Mumps Masern Röteln Windpocken Impfung Fieber
Mumps, Masern, Röteln, Windpocken – diese Krankheiten sind bekannt, aber dank Impfungen seltener geworden. Was genau steckt dahinter und warum ist die Impfung so wichtig? Dieser Leitfaden erklärt es einfach.
Was bedeuten Mumps, Masern, Röteln und Windpocken?
Das sind allesamt hoch ansteckende Viruserkrankungen. Sie werden durch Tröpfcheninfektion übertragen, also durch Husten, Niesen oder Sprechen. Jede dieser Krankheiten hat ihre eigenen typischen Symptome, aber alle können unangenehm und in manchen Fällen sogar gefährlich sein.
Mumps: Verursacht eine schmerzhafte Schwellung der Ohrspeicheldrüsen. Oftmals sieht man eine deutliche Schwellung im Wangenbereich. Mumps kann zu Komplikationen wie Hirnhautentzündung oder Unfruchtbarkeit führen, besonders bei Männern.
Masern: Beginnt mit Fieber, Husten, Schnupfen und roten Flecken im Gesicht. Später breitet sich der Ausschlag über den ganzen Körper aus. Masern können schwere Komplikationen wie Lungenentzündung oder Gehirnentzündung verursachen.
Röteln: Verursacht einen feinen, roten Ausschlag und geschwollene Lymphknoten. Röteln sind besonders gefährlich für schwangere Frauen, da sie schwere Schäden beim ungeborenen Kind verursachen können (kongenitale Röteln).
Windpocken: Auch bekannt als Schafblattern. Verursacht juckende Bläschen auf der Haut, die sich über den ganzen Körper ausbreiten. Windpocken sind meist harmlos, können aber in seltenen Fällen zu Komplikationen wie Lungenentzündung führen. Außerdem kann das Virus im Körper verbleiben und später als Gürtelrose wieder auftreten.
Die Bedeutung der Impfung
Die MMR-Impfung schützt vor Masern, Mumps und Röteln. Es ist eine Kombinationsimpfung, die gleichzeitig gegen alle drei Krankheiten wirkt. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt zwei Impfungen im Kindesalter. Die Impfung gegen Windpocken wird ebenfalls empfohlen, in der Regel mit zwei Dosen im Kindesalter.
Wie funktioniert die Impfung? Eine Impfung trainiert das Immunsystem, Antikörper gegen die Viren zu bilden. Wenn der Körper später mit den echten Viren in Kontakt kommt, kann er diese schnell und effektiv bekämpfen. Das verhindert oder mildert den Ausbruch der Krankheit.
Fieber nach der Impfung:
Leichtes Fieber ist eine normale Reaktion auf die Impfung. Es zeigt, dass das Immunsystem arbeitet. Meist verschwindet das Fieber nach ein bis zwei Tagen von selbst. Bei Bedarf kann man fiebersenkende Mittel geben. Es ist wichtig, das Kind zu beobachten und bei anhaltend hohem Fieber oder anderen besorgniserregenden Symptomen einen Arzt aufzusuchen.
Praktische Anwendungen: Was können Sie tun?
Informieren Sie sich umfassend über die empfohlenen Impfungen für Kinder und Erwachsene. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Fragen und Bedenken. Überprüfen Sie Ihren Impfpass und lassen Sie fehlende Impfungen nachholen. Schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen!
Wenn Sie Kontakt zu jemandem hatten, der an Masern, Mumps, Röteln oder Windpocken erkrankt ist, informieren Sie Ihren Arzt. In manchen Fällen kann eine nachträgliche Impfung oder eine andere Behandlung sinnvoll sein, um eine Erkrankung zu verhindern oder zu mildern.
Die Impfung ist ein wichtiger Beitrag zur öffentlichen Gesundheit. Sie schützt nicht nur den Einzelnen, sondern auch die Gemeinschaft, indem sie die Ausbreitung von Krankheiten verhindert. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich und Ihre Familie zu schützen!
