Passiv в немецком языке таблица
Das Passiv ist ein wichtiger Bestandteil der deutschen Grammatik, der es uns ermöglicht, den Fokus einer Aussage von dem Akteur auf die Handlung oder das Objekt zu verlagern. Es beschreibt, was mit jemandem oder etwas geschieht, anstatt wer etwas tut. Viele Deutschlerner empfinden das Passiv als schwierig, aber mit einem klaren Verständnis der Regeln und viel Übung ist es gut zu meistern. Diese Abhandlung soll einen umfassenden Überblick über das Passiv im Deutschen geben, inklusive einer tabellarischen Übersicht über die Bildung der verschiedenen Passivformen.
Was ist das Passiv?
Im Gegensatz zum Aktiv, bei dem das Subjekt die Handlung ausführt (z.B. "Der Bäcker backt das Brot"), liegt beim Passiv der Fokus auf dem Objekt, dem etwas widerfährt (z.B. "Das Brot wird vom Bäcker gebacken"). Das Subjekt im Passivsatz ist das Ziel der Handlung, nicht der Ausführende. Die eigentliche handelnde Person kann im Passivsatz genannt werden (durch eine Präpositionalgruppe mit "von" oder "durch"), muss aber nicht. Wenn sie weggelassen wird, spricht man vom unpersönlichen Passiv.
Aktiv und Passiv im Vergleich:
- Aktiv: Der Mann repariert das Auto. (Der Mann ist das Subjekt, er führt die Handlung aus)
- Passiv: Das Auto wird vom Mann repariert. (Das Auto ist das Subjekt, ihm widerfährt die Handlung)
- Passiv (unpersönlich): Das Auto wird repariert. (Der Ausführende wird nicht genannt)
Die Formen des Passivs
Es gibt im Deutschen zwei Hauptformen des Passivs: das Vorgangspassiv (auch Handlungspassiv genannt) und das Zustandspassiv. Beide Formen haben unterschiedliche Bedeutungen und werden unterschiedlich gebildet.
Das Vorgangspassiv (Handlungspassiv)
Das Vorgangspassiv beschreibt einen Vorgang, eine Handlung, die an dem Subjekt vorgenommen wird. Es wird mit dem Hilfsverb werden und dem Partizip II des Vollverbs gebildet. Es drückt aus, dass etwas gerade geschieht oder geschehen ist.
Formel: werden + Partizip II
Beispiele:
- Der Brief wird geschrieben. (Präsens Passiv)
- Der Brief wurde geschrieben. (Präteritum Passiv)
- Der Brief ist geschrieben worden. (Perfekt Passiv)
- Der Brief war geschrieben worden. (Plusquamperfekt Passiv)
- Der Brief wird geschrieben werden. (Futur I Passiv)
- Der Brief wird geschrieben worden sein. (Futur II Passiv)
Wichtig: Im Perfekt und Plusquamperfekt wird die Form "worden" verwendet, da "geworden" eine andere Bedeutung hat (z.B. "Er ist Arzt geworden" - er hat den Beruf erlernt).
Das Zustandspassiv
Das Zustandspassiv beschreibt einen Zustand, der als Ergebnis einer vorherigen Handlung entstanden ist. Es wird mit dem Hilfsverb sein und dem Partizip II des Vollverbs gebildet. Es drückt aus, dass sich das Subjekt in einem bestimmten Zustand befindet, der durch eine frühere Handlung verursacht wurde.
Formel: sein + Partizip II
Beispiele:
- Die Tür ist geöffnet. (Präsens Zustandspassiv)
- Die Tür war geöffnet. (Präteritum Zustandspassiv)
- Die Tür ist geöffnet gewesen. (Perfekt Zustandspassiv)
- Die Tür war geöffnet gewesen. (Plusquamperfekt Zustandspassiv)
- Die Tür wird geöffnet sein. (Futur II Zustandspassiv – selten verwendet)
Unterschied zwischen Vorgangspassiv und Zustandspassiv:
- Vorgangspassiv: Die Handlung steht im Vordergrund. (z.B. "Das Haus wird gebaut." - Der Bauprozess ist wichtig)
- Zustandspassiv: Der Zustand als Ergebnis der Handlung steht im Vordergrund. (z.B. "Das Haus ist gebaut." - Das Haus ist fertiggestellt)
Passiv mit Modalverben
Das Passiv kann auch mit Modalverben kombiniert werden. In diesem Fall steht das Modalverb an der üblichen Position im Satz (Position 2) und das Hilfsverb "werden" steht im Infinitiv am Ende des Satzes.
Formel: Modalverb + Partizip II + werden
Beispiele:
- Der Brief muss geschrieben werden. (Der Brief muss geschrieben werden)
- Der Brief kann geschrieben werden. (Der Brief kann geschrieben werden)
- Der Brief soll geschrieben werden. (Der Brief soll geschrieben werden)
- Der Brief darf geschrieben werden. (Der Brief darf geschrieben werden)
- Der Brief will geschrieben werden. (Der Brief will geschrieben werden - selten verwendet)
- Der Brief mag geschrieben werden. (Der Brief mag geschrieben werden - selten verwendet)
Die "von"- und "durch"-Ergänzung
Im Passivsatz kann der Akteur, der die Handlung ausführt, durch eine Präpositionalgruppe mit "von" oder "durch" angegeben werden.
- Von: Wird verwendet, wenn der Akteur eine Person ist. (z.B. "Das Buch wurde von dem Autor geschrieben.")
- Durch: Wird verwendet, wenn der Akteur ein Mittel oder eine Sache ist. (z.B. "Das Feuer wurde durch einen Blitzeinschlag verursacht.")
Oft wird die Angabe des Akteurs im Passivsatz weggelassen, insbesondere wenn er unwichtig oder unbekannt ist. In diesem Fall spricht man vom unpersönlichen Passiv.
Das unpersönliche Passiv
Das unpersönliche Passiv wird verwendet, wenn die handelnde Person unwichtig oder unbekannt ist. Es wird hauptsächlich mit intransitiven Verben (Verben, die kein Akkusativobjekt haben) und mit reflexiven Verben gebildet. Das Subjekt im Satz ist dann "es". "Es" ist in diesem Fall ein formales Subjekt und hat keine inhaltliche Bedeutung.
Beispiele:
- Es wird getanzt. (statt: Man tanzt.)
- Es wurde gearbeitet. (statt: Man hat gearbeitet.)
- Es wird sich vorbereitet. (statt: Man bereitet sich vor.)
Das "es" kann am Satzanfang auch weggelassen werden, wenn ein anderes Satzglied an erster Stelle steht:
- Heute wird getanzt.
- Gestern wurde gearbeitet.
Passiv-Ersatzformen
Anstatt des Passivs werden im Deutschen oft Ersatzformen verwendet, um den Satzbau zu vereinfachen oder um stilistische Gründe zu berücksichtigen. Einige gängige Ersatzformen sind:
- Man + Aktiv: "Man" als unpersönliches Subjekt (z.B. "Man baut das Haus." statt "Das Haus wird gebaut.")
- Sich lassen + Infinitiv: Drückt die Möglichkeit oder Notwendigkeit einer Handlung aus (z.B. "Das Problem lässt sich lösen." statt "Das Problem kann gelöst werden.")
- Sein + zu + Infinitiv: Drückt die Notwendigkeit einer Handlung aus (z.B. "Das Haus ist zu renovieren." statt "Das Haus muss renoviert werden.")
- Bekommen/Kriegen + Partizip II: Umgangssprachlich für das Vorgangspassiv (z.B. "Er bekommt die Strafe bezahlt." statt "Die Strafe wird von ihm bezahlt.")
Tabellarische Übersicht der Passivformen
Hier eine Tabelle, die die Bildung der verschiedenen Passivformen übersichtlich zusammenfasst:
| Zeitform | Vorgangspassiv (werden + Partizip II) | Zustandspassiv (sein + Partizip II) |
|---|---|---|
| Präsens | wird + Partizip II (z.B. wird gebaut) | ist + Partizip II (z.B. ist gebaut) |
| Präteritum | wurde + Partizip II (z.B. wurde gebaut) | war + Partizip II (z.B. war gebaut) |
| Perfekt | ist + Partizip II + worden (z.B. ist gebaut worden) | ist + Partizip II + gewesen (z.B. ist gebaut gewesen) |
| Plusquamperfekt | war + Partizip II + worden (z.B. war gebaut worden) | war + Partizip II + gewesen (z.B. war gebaut gewesen) |
| Futur I | wird + Partizip II + werden (z.B. wird gebaut werden) | - |
| Futur II | wird + Partizip II + worden sein (z.B. wird gebaut worden sein) | wird + Partizip II + sein (z.B. wird gebaut sein) - selten |
| Modalverb | Modalverb + Partizip II + werden (z.B. muss gebaut werden) | - |
Beispiele aus dem echten Leben
Das Passiv wird häufig in Nachrichten, wissenschaftlichen Texten und offiziellen Dokumenten verwendet, um Objektivität zu wahren oder den Akteur zu verschleiern:
- Nachrichten: "Der Täter wurde festgenommen." (Der Fokus liegt auf der Festnahme, nicht auf dem Polizisten, der ihn festgenommen hat)
- Wissenschaftlicher Text: "Die Ergebnisse wurden analysiert und interpretiert." (Der Fokus liegt auf den Ergebnissen, nicht auf den Forschern)
- Offizielles Dokument: "Das Gesetz wurde verabschiedet." (Der Fokus liegt auf dem Gesetz, nicht auf den Abgeordneten)
Auch in Bedienungsanleitungen und Rezepten findet man oft das Passiv:
- "Das Gerät wird eingeschaltet, indem man den Knopf drückt."
- "Die Zutaten werden vermischt und anschließend gebacken."
Fazit
Das Passiv ist ein wichtiges und vielseitiges Werkzeug der deutschen Sprache. Obwohl es am Anfang vielleicht etwas kompliziert erscheint, ist es mit genügend Übung und einem klaren Verständnis der Regeln gut zu beherrschen. Die Unterscheidung zwischen Vorgangs- und Zustandspassiv ist entscheidend für die korrekte Verwendung. Nutzen Sie die hier vorgestellten Informationen und die Tabelle als Grundlage für Ihre weitere Auseinandersetzung mit dem Thema. Üben Sie fleißig, analysieren Sie deutsche Texte und versuchen Sie, das Passiv aktiv in Ihre eigenen Sätze einzubauen. Viel Erfolg!
