.
    • ASS (Acetylsalicylsäure): Auch bekannt als Aspirin, kann ebenfalls wirksam sein.
    • Paracetamol: Eine Alternative für Menschen, die Ibuprofen oder ASS nicht vertragen.
    Wichtig: Nehmen Sie Schmerzmittel nicht zu häufig ein, da dies zu einem Medikamentenübergebrauchskopfschmerz führen kann. Konsultieren Sie einen Arzt, wenn Sie regelmäßig Schmerzmittel gegen Migräne einnehmen.
  • Triptane: Wenn rezeptfreie Schmerzmittel nicht ausreichen, kann Ihr Arzt Ihnen Triptane verschreiben. Triptane sind spezifische Migränemedikamente, die die Blutgefäße im Gehirn verengen und die Freisetzung von Schmerzsubstanzen hemmen. Triptane sind am wirksamsten, wenn sie so früh wie möglich nach Beginn der Migräneattacke eingenommen werden, idealerweise während der Aura-Phase. Beispiele für Triptane sind Sumatriptan, Rizatriptan und Eletriptan.
  • Antiemetika: Bei Übelkeit und Erbrechen können Antiemetika helfen. Diese Medikamente unterdrücken den Brechreiz. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über geeignete Antiemetika.
  • Koffein: Manchmal kann eine kleine Menge Koffein (z.B. in Kaffee oder Tee) helfen, die Schmerzen zu lindern. Allerdings kann zu viel Koffein auch Migräne auslösen, daher ist Vorsicht geboten.
  • Entspannungstechniken: Entspannungstechniken wie tiefe Atmung, progressive Muskelentspannung oder Meditation können helfen, Stress abzubauen und die Schmerzen zu lindern.

Vorbeugung: Migräneattacken reduzieren

Die beste Strategie gegen Migräne ist oft die Vorbeugung. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken mit Aura zu reduzieren:

  • Führen Sie ein Migräne-Tagebuch: Notieren Sie, wann Sie Migräneattacken haben, welche Symptome auftreten und was Sie möglicherweise ausgelöst hat. Dies kann Ihnen helfen, Ihre persönlichen Auslöser zu identifizieren.
  • Vermeiden Sie Trigger: Häufige Migräne-Trigger sind:
    • Bestimmte Lebensmittel und Getränke: z.B. Rotwein, gereifter Käse, Schokolade, Zitrusfrüchte, koffeinhaltige Getränke
    • Stress: Chronischer Stress kann ein starker Migräne-Trigger sein.
    • Schlafmangel oder unregelmäßiger Schlaf: Achten Sie auf einen regelmäßigen Schlafrhythmus.
    • Hormonelle Veränderungen: z.B. während der Menstruation, Schwangerschaft oder Wechseljahre
    • Wetterumschwünge: z.B. plötzliche Temperaturänderungen oder Luftdruckschwankungen
    • Starke Gerüche: z.B. Parfüm, Chemikalien
  • Regelmäßige Bewegung: Regelmäßige, moderate Bewegung kann helfen, Stress abzubauen und die Häufigkeit von Migräneattacken zu reduzieren.
  • Entspannungstechniken: Erlernen und praktizieren Sie regelmäßig Entspannungstechniken wie Yoga, Tai Chi oder Meditation.
  • Medikamentöse Prophylaxe: Wenn Sie häufig unter Migräne leiden, kann Ihr Arzt Ihnen Medikamente zur Vorbeugung verschreiben. Diese Medikamente können die Häufigkeit und Intensität der Attacken reduzieren. Beispiele für Medikamente zur Migräneprophylaxe sind:
    • Betablocker: z.B. Propranolol
    • Antidepressiva: z.B. Amitriptylin
    • Antiepileptika: z.B. Topiramat, Valproinsäure
    • CGRP-Antikörper: Eine relativ neue Klasse von Medikamenten, die gezielt gegen das Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) wirken, ein Molekül, das eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Migräne spielt.
  • Nahrungsergänzungsmittel: Einige Studien deuten darauf hin, dass bestimmte Nahrungsergänzungsmittel wie Magnesium, Riboflavin (Vitamin B2) und Coenzym Q10 die Häufigkeit von Migräneattacken reduzieren können. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

Wichtig: Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Ihre Migräneattacken häufig, stark oder ungewöhnlich sind. Ein Arzt kann Ihnen helfen, die Ursache Ihrer Migräne zu ermitteln und eine geeignete Behandlung zu finden. Ignorieren Sie Warnzeichen wie plötzliche, heftige Kopfschmerzen, die mit Fieber, Nackensteifigkeit, Sprachschwierigkeiten oder Schwäche einhergehen. Dies könnten Anzeichen für eine schwerwiegendere Erkrankung sein.

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