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Mundtrockenheit Durch Medikamente Was Tun


Mundtrockenheit Durch Medikamente Was Tun

Mundtrockenheit, medizinisch Xerostomie, bedeutet einfach einen trockenen Mund. Aber warum passiert das, besonders wenn man Medikamente nimmt? Lass uns das mal genauer anschauen.

Was ist Mundtrockenheit und warum tritt sie auf?

Normalerweise produzieren unsere Speicheldrüsen Speichel. Speichel hält den Mund feucht, hilft beim Sprechen, Kauen und Schlucken. Er spült auch Essensreste weg und schützt die Zähne vor Karies. Einige Medikamente können jedoch die Speichelproduktion beeinträchtigen. Denk an es so: Die Medikamente "signalisieren" den Drüsen, weniger Speichel zu produzieren.

Es gibt Hunderte von Medikamenten, die Mundtrockenheit als Nebenwirkung haben können. Dazu gehören:

  • Antidepressiva: Diese können die Nervensignale beeinflussen, die die Speicheldrüsen steuern.
  • Antihistaminika: Oft bei Allergien und Erkältungen eingesetzt, können sie die Schleimhäute austrocknen.
  • Diuretika (Entwässerungstabletten): Sie führen zu Flüssigkeitsverlust im Körper, was auch die Speichelproduktion beeinflussen kann.
  • Medikamente gegen Bluthochdruck: Einige davon haben ebenfalls einen austrocknenden Effekt.
  • Schmerzmittel: Bestimmte starke Schmerzmittel können Mundtrockenheit verursachen.

Es ist wichtig zu verstehen: Nicht jeder, der diese Medikamente einnimmt, bekommt Mundtrockenheit. Die Wahrscheinlichkeit und die Stärke der Mundtrockenheit hängen von verschiedenen Faktoren ab, z.B. von der Dosis des Medikaments, von individuellen Unterschieden und davon, ob man noch andere Medikamente einnimmt.

Warum ist Mundtrockenheit ein Problem?

Ein trockener Mund ist mehr als nur unangenehm. Chronische Mundtrockenheit kann zu folgenden Problemen führen:

  • Karies und Zahnfleischerkrankungen: Speichel neutralisiert Säuren und spült Bakterien weg. Fehlt Speichel, haben Bakterien leichtes Spiel.
  • Schwierigkeiten beim Sprechen, Kauen und Schlucken: Ein trockener Mund macht diese alltäglichen Dinge mühsam.
  • Schlechter Atem: Bakterien, die sich im trockenen Mund vermehren, verursachen oft unangenehmen Geruch.
  • Wundinfektionen im Mund: Trockene Schleimhäute sind anfälliger für Verletzungen und Infektionen.
  • Veränderter Geschmackssinn: Speichel hilft, Geschmäcker zu lösen und zu transportieren.

Was tun bei Mundtrockenheit durch Medikamente?

Zum Glück gibt es einiges, was man gegen Mundtrockenheit tun kann:

  • Viel trinken: Kleine Schlucke Wasser über den Tag verteilt helfen, den Mund feucht zu halten.
  • Zuckerfreie Kaugummis oder Bonbons kauen: Das regt die Speichelproduktion an. Achte unbedingt auf die Bezeichnung "zuckerfrei", um Karies zu vermeiden.
  • Speichelersatzmittel verwenden: Sprays oder Gels aus der Apotheke können den Speichel ersetzen.
  • Gute Mundhygiene: Regelmäßiges Zähneputzen, Zahnseide und Mundspülungen sind besonders wichtig.
  • Luftbefeuchter verwenden: Besonders nachts kann ein Luftbefeuchter im Schlafzimmer helfen, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen und den Mund nicht so stark austrocknen zu lassen.
  • Arzt oder Apotheker konsultieren: Sprich mit deinem Arzt oder Apotheker. Vielleicht gibt es alternative Medikamente mit weniger Nebenwirkungen oder Möglichkeiten, die Dosis anzupassen. Manchmal kann auch ein Speichel anregendes Medikament verschrieben werden.

Wichtig: Ändere niemals eigenmächtig die Einnahme deiner Medikamente. Sprich immer zuerst mit deinem Arzt.

Denk daran, dass Mundtrockenheit zwar lästig sein kann, aber in vielen Fällen gut behandelt werden kann. Mit ein paar einfachen Maßnahmen und der Hilfe deines Arztes oder Apothekers kannst du die Beschwerden lindern und deine Mundgesundheit schützen.

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