Mumps Masern Röteln Impfung Schwangerschaft
Die Mumps-Masern-Röteln-Impfung (MMR-Impfung) ist eine Kombinationsimpfung. Sie schützt vor drei gefährlichen Infektionskrankheiten: Mumps, Masern und Röteln. Das bedeutet, eine einzige Spritze hilft, die Immunabwehr gegen alle drei Krankheiten aufzubauen.
Was sind Mumps, Masern und Röteln?
Mumps ist eine Virusinfektion, die oft zu einer Schwellung der Speicheldrüsen führt. Das Gesicht sieht dann "hamsterbackig" aus. Mumps kann Komplikationen wie Hirnhautentzündung verursachen, besonders bei Jungen und Männern zu Unfruchtbarkeit führen.
Masern sind sehr ansteckend und verursachen Fieber, Husten, Schnupfen und einen typischen Hautausschlag. Masern können schwere Komplikationen nach sich ziehen, wie Lungenentzündung oder Gehirnentzündung. In seltenen Fällen können Masern tödlich verlaufen.
Röteln verlaufen oft mild, sind aber besonders gefährlich für ungeborene Kinder. Eine Rötelninfektion während der Schwangerschaft kann zu schweren Schädigungen des Kindes führen, wie z.B. Blindheit, Taubheit, Herzfehler oder geistige Behinderung.
Warum ist die MMR-Impfung wichtig?
Die MMR-Impfung schützt vor diesen drei Krankheiten und ihren Komplikationen. Durch eine hohe Impfquote kann die Ausbreitung dieser Krankheiten verhindert werden. Dies schützt nicht nur die Geimpften selbst, sondern auch besonders gefährdete Personen, die nicht geimpft werden können, wie z.B. Säuglinge oder Menschen mit bestimmten Erkrankungen.
MMR-Impfung und Schwangerschaft
Die MMR-Impfung ist ein Lebendimpfstoff. Das bedeutet, dass sie abgeschwächte, aber lebende Viren enthält. Aus diesem Grund darf die MMR-Impfung nicht während der Schwangerschaft durchgeführt werden. Die lebenden Viren könnten das ungeborene Kind schädigen.
Was ist, wenn ich schwanger bin und nicht gegen Röteln geimpft bin? Wenn du schwanger bist und nicht gegen Röteln immun bist (also nicht geimpft oder bereits erkrankt warst), ist besondere Vorsicht geboten. Vermeide Kontakt zu Menschen mit typischen Erkältungssymptomen oder Hautausschlägen. Sprich sofort mit deinem Arzt, wenn du den Verdacht hast, dich mit Röteln infiziert zu haben.
MMR-Impfung vor der Schwangerschaft
Vor einer geplanten Schwangerschaft ist es sehr wichtig, den Impfstatus zu überprüfen. Wenn keine oder nur eine Impfung gegen Mumps, Masern und Röteln vorliegt, sollte die MMR-Impfung mindestens einen Monat vor der geplanten Schwangerschaft nachgeholt werden. Dies gibt dem Körper genügend Zeit, den Impfschutz aufzubauen. Nach der Impfung sollte eine Schwangerschaft für einen Monat vermieden werden.
MMR-Impfung nach der Schwangerschaft
Die MMR-Impfung kann nach der Schwangerschaft ohne Bedenken durchgeführt werden, auch während der Stillzeit. Die Viren werden nicht über die Muttermilch ausgeschieden und stellen somit keine Gefahr für das Kind dar.
Nebenwirkungen der MMR-Impfung
Die MMR-Impfung ist in der Regel gut verträglich. Typische Nebenwirkungen sind Rötung und Schwellung an der Einstichstelle, leichtes Fieber oder ein leichter Hautausschlag (Impfmasern). Diese Beschwerden sind in der Regel harmlos und klingen nach wenigen Tagen von selbst wieder ab. Schwere Nebenwirkungen sind sehr selten.
Zusammenfassung
Die MMR-Impfung ist ein wichtiger Schutz vor Mumps, Masern und Röteln. Da es sich um einen Lebendimpfstoff handelt, darf sie nicht während der Schwangerschaft durchgeführt werden. Eine Impfung sollte vor einer geplanten Schwangerschaft erfolgen, um Mutter und Kind bestmöglich zu schützen. Nach der Schwangerschaft ist die Impfung unbedenklich. Bei Unsicherheiten oder Fragen ist es wichtig, sich von einem Arzt beraten zu lassen.
