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Morbus Stargardt Was Ist Das


Morbus Stargardt Was Ist Das

Morbus Stargardt, auch Stargardt-Krankheit oder juvenile Makuladegeneration genannt, ist eine erbliche Augenerkrankung. Sie beeinträchtigt vor allem die Makula, den zentralen Bereich der Netzhaut, der für scharfes Sehen und Farberkennung zuständig ist.

Was passiert bei Morbus Stargardt?

Stell dir die Netzhaut wie eine Leinwand im Auge vor. Die Makula ist der wichtigste Teil dieser Leinwand, da sie uns ermöglicht, Details zu erkennen, wie zum Beispiel Buchstaben beim Lesen oder das Gesicht eines Freundes. Bei Morbus Stargardt sammeln sich in der Makula gelbliche Ablagerungen, sogenannte Lipofuszin, an. Diese Ablagerungen schädigen die lichtempfindlichen Zellen (Photorezeptoren) in der Makula.

Dieser Prozess führt zu einem allmählichen Verlust des zentralen Sehvermögens. Betroffene haben Schwierigkeiten beim Lesen, Autofahren und Erkennen von Gesichtern. Das periphere Sehvermögen bleibt in der Regel erhalten, sodass die Orientierung im Raum meist nicht beeinträchtigt ist.

Wie erkenne ich Morbus Stargardt?

Die Symptome von Morbus Stargardt treten meist im Kindes- oder Jugendalter auf, daher der Begriff "juvenile Makuladegeneration". Zu den häufigsten Anzeichen gehören:

  • Verschwommenes Sehen: Als ob man durch einen Schleier schaut.
  • Verzerrtes Sehen: Gerade Linien wirken wellig oder gebogen.
  • Probleme beim Lesen: Buchstaben verschwimmen oder springen.
  • Schwierigkeiten beim Erkennen von Farben: Farben wirken blasser oder anders als gewohnt.
  • Lichtempfindlichkeit: Blendung durch helles Licht.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Symptome von Person zu Person unterschiedlich sein können. Manche Betroffene haben nur geringe Sehbeeinträchtigungen, während andere stärker betroffen sind. Wenn du oder dein Kind eines dieser Symptome bemerkt, solltest du unbedingt einen Augenarzt aufsuchen.

Wie wird Morbus Stargardt diagnostiziert?

Der Augenarzt kann Morbus Stargardt durch verschiedene Untersuchungen feststellen. Dazu gehören:

  • Augenuntersuchung: Der Arzt untersucht die Netzhaut mit speziellen Instrumenten.
  • Sehschärfentest: Hier wird geprüft, wie gut du in der Ferne und Nähe sehen kannst.
  • Farbsehtest: Damit wird getestet, ob du Farben richtig erkennst.
  • Fluoreszenzangiographie (FAG): Bei dieser Untersuchung werden die Blutgefäße der Netzhaut sichtbar gemacht.
  • Optische Kohärenztomographie (OCT): Dies ist eine bildgebende Methode, mit der die Schichten der Netzhaut dargestellt werden können.
  • Gentest: Ein Gentest kann die Diagnose bestätigen und feststellen, welche Genmutation vorliegt. ABCA4 ist das am häufigsten betroffene Gen bei Morbus Stargardt.

Gibt es eine Behandlung für Morbus Stargardt?

Leider gibt es derzeit keine Heilung für Morbus Stargardt. Die Behandlung konzentriert sich darauf, die Sehfähigkeit bestmöglich zu erhalten und die Lebensqualität zu verbessern. Zu den möglichen Maßnahmen gehören:

  • Sehhilfen: Lupen, spezielle Brillen oder elektronische Hilfsmittel können das Lesen und andere Aktivitäten erleichtern.
  • Sonnenschutz: Das Tragen einer Sonnenbrille schützt die Netzhaut vor schädlicher UV-Strahlung.
  • Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit vielen Antioxidantien kann die Gesundheit der Augen unterstützen.
  • Psychologische Unterstützung: Der Umgang mit einer Sehbehinderung kann emotional belastend sein. Psychologische Unterstützung kann helfen, mit der Krankheit umzugehen.

Es gibt auch vielversprechende Forschungsansätze, wie z.B. Gentherapien und Stammzelltherapien, die in Zukunft möglicherweise neue Behandlungsmöglichkeiten für Morbus Stargardt bieten werden. Die Forschung in diesem Bereich schreitet stetig voran.

Vererbung von Morbus Stargardt

Morbus Stargardt wird in der Regel autosomal rezessiv vererbt. Das bedeutet, dass man zwei defekte Kopien des Gens (je eine von jedem Elternteil) benötigt, um die Krankheit zu entwickeln. Wenn beide Elternteile Träger eines defekten Gens sind, haben ihre Kinder ein Risiko von 25%, an Morbus Stargardt zu erkranken, ein Risiko von 50%, Träger des Gens zu sein, und ein Risiko von 25%, das Gen nicht zu erben.

Wenn du Fragen zu Morbus Stargardt hast oder Bedenken bezüglich deiner Familiengeschichte, solltest du dich an einen Augenarzt oder einen genetischen Berater wenden. Sie können dir weitere Informationen und Unterstützung bieten.

Morbus Stargardt Was Ist Das www.allaboutvision.com
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Morbus Stargardt Was Ist Das www.augenarzt-online.org
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